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Geist Zitate

83 Zitate, Sprüche & Aphorismen über Geist

  • Als oberste Regel der Hygiene des Geistes würde ich den Satz aufstellen: Habe nie zweimal denselben Gedanken.

  • Geburt und Geist geben dem, der sie einmal besitzt, ein Gepräge, das sich durch kein Inkognito verbergen läßt. Es sind Gewalten wie die Schönheit, denen man nicht nahekommen kann, ohne zu empfinden, daß sie höherer Art sind.

  • Der Mensch bringt die Wüste zum Blühen. Die einzige Wüste, die ihm noch Widerstand leistet, befindet sich in seinem Kopf.

  • Das Geistreiche ist der Wahrheit sehr nahe.

  • Der Geist bewegt die Materie.

  • Das französische "esprit" kommt dem nahe, was wir Deutschen "Witz" nennen. Unser "Geist" würden die Franzosen vielleicht durch "esprit und âme" ausdrücken. Es liegt darin zugleich der Begriff von Produktivität, welchen das französische "esprit" nicht hat.

  • Zuviel Geist haben, heißt nicht genug davon haben.

  • Es ist keine Kunst, geistreich zu sein, wenn man vor nichts Respekt hat.

  • Ich habe die feste Überzeugung, daß unser Geist ein Wesen ist, ganz unzerstörbarer Natur. Es ist ein fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Es ist der Sonne ähnlich, die bloß unsern irdischen Augen unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht, sondern unaufhörlich fortleuchtet.

  • Nur die ganz Stumpfsinnigen sind schon beim Frühstück geistreich.

  • Es gibt keinen zuverlässigeren Beweis von Geistesgröße, als wenn man sich durch nichts, was begegnen kann, in Aufruhr bringen läßt.

  • Die Synthese von Seele und Leib heißt Person. Die Person verhält sich zum Geist wie der Körper zur Seele. Sie zerfällt auch einst und geht in veredelter Gestalt wieder hervor.

  • Schöngeister sind wie Rosen: Einzeln machen sie Freude; in großer Zahl werden sie lästig.

  • Ein Beamter am Hofe des Fürsten Huan von Tsi hatte einen Kropf, der groß war wie ein Topf. Der Fürst aber liebte und schätzte den rechtschaffenen und gelehrten Mann so sehr, daß ihm schließlich die normal großen Hälse der anderen Menschen zu dünn schienen. / Geistige Größe kann alle körperlichen Gebrechen unsichtbar machen.

  • Solange es menschliche Gesellschaften gibt, haben sie ihren gefährlichsten Feind im Geist gesehen. Sie haben ihn eingeschränkt, gebunden zu Religionen. Sie sind, sobald er sich freimachte, in Scharen, in Legionen, in Katarakten von Körpern über ihn hergefallen, wie die Heere des Xerxes über Griechenland.

  • Dem gewöhnlichen Menschen ist sein Erkenntnisvermögen nichts andres als die Laterne, die seinen Weg erleuchtet. Dem genialen ist es die Sonne, welche die Welt offenbar macht.

  • Ich verstehe aber unter Geist die Kraft der Seele, welche denkt und Vorstellungen bildet.

  • Das Gehirn des zivilisierten Menschen ist ein Museum einander widersprechender Wahrheiten.

  • Die Menschen sind tausendmal mehr bemüht, sich Reichtum als Geistesbildung zu erwerben, während doch ganz gewiß, was man ist, viel mehr zu unserem Glücke beiträgt, als was man hat.

  • Geistreich sein heißt, sich leicht verständlich zu machen, ohne deutlich zu werden.

  • Der Mann hatte soviel Verstand, daß er fast zu nichts mehr in der Welt zu gebrauchen war.

  • Alles Vergnügen des Geistes, alle seine Freude beruht darauf, daß er, wenn er sich mit anderen vergleicht, Gelegenheit habe, über sich selbst recht hoch zu denken.

  • Geist ist die Jugend des Alters.

  • Geist ist nicht eine späte Blüte am Baume Mensch, sondern er ist das, was den Menschen als solchen konstituiert.

  • Der Grad von Geist, der nötig ist, um uns zu gefallen, ist ein ganz genaues Maß des Grades von Geist, den wir haben.

  • Geist macht Frauen alt.

  • Ich verstehe unter Geist, wie man sieht, die Vorsicht, die Geduld, die List, die Verstellung, die große Selbstbeherrschung und alles, was Mimikry ist.

  • Der Geist des Mannes ist sonnenlichter Tag. Der Geist des Weibes gleicht mondheller Nacht, und der trübste Tag ist heller als die hellste Nacht. Aber der Tag verdunkelt die Sterne und macht das Leben irdisch, und die Nacht ruft alle Welten hervor und macht das Leben himmlisch. Der Tag bringt Glut und Dürre und Haß. Die Nacht aber bringt Milde, Tau und Liebe.

  • Man gefällt durch den Geist, den man zu kosten gibt, aber man wird gefürchtet um des Geistes willen, den man verschluckt.

  • Wenn man annehmen darf, daß die Wesen, insofern sie körperlich sind, nach dem Zentrum, insofern sie geistig sind, nach der Peripherie streben, so gehört unsere Freundin zu den geistigsten.

  • Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man sollte ihm nur Nahrung zumuten, die er verdauen kann.

  • Geistreich ist nur, was nicht ganz ernst gemeint ist.

  • Der Leib soll sein ein Knecht der Seele, die Seele eine Dienerin des Geistes und der Geist ein Anstarren Gottes.

  • Geistreiche Menschen sind meistens arm an Gemüt.

  • Leiden ist ungefähr das einzige zuverlässige Sprengmittel für den Schlaf des Geistes.

  • Gelehrsamkeit entspricht dem Gedächtnis, Fähigkeit und Geschicklichkeit entsprechen dem Geist.

  • Schließ mich, so streng du willst, in tausend Eisen ein, / ich werde doch ganz frei und ungefesselt sein.

  • Ein geistreicher Mensch ist jemand, der viele Pointen kennt, aber vergessen hat, von wem sie sind.

  • Vierzig kluge Menschen kommen auf einen Mann von Geist. Wer nichts als Gold im Beutel führt, ist täglichen Verlusten ausgesetzt aus Mangel an Kleingeld.

  • Der Geist ist die Kraft, jedes Zeitliche Ideal aufzufassen.

  • Es ist kein großer Vorteil, einen lebhaften Geist zu haben, wenn er nicht auch richtig ist: Die Vollkommenheit einer Uhr beruht nicht auf ihrem raschen, sondern auf ihrem richtigen Gang.

  • Ein geistreicher Mann ist nur etwas wert, wenn er Charakter hat.

  • Man verfälscht seinen Geist, sein Gewissen, seine Vernunft, wie man sich den Magen verdirbt.

  • Es gibt keinen wahren und echten Geist als jenen, der seine Quelle im Herzen hat.

  • Ein Säugling ist der Geist, Natur ist seine Amme. / Sie nährt ihn, bis er fühlt, daß er von ihr nicht stamme.

  • Der Geist hat die Aufgabe, die Macht zu zersetzen. Ich würde ihm die Parole geben: Libera et divide!

  • Es gibt Leute, die so in ihren Geist verliebt sind, daß sie darüber den Verstand verlieren.

  • Nur die größten Geister sehen das Naheliegende, das ist ihr Privileg.

  • Geist ist demselben Gesetz unterworfen wie der Körper: Beide können sich nur durch beständige Nahrung erhalten.

  • Wo sich im Verstand nicht Spiel und Disziplin in der richtigen Mischung treffen, wird sich auch kein genialer Gedanke entwickeln.

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