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Sprache Zitate

60 Zitate, Sprüche & Aphorismen über Sprache

  • Wer fremde Sprache nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.

  • Die Gewalt einer Sprache ist nicht, daß sie das Fremde abweist, sondern daß sie es verschlingt.

  • Die deutsche Sprache ist die tiefste, die deutsche Rede die seichteste.

  • Alle Sprachen, solange sie gesund sind, haben einen Naturtrieb, das Fremde von sich abzuhalten und, wo sein Eindrang erfolgte, es wieder auszustoßen oder wenigstens mit den heimischen Elementen auszugleichen.

  • Sprache ist ein Geschenk.

  • Die Sprache entscheidet alles, sogar die Frauenfrage. Dass der Name eines Weibes nicht ohne den Artikel bestehen kann, ist ein Argument, das der Gleichberechtigung widerstreitet. Wenn es in einem Bericht heißt, »Müller« sei für das Wahlrecht der Frauen eingetreten, so kann es sich höchstens um einen Feministen handeln, nicht um eine Frau. Denn selbst die emanzipierteste braucht das Geschlechtswort.

  • Trotz der Zunahme visueller Kommunikation, trotz der Bilderflut, trotz der symbolischen Schnittstellenkommunikation am Bildschirm bleibt die Sprache die Grundlage unseres Denkens und unserer Rationalität.

  • Und ich erzog mir die Sprache zum Bösewicht.

  • Was jemand willentlich verbergen will, sei es nur vor anderen, sei es vor sich selber, auch was er unbewusst in sich trägt: die Sprache bringt es an den Tag.

  • Beim Übersetzen muß man bis ans Unübersetzliche herangehen; alsdann wird man aber erst die fremde Nation und die fremde Sprache gewahr.

  • Alles Sprechen und Schreiben heißt Würfeln um den Gedanken. Wie oft fällt nur ein Auge, wenn alle sechs fallen sollten.

  • Übersetzer sind als geschäftige Kuppler anzusehen, die uns eine halbverschleierte Schöne als höchst liebenswürdig anpreisen: Sie erregen eine unwiderstehliche Neigung nach dem Original.

  • Je höher die Kultur, desto reicher die Sprache.

  • Sobald unser Denken Worte gefunden hat, ist es schon lange nicht mehr innig, noch im tiefsten Grunde ernst. Wo es anfängt, für andere da zu sein, hört es auf, in uns zu leben.

  • Die Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen.

  • Mit jeder neu gelernten Sprache erwirbst du eine neue Seele.

  • Wenn die Begriffe sich verwirren, ist die Welt in Unordnung.

  • In der Sprache stellt die Kunst ihr erstes Bildwerk dar [..]

  • Mit jeder Sprache, die du erlernst, befreist / du einen bis daher in dir gebundenen Geist.

  • Laß die Sprache dir sein, was der Körper der Liebenden: Er nur / ist's, der die Wesen trennt und der die Wesen vereint.

  • Zuerst verwirren sich die Worte, dann verwirren sich die Begriffe, und schließlich verwirren sich die Sachen.

  • Die Muttersprache zugleich reinigen und bereichern ist das Geschäft der besten Köpfe.

  • Schon als Tier hat der Mensch Sprache.

  • Die Sprache ist gleichsam der Leib des Denkens.

  • Ein Volk geht nicht zugrunde durch verlorene Kriege, sondern dadurch, daß es, von innen entkräftet, seine Sprache, die Hochsprache seiner Dichter und Denker aufgibt, also Hochverrat an sich selbst begeht.

  • Ich glaube, dass zu längeren Perioden als von zwei Gliedern bei Gesetzen nur selten ohne Abbruch der Deutlichkeit Gelegenheit sein wird.

  • Warum kann der lebendige Geist dem Geist nicht erscheinen? / Spricht die Seele, so spricht, ach!, schon die Seele nicht mehr.

  • Ein geistigeres und innigeres Element als die Sprache hat ein Volk nicht. Will also ein Volk nicht verlieren, wodurch es Volk ist, will es seine Art mit allen Eigentümlichkeiten bewahren, so hat es auf nichts so sehr zu wachen, als daß ihm seine Sprache nicht verdorben und zerstört werde.

  • Die Sprache ist äußeres Denken, das Denken innere Sprache.

  • Der Mensch liebt es, von der Stelle zu rücken, was beweglich ist. So prägt jedes Jahrhundert den Sprachen eine Veränderung auf, und derselbe, immer fortbestehende Erfindungsgeist, der sie erschaffen hat, verdirbt sie auch.

  • Zeichnung ist Sprache für die Augen, Sprache Malerei für das Ohr.

  • Die Red' ist uns gegeben, / damit wir nicht allein / vor uns nur sollen leben / und fern von Leuten sein.

  • Die Sprache ist wie Raum und Zeit eine dem menschlichen Geist notwendige Anschauungsform, die uns die unsrer Fassungskraft fort und fort sich entziehenden Objekte dadurch näher bringt, daß sie sie bricht und zerbricht.

  • Wir sind gezwungen, doppelter Sprache zu pflegen, einer für das Buch, einer anderen im Leben.

  • Wer seine Sprache nicht achtet und liebt, kann auch sein Volk nicht achten und lieben.

  • Wer zwei Sprachen kennt, ist zwei Männer.

  • Das Wort reißt Klüfte auf, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Sprache ist in unsere termini zerklüftete Wirklichkeit.

  • Die Menschen haben, wie es scheint, die Sprache nicht empfangen, um die Gedanken zu verbergen, sondern um zu verbergen, daß sie keine Gedanken haben.

  • Zum Befehlen oder Gebieten brauche ich gern die deutsche, im Frauenzimmer gern die französische, im Rat die italienische Sprache.

  • O süße Stimme! Vielwillkommner Ton / der Muttersprach' in einem fremden Lande!

  • Unsere Wärterinnen, die unsere Zunge bilden, sind unsere ersten Lehrer der Logik.

  • Mit dem Zauberstab des Wortes bildet der Mensch aus der Formlosigkeit und Bewegtheit der Welt die ordnenden Gestalten der Begriffe.

  • Es gibt Momente, wo ich finde, daß die Sprache noch gar nichts ist.

  • Die alten Sprachen sind die Scheiden, / darin das Messer des Geistes steckt.

  • Sprachkunde, lieber Sohn, ist Grundlag' allem Wissen; / derselben sei zuerst und sei zuletzt beflissen!

  • Nichts eigentlich redet der Mensch, sondern in ihm redet die menschliche Natur und verkündigt sich andern seinesgleichen.

  • Wenn man viel selbst denkt, so findet man viel Weisheit in die Sprache eingetragen.

  • Latein hat keinen Sitz noch Land wie andre Zungen, / ihm ist die Bürgerschaft durch alle Welt gelungen.

  • Jede Mitteilung geistiger Inhalte ist Sprache.

  • O teurer Laut, o Glück, nach langer Zeit / auch nur zu hören eines Landsmanns Rede!

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