Anzeige

Zitate mit "poesie"

89 Fundstellen

  • Die Sonne der Philosophie kann auch versengen, der Mond der Poesie niemals.

  • Wer die Poesie nicht überall und immer findet, findet sie nirgend und nie.

  • Der Goldmine der Philosophie arbeitet die Demantinine der Poesie entgegen.

  • Philosophie ist der Kopf, Poesie das Herz der Welt.

  • Zur Philosophie verhält sich die Poesie, wie die Erfahrung sich zur empirischen Wissenschaft verhält.

  • Die Poesie ist der Schmetterling auf der Blume der Welt.

  • Es gibt nur drei echte Naturformen der Poesie: die klar erzählende, die enthusiastisch aufgeregte und die persönlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama. Diese drei Dichtweisen können zusammen oder abgesondert wirken.

  • Ungelogenne Begeisterung ist die tiefste Lebenspoesie, die unmittelbarste, reellste Glückseligkeit, die es gibt.

  • Die Bibel ist für die Religion, was die Ilias für die Poesie ist.

  • Die Frömmigkeit ist dem Herzen, was die Poesie für die Einbildungskraft, was eine schöne Metaphysik für den Geist ist. Sie nimmt unser ganzes Gefühlleben in Anspruch.

  • Ein großer Dichter, ein wirklich großer Dichter, ist das unpoetischste aller Geschöpfe. Geringere Dichter dagegen sind absolut faszinierend. Je schlechter ihre Gedichte sind, um so malerischer sehen sie aus. Die bloße Tatsache, ein Buch mit zweitklassigen Sonetten veröffentlicht zu haben, macht einen Mann ganz unwiderstehlich. Er lebt die Poesie, die er nicht schreiben kann. Die anderen schreiben die Poesie, die sie nicht zu verwirklichen wagen.

  • Sich durch Poesie ruiniert zu haben ist eine Ehre.

  • Religion ist die Poesie des Herzens; sie bezaubert unsere Sitten auf eine nützliche Weise; sie gibt uns Glück und Tugend.

  • Ihr gelaugt durch die Poesie zur Wahrheit, ich durch die Wahrheit zur Poesie.

  • Die Wirklichkeit offenbart sich nur, wenn sie vom Strahl der Poesie erhellt wird. Alles um uns ist Schlaf.

  • Die Metaphysik ist eine Art Poesie, die Andacht ist ihre Ode.

  • Schmerz um die Wunden, die uns die Welt schlug, wird Philosophie, Schmerz um die Wunden, die wir uns selbst schlugen, Poesie.

  • Der reine Geist bildet sich einen reinen Leib im Wort, das ist die Schönheit der Poesie.

  • Die Philosophie bemüht sich immer und ewig um das Absolute, und das ist doch eigentlich die Aufgabe der Poesie.

  • Freilich ist die Poesie nicht fürs Auge gemacht.

  • Ist es die Bestimmung des Autors, die Poesie und die Philosophie unter den Menschen zu verbreiten und fürs Leben und aus dem Leben zu bilden: so ist Popularität seine erste Pflicht und sein höchstes Ziel.

  • Poesie und Weisheit beginnen, glaube ich, dort, wo man darauf verzichtet, sie schriftlich festzuhalten.

  • Das ist ja die Poesie: was darein gelegt wird. Für den Montblanc genügt ein Farbendruck, und seit gar bunt photographiert wird, hat das eigene Auge nichts mehr zu suchen beim Allzugroßen. Aber Corot malt zwischen zwei Bäumen am Weiher die ganze Welt.

  • Die Frau, die man mit Poesie gewann, Ist nur ein Tisch, worauf man schreiben kann.

  • Der Aberglaube ist die Poesie des Lebens, beide erfinden eingebildete Wesen, und zwischen dem Wirklichen, Handgreiflichen ahnen sie die seltsamsten Beziehungen; Sympathie und Antipathie waltet hin und her.

  • Die Welt mit den Gesetzen der Empfindung in Übereinstimmung zu bringen, das ist die Aufgabe der Poesie, oder vielmehr der Kunst im allgemeinen.

  • So wie keine Blume ohne Farbe gedacht werden kann, so ist kein Mensch ohne Poesie.

  • Die Darstellung unserer Empfindung in und mittels der Natur ist die Poesie oder vielmehr die Kunst im allgemeinen.

  • Die Poesie ist wie der Lichtnebel im Schwert des Orions. Ein ungeheures Lichtmeer läßt dort den Mittelpunkt des Sonnensystems ahnen, aber beweisen kann man nichts.

  • Poesie ist die Verkörperung des Geistes, die Vergeistigung des Körpers, die Empfindung des Verstandes und das Denken des Gefühls.

  • Religion ist reine Sache des Gemüts und der Phantasie wie die Poesie, und man zerstört das Wesen beider, wenn man sie unter Vernunftregeln bringen will.

  • So, wie die Poesie manchmal philosophischer ist als selbst die Philosophie, so ist die Metaphysik von Natur aus poetischer als selbst die Poesie.

  • In der Poesie ist die vernichtende Kritik nicht so schädlich. Wolf hat den Homer zerstört, doch dem Gedicht hat er nichts anhaben können; denn dieses Gedicht hat die Wunderkraft wie die Helden Walhallas, die sich des Morgens in Stücke hauen und mittags sich wieder mit heilen Gliedern zu Tisch setzen.

  • Durch Vernünfteln wird Poesie vertrieben, aber sie mag das Vernünftige lieben.

  • Gedichte geben keine Antworten, sie rufen weitere und neue Fragen hervor. Solch ein Fragen ad ifinitum ist ein ewiger Beweggrund der Poesie.

  • Die Poesie der Deutschen hat alle die Fehler, die daraus hervorgehen, daß sie gegen den natürlichen Entwicklungsgang erst nach der Wissenschaft entstanden ist. Lauter Sinn, lauter Sinn!

  • Echte Poesie wird von selbst zugleich philosophisch, moralisch und religiös sein.

  • Man schreibt im Angesichte der Poesie gute Prosa; denn diese ist ein ununterbrochener artiger Krieg mit der Poesie.

  • Man könnte die klassische und romantische Poesie auch als die männliche und weibliche (weibische?) bezeichnen.

  • Man will Wahrheit, man will Wirklichkeit und verdirbt dadurch die Poesie.

  • Meine Poesien sind gleichsam Häutungen vorübergehender und vorübergegangener Zustände. Aus solchen Bälgen machen sich die Leute nun Schuhe, Kleider und so weiter und tragen sie ab.

  • Der Geist der Poesie ist zusammengesetzt aus dem Tiefsinn des Philosophen und der Freude des Kindes an bunten Bildern.

  • Die Poesie und die Theologie sind eben beide Phantasie, nur die eine erfindet ihre Gestalten, die andre spielt mit den vorhandenen alten.

  • Einer Gesellschaft von Freunden harmonische Stimmung zu geben und manches aufzuregen. was bei den Zusammenkünften der besten Menschen oft nur stockt, sollte von Rechts wegen die beste Wirkung der Poesie sein.

  • Es ist die tiefste und herrlichste Wirkung der musischen Künste und vor allem der Poesie, daß sie die Schranken der bürgerlichen Gemeinden aufheben und aus den Stämmen ein Volk, aus den Völkern eine Welt erschaffen.

  • Du nennst mich Dichter? Ich verdien' es nicht. Ein andrer sitzt, ich fühl's, und schreibt mein Leben, und soll die Poesie den Namen geben: Statt Dichter fühl' ich höchstens mich Gedicht.

  • Es ließe sich sehr gut durchführen, daß der Poesie die natürliche Ansicht der Dinge zu Grunde liege, der Prosa aber die gesellschaftliche. Die Poesie würdigt Personen und Zustände nach ihrer Übereinstimmung mit sich selbst oder der ihnen zu Grunde liegenden Idee, die Prosa nach ihrem Zusammenhang mit dem Ganzen.

  • In der Poesie lassen sich gewisse Dinge nicht zwingen, und man muß von guten Stunden erwarten, was durch geistigen Willen nicht zu erreichen ist.

  • Musik ist die höhere Potenz der Poesie.

  • Poesie ist gewiß mehr als gesunder Menschenverstand, aber sie muß auf jeden Fall auch gesunder Menschenverstand sein, so wie ein Palast auch mehr als ein Haus sein muß, aber schließlich auch ein Haus.

Anzeige