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Baruch de Spinoza

niederländischer Philosoph (1632 - 1677)

51 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Wir können von der Dauer unseres Körpers nur eine höchst inadäquate Erkenntnis haben.

  • Friede ist nicht Abwesenheit von Krieg. Friede ist eine Tugend, eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Güte, Vertrauen, Gerechtigkeit.

  • Was ist Vernunft? Der Wahnsinn aller. Was ist Wahnsinn? Die Vernunft des einzelnen. Was nennt ihr Wahrheit? Die Täuschung, die Jahrhunderte alt geworden. Was Täuschung? Die Wahrheit, die nur eine Minute gelebt.

  • Jeder hat soviel Recht, wie er Macht hat.

  • Die menschliche Freiheit besteht lediglich darin, daß sich die Menschen ihres Wollens bewußt und der Ursachen, von denen sie bestimmt werden, unbewußt sind.

  • Begierde ist des Menschen Wesen selbst.

  • Nicht weinen, nicht zürnen, sondern begreifen!

  • Alle Dinge geschehen aus Notwendigkeit. Es gibt in der Natur kein Gutes und kein Schlechtes.

  • Von daher rühren auch die meisten Streitigkeiten, indem die Menschen ihre Gedanken nicht richtig darstellen oder die Gedanken des andern falsch deuten.

  • Überschätzung macht leicht den Menschen, der überschätzt wird, hochmütig.

  • Hochmut ist, wenn ein Mensch sich eine Vollkommenheit beimißt, die bei ihm nicht zu finden ist.

  • Das Ziel der Philosophie ist einzig und allein die Wahrheit, das Ziel des Glaubens einzig und allein Gehorsam und Frömmigkeit.

  • Die Selbstzufriedenheit ist in Wahrheit das Höchste, was man erhoffen kann.

  • Ehrgeiz ist unmäßige Begierde nach Ehre

  • Demut ist, wenn jemand ohne Verlangen, hochgeachtet zu werden, seine Unvollkommenheit erkennt.

  • Ich habe mich eifrig darum bemüht, der Menschen Tun weder zu belachen noch zu beweinen noch zu verabscheuen, sondern es zu begreifen.

  • Die Ohnmacht des Menschen in Mäßigung oder Hemmung der Affekte nenne ich Knechtschaft; denn der von seinen Affekten abhängige Mensch ist nicht Herr über sich selbst, sondern dem Schicksal untertan.

  • Der Arme, der gern reich sein möchte, redet unaufhörlich vom Mißbrauch des Geldes und den Lastern des Reichen, wodurch er aber nichts anderes erzielt, als daß er sich ärgert und anderen zeigt, wie er nicht bloß über seine eigene Armut, sondern auch über der anderen Reichtum Unmut hegt.

  • Es ist richtig, daß wir im Leben vieles auf Grund bloßer Vermutungen tun, aber es ist falsch, daß unsere Ideen bloß auf Vermutungen beruhen.

  • Weil die große Menge immer gleich elend bleibt, bleibt sie nie lange demselben Aberglauben ergeben, vielmehr wird sie immer wieder von einem neuen Aberglauben angezogen, von welchem sie noch niemals getäuscht worden ist.

  • Die gewöhnlichen Menschen trachten, so scheint es wenigstens, nach nichts weniger als nach einem der heiligen Schrift entsprechenden Leben. Vielmehr sehen wir, daß sie fast alle ihre Hirngespinste für Gottes Wort ausgeben und nur darauf bedacht sind, unter dem Deckmantel der Religion andere Leute zu zwingen, daß sie denken wie sie selbst.

  • Die Fröhlichkeit ist ein Affekt, welcher des Körpers Macht zu handeln vermehrt und unterstützt. Die Traurigkeit ist dagegen ein Affekt, welcher des Körpers Macht zu handeln mindert oder hemmt.

  • Es erhellt, daß die Menschen von Natur zu Haß und Neid geneigt sind, und die Erziehung befördert dies. Denn die Eltern pflegen die Kinder nur durch die Reizmittel der Ehre und des Neides zur Tugend anzuhalten.

  • Die wahre Tugend ist das Leben unter der Leitung der Vernunft.

  • Sollte sich in der Bibel aber etwas finden, worüber man den unumstößlichen Beweis führen kann, daß es mit den Naturgesetzen in Widerspruch steht und nicht aus ihnen abgeleitet werden kann, so muß man entschieden annehmen, daß es von entweihenden Händen der Heiligen Schrift hinzugefügt worden sei. Denn was gegen die Natur ist, ist auch gegen die Vernunft, und was gegen die Vernunft ist, ist unsinnig und somit zu verwerfen.

  • Der höchste Stolz und der höchste Kleinmut ist die höchste Unkenntnis seiner selbst.

  • Wer Gott recht liebt, muß nicht verlangen, daß Gott ihn wieder liebe.

  • Was den Menschen hindert, die Vernunft zu vervollkommnen und ein vernünftiges Leben zu führen, dies allein ist ein Übel.

  • Die Menschen werden nicht als Staatsbürger geboren, sondern erst dazu gemacht.

  • Übrigens sind diese Affekte, nämlich Demut und Kleinmut, sehr selten; denn die menschliche Natur widerstrebt ihnen.

  • Auch fehlt es den Menschen, die Zeit genug haben, nie an Finten, Gesetze zu umgehen.

  • Es gibt nur Eine, alle Determination und Negation von sich ausschließende, unendliche Substanz, welche Gott genannt wird und das Eine Sein in allem Dasein ist.

  • Ich weiß nicht, wie ich Philosophie lehren soll, ohne Störer hergebrachter Religion zu werden.

  • Der freie Mensch handelt niemals arglistig, sondern stets aufrichtig.

  • Das Unvermögen eines Menschen, seine Affekte zu zügeln und einzuschränken, nenne ich Knechtschaft.

  • Ängstlichkeit wird dem beigelegt, dessen Begierde eingeschränkt wird durch die Furcht vor einer Gefahr, der sich andere seinesgleichen zu unterziehen wagen.

  • So leicht es ist, den Menschen jede Art des Aberglaubens einzuflößen, so schwer lässt sich dagegen erreichen, dass sie in ein und derselben Art verharren.

  • Die Begierde, die aus Unlust oder Lust, aus Hass oder Liebe entspringt, ist umso stärker, je stärker der Affekt ist.

  • Denn die Bescheidenheit ist eine Art des Ehrgeizes.

  • Die Ursache, die den Aberglauben hervorbringt, erhält und ernährt, ist die Furcht.

  • Liebe und Begierde können ein Übermaß haben.

  • Die Begierde, die aus der Lust entspringt, ist bei sonst gleichen Umständen stärker als die Begierde, die aus der Unlust entspringt.

  • Die Begierde, die aus der Vernunft entspringt, kann kein Übermaß haben.

  • Denn jeder lenkt alles gemäß seinem Affekt.

  • Die Begierde ist ein Trieb mit dem Bewusstsein desselben.

  • Jeder Körper bewegt sich bald langsamer, bald schneller.

  • Nur freie Menschen sind einander wahrhaft dankbar.

  • Jedes Ding strebt, so viel an ihm liegt, in seinem Sein zu verharren.

  • Alle Körper sind entweder in Bewegung oder in Ruhe.

  • Bewunderung ist die Vorstellung eines Dinges, in welcher der Geist deshalb versunken bleibt, weil diese besondere Vorstellung keine Verbindung mit den sonstigen Vorstellungen hat.

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