Sterben Zitate

92 Zitate, Sprüche & Aphorismen über Sterben
  • Nun, o Unsterblichkeit, bist du ganz mein! Du strahlst mir durch die Binde meiner Augen mit Glanz der tausendfachen Sonne zu! Es wachsen Flügel mir an beiden Schultern, durch stille Aetherräume schwingt mein Geist; und wie ein Schiff, vom Hauch des Winds entführt, die muntre Hafenstadt versinken sieht, so geht mir dämmernd alles Leben unter: Jetzt unterscheid' ich Farben noch und Formen, und jetzt liegt Nebel alles unter mir. Ach, wie die Nachtviole lieblich duftet! - Heinrich von Kleist
  • Seht ihr den Regenbogen in der Luft? Der Himmel öffnet seine goldnen Tore, im Chor der Engel steht sie glänzend da, sie hält den ew'gen Sohn an ihrer Brust, die Arme streckt sie lächelnd mir entgegen. Wie wird mir? Leichte Wolken heben mich - der schwere Panzer wird zum Flügelkleie. Hinauf - hinauf - Die Erde flieht zurück. Kurz ist der Schmerz, und ewig ist die Freude. - Friedrich von Schiller
  • Aber sterben! Gehn, wer weiß wohin, daliegen, kalt und regungslos, und faulen! Dies lebenswarme fühlende Bewegen verschrumpft zum Kloß! Und der entzückte Geist getaucht in Feuerfluten oder schaudernd umstarrt von Wüsten ewiger Eisesmassen! Gekerkert sein in unsichtbare Stürme und mit rastloser Wut gejagt rings um die schwebende Erde! Oder Schlimmeres werden, als selbst das Schlimmste, was Fantasie wild schwärmend, zügellos, heulend erfindet: Das ist zu entsetzlich! Das schwerste, jammervollste... - William Shakespeare
  • Niemand weiß, was der Tod ist, ob er nicht für den Menschen das größte ist unter allen Gütern. Sie fürchten ihn aber, als wüßten sie gewiß, daß er das größte Übel ist. - Platon
  • Mit jedem Menschen verschwindet, er sei auch, wer er sei, ein Geheimnis aus der Welt, das vermöge seiner besonderen Konstruktion nur er entdecken konnte, das nach ihm niemand wieder entdecken wird. - Christian Friedrich Hebbel
  • Der Tod ist kein Abschnitt des Daseins, sondern nur ein Zwischenereignis, ein Übergang aus einer Form des endlichen Wesens in eine andere. - Wilhelm von Humboldt
  • Der Tod ist nichts Schreckliches. Nur die fürchterliche Vorstellung vom Tode macht ihn furchtbar. - Epiktet
  • Du kamst, du gingst mit leiser Spur, ein flüchtger Gast im Erdenland. Woher? Wohin? Wir wissen nur: Aus Gottes Hand in Gottes Hand. - Ludwig Uhland
  • Wir sind Bettler, das ist wahr. - Martin Luther
  • Über Gold und Silber gibt es keine Verwandte. - Sprichwort
  • Laßt den Vorhang herunter; die Farce ist zuende. - François Rabelais
  • Wer jung die Erde verlassen, wandelt auch ewig jung im Reiche Persephoneias, ewig jung erscheint er den Künftigen. - Johann Wolfgang von Goethe
  • Jetzt ist es Zeit, daß wir von hinnen gehen, ich um zu sterben, ihr um zu leben. Wer von uns aber einem besseren Lose entgegengeht, daß weiß niemand als der Gott. - Platon
  • Ich habe nichts dagegen zu sterben. Ich will nur nicht dabei sein, wenn's passiert. - Woody Allen
  • Es gibt keinen Teufel und keine Hölle. Deine Seele wird noch schneller tot sein als dein Leib. Fürchte nun nichts mehr! - Friedrich Wilhelm Nietzsche
  • Der Feige stirbt schon vielmal, eh er stirbt. Die Tapfern kosten einmal nur den Tod. - William Shakespeare
  • Vor dem Sterben ist es gut, wenn der Mensch alleine ist. - Reinhold Messner
  • Es geht gut. Der Berg ist überschritten. - Friedrich II. der Große
  • Ist der Tod nur ein Schlaf, wie kann Dich das Sterben erschrecken? Hast Du es je noch gespürt, wenn Du des Abends entschliefst? - Christian Friedrich Hebbel
  • Wir sollten das Leben verlassen wie ein Bankett: Weder durstig noch betrunken. - Aristoteles
  • Wer an die Liebe der Erben glaubt, dem ist wohl aller Witz geraubt. - Sprichwort
  • Licht, wie es mit der Finsternis die Farbe wirkt, ist ein schönes Symbol der Seele, welche mit der Materie den Körper bildend belebt. So wie der Purpurglanz der Abendwolke schwindet und das Grau des Stoffes zurückbleibt, so ist das Sterben des Menschen. Es ist ein Entweichen, ein Erblassen des Seelenlichts, das aus dem Stoffe weicht. - Johann Wolfgang von Goethe
  • Der Strom trug das ins Wasser gestreute Laub der Bäume fort. Ich dachte an alte Leute, die auswandern ohne ein Klagewort. - Joachim Ringelnatz
  • Der Geschmack des Todes ist auf meiner Zunge. Ich fühle etwas, das nicht von dieser Welt ist. - Wolfgang Amadeus Mozart
  • Ein schönes Sterben ehrt das ganze Leben. - Francesco Petrarca
  • Der Mensch tritt in die Welt mit geschlossenen Händen, als wolle er andeuten: Die ganze Welt ist mein; ich nehme sie in Besitz. Wenn er von der Welt scheidet, sind seine Hände ausgestreckt, als wolle er sagen: Ich habe von der Welt nichts mitgenommen; siehe, alles ist Dein. - Jüdische Weisheit
  • Endlich bleibt nicht ewig aus, endlich wird der Trost erscheinen, endlich grünt der Hoffnungsstrauß, endlich hört man auf zu weinen, endlich bricht der Tränenkrug, endlich spricht der Tod: Genug! - Johann Christian Günther
  • Wann ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir! Wann ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür! Wann mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Ängsten kraft deiner Angst und Pein! - Paul Gerhardt
  • Sie haben manches von mir gelernt; jetzt sollen sie auch noch lernen, wie man in Ruhe stirbt. - Gephard Leberecht von Blücher, Fürst Blücher von Wahlstatt
  • Der Mensch ist an drei Proben zu erkennen. Erstlich: Erzürne ihn! Zweitens: Berausche ihn! Drittens: Teil mit ihm ein Erbe! Wenn er in der letzten Probe nicht mankiert, so ist er probat. - Johann Peter Hebel
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Portrait Christa Schyboll
Christa Schyboll