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Sterben Zitate

92 Zitate, Sprüche & Aphorismen über Sterben

  • Nun, o Unsterblichkeit, bist du ganz mein! Du strahlst mir durch die Binde meiner Augen mit Glanz der tausendfachen Sonne zu! Es wachsen Flügel mir an beiden Schultern, durch stille Aetherräume schwingt mein Geist; und wie ein Schiff, vom Hauch des Winds entführt, die muntre Hafenstadt versinken sieht, so geht mir dämmernd alles Leben unter: Jetzt unterscheid' ich Farben noch und Formen, und jetzt liegt Nebel alles unter mir. Ach, wie die Nachtviole lieblich duftet!

  • Seht ihr den Regenbogen in der Luft? Der Himmel öffnet seine goldnen Tore, im Chor der Engel steht sie glänzend da, sie hält den ew'gen Sohn an ihrer Brust, die Arme streckt sie lächelnd mir entgegen. Wie wird mir? Leichte Wolken heben mich - der schwere Panzer wird zum Flügelkleie. Hinauf - hinauf - Die Erde flieht zurück. Kurz ist der Schmerz, und ewig ist die Freude.

  • Aber sterben! Gehn, wer weiß wohin, daliegen, kalt und regungslos, und faulen! Dies lebenswarme fühlende Bewegen verschrumpft zum Kloß! Und der entzückte Geist getaucht in Feuerfluten oder schaudernd umstarrt von Wüsten ewiger Eisesmassen! Gekerkert sein in unsichtbare Stürme und mit rastloser Wut gejagt rings um die schwebende Erde! Oder Schlimmeres werden, als selbst das Schlimmste, was Fantasie wild schwärmend, zügellos, heulend erfindet: Das ist zu entsetzlich! Das schwerste,...

  • Niemand weiß, was der Tod ist, ob er nicht für den Menschen das größte ist unter allen Gütern. Sie fürchten ihn aber, als wüßten sie gewiß, daß er das größte Übel ist.

  • Mit jedem Menschen verschwindet, er sei auch, wer er sei, ein Geheimnis aus der Welt, das vermöge seiner besonderen Konstruktion nur er entdecken konnte, das nach ihm niemand wieder entdecken wird.

  • Der Tod ist kein Abschnitt des Daseins, sondern nur ein Zwischenereignis, ein Übergang aus einer Form des endlichen Wesens in eine andere.

  • Der Tod ist nichts Schreckliches. Nur die fürchterliche Vorstellung vom Tode macht ihn furchtbar.

  • Du kamst, du gingst mit leiser Spur, ein flüchtger Gast im Erdenland. Woher? Wohin? Wir wissen nur: Aus Gottes Hand in Gottes Hand.

  • Wir sind Bettler, das ist wahr.

  • Über Gold und Silber gibt es keine Verwandte.

  • Laßt den Vorhang herunter; die Farce ist zuende.

  • Wer jung die Erde verlassen, wandelt auch ewig jung im Reiche Persephoneias, ewig jung erscheint er den Künftigen.

  • Jetzt ist es Zeit, daß wir von hinnen gehen, ich um zu sterben, ihr um zu leben. Wer von uns aber einem besseren Lose entgegengeht, daß weiß niemand als der Gott.

  • Ich habe nichts dagegen zu sterben. Ich will nur nicht dabei sein, wenn's passiert.

  • Es gibt keinen Teufel und keine Hölle. Deine Seele wird noch schneller tot sein als dein Leib. Fürchte nun nichts mehr!

  • Der Feige stirbt schon vielmal, eh er stirbt. Die Tapfern kosten einmal nur den Tod.

  • Vor dem Sterben ist es gut, wenn der Mensch alleine ist.

  • Es geht gut. Der Berg ist überschritten.

  • Ist der Tod nur ein Schlaf, wie kann Dich das Sterben erschrecken? Hast Du es je noch gespürt, wenn Du des Abends entschliefst?

  • Wir sollten das Leben verlassen wie ein Bankett: Weder durstig noch betrunken.

  • Wer an die Liebe der Erben glaubt, dem ist wohl aller Witz geraubt.

  • Licht, wie es mit der Finsternis die Farbe wirkt, ist ein schönes Symbol der Seele, welche mit der Materie den Körper bildend belebt. So wie der Purpurglanz der Abendwolke schwindet und das Grau des Stoffes zurückbleibt, so ist das Sterben des Menschen. Es ist ein Entweichen, ein Erblassen des Seelenlichts, das aus dem Stoffe weicht.

  • Der Strom trug das ins Wasser gestreute Laub der Bäume fort. Ich dachte an alte Leute, die auswandern ohne ein Klagewort.

  • Der Geschmack des Todes ist auf meiner Zunge. Ich fühle etwas, das nicht von dieser Welt ist.

  • Ein schönes Sterben ehrt das ganze Leben.

  • Der Mensch tritt in die Welt mit geschlossenen Händen, als wolle er andeuten: Die ganze Welt ist mein; ich nehme sie in Besitz. Wenn er von der Welt scheidet, sind seine Hände ausgestreckt, als wolle er sagen: Ich habe von der Welt nichts mitgenommen; siehe, alles ist Dein.

  • Endlich bleibt nicht ewig aus, endlich wird der Trost erscheinen, endlich grünt der Hoffnungsstrauß, endlich hört man auf zu weinen, endlich bricht der Tränenkrug, endlich spricht der Tod: Genug!

  • Wann ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir! Wann ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür! Wann mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Ängsten kraft deiner Angst und Pein!

  • Sie haben manches von mir gelernt; jetzt sollen sie auch noch lernen, wie man in Ruhe stirbt.

  • Der Mensch ist an drei Proben zu erkennen. Erstlich: Erzürne ihn! Zweitens: Berausche ihn! Drittens: Teil mit ihm ein Erbe! Wenn er in der letzten Probe nicht mankiert, so ist er probat.

  • Auf eine Weise werden wir geboren, auf tausendfache sterben wir.

  • Wenn aus dem innerst tiefsten Grunde du ganz erschüttert alles fühlst, was Freud und Schmerzen jemals dir ergossen, im Sturm dein Herz erschwillt, in Tränen sich erleichtern will und seine Glut vermehrt und alles klingt an dir und bebt und zittert und all die Sinne dir vergehn und du dir zu vergehen scheinst und sinkst und alles um dich her versinkt in Nacht und du in inner eigenem Gefühle umfassest eine Welt, dann stirbt der Mensch.

  • O Tod, wie wohl tust du dem Dürftigen!

  • Es ist hart zu leben; aber härter ist es noch zu sterben.

  • Wer eine alte Tante zu beerben gedenkt, der mache ja keine Satiren auf Frauenzimmer über fünfzig, aber desto derbere auf alle unter vierzig.

  • Wäre der Tod nicht, es würde keiner das Leben schätzen. Man hätte vielleicht nicht einmal einen Namen dafür.

  • O, sagt man doch, daß Zungen Sterbender wie tiefe Harmonie Gehör erzwingen. Wo Worte selten, halben sie Gewicht: Denn Wahrheit atmet, wer schwer atmend spricht. Nicht der, aus welchem Lust und Jugend schwätzt, der wird gehört, der bald nun schweigen muß. Beachtet wird das Leben mehr zuletzt: Der Sonne Scheiden und Musik am Schluß bleibt wie der letzte Schmack von Süßigkeiten mehr im Gedächtnis als die frühern Zeiten.

  • Wer nicht gewacht hat, kann nicht schlafen. Wer nicht gelebt hat, kann nicht sterben.

  • Einem ehrlichen Manne, der es sich in der Welt hat sauer werden lassen, ist die Vorstellung des Grabes nicht so marternd als die Vorstellung eines lachenden Erben.

  • Der Tod zahlt alle Schulden.

  • Man soll vom Leben scheiden, wie Odysseus von Nausikaa schied: Mehr segnend als verliebt.

  • Die Menschen fürchten den Tod, wie Kinder sich fürchten, im Dunkeln zu gehen.

  • Nicht der Tod, sondern das Sterben beunruhigt mich.

  • Der lebte gewiß schlecht, der nicht gut zu sterben weiß.

  • Ich stehe schon dort, wo die Menschen wahrsagen: Wenn sie im Begriffe sind zu sterben.

  • Mit jedem Menschen sterben auch die Toten, die nur in ihm noch gelebt hatten.

  • Man sagt, er stirbt bald, wenn einer etwas gegen seine Art und Weise tut.

  • Nichts stand in seinem Leben ihm so gut, als wie er es verlassen hat. Er starb wie einer, der sich auf den Tod geübt, und warf das Liebste, was er hatte, von sich, als wär's unnützer Tand.

  • Ich kann mir vorstellen, daß ein Mensch, der von einer Kanonenkugel tödlich getroffen wird, in einem sekundenlangen Beben seines Gehirns sein ganzes Leben in einem Punkt sieht und fühlt.

  • Man löst sich nicht allmählich von dem Leben! Mit einem Mal, schnell, augenblicklich muß der Tausch geschehen zwischen Zeitlichem und Ewigem.

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