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20. Januar 2021

Kindergeburtstag in der Pandemie

Trotz Kontaktbeschränkung glückliche Kinderaugen. Von NN

Der Lockdown folgt dem Teil-Lockdown. Diesem folgt der verschärfte Lockdown und in den Gazetten wird angedeutet, dass die Maßnahmen bis ins Frühjahr Bestand haben könnten. Alle leiden unter den Kontaktbeschränkungen, welche aufgrund der Ansteckungsgefahr durch das Virus notwendig geworden sind. In außerordentlichem Maße trifft es die Kinder, besonders an ihrem Ehrentag. Inzwischen steht die Pandemie selbst vor ihrem ersten Geburtstag. Man darf gespannt sein, welche Sprüche zum Geburtstag den Medien dazu einfallen werden.

Aufklärung notwendig

Der Kindergeburtstag in der Corona-Zeit fällt nicht aus. Dieses Jahr fällt er nur anders aus. Mit etwas Kreativität, Überraschungen und einer Extraportion Liebe wird der Ehrentag des Sprösslings ebenso unvergesslich bleiben wie in normalen Zeiten. Vielleicht wird er sogar intensiver erlebt, der Erinnerungswert ist aber auf jeden Fall gegeben.

Kinder sind nämlich flexibler, als angenommen wird. Deshalb ist eine frühe Aufklärung wichtig, damit das Kind sich ernst genommen fühlt. Die meisten Kinder haben schon verinnerlicht, dass dieser Geburtstag alles andere als in herkömmlichen Bahnen ablaufen wird. Sie passen sich schnell an neue Gegebenheiten an. Für viele Kinder gehört das jetzige Leben mit all seinen Einschränkungen schon zum Alltag.

König(in) für einen Tag

Und so sind dieses Jahr nicht zwangsläufig die Gäste das Wichtigste. Es geht darum, den Nachwuchs spüren zu lassen, dass er etwas Besonderes ist. Es soll ein den Umständen entsprechender Tag werden und das Kind steht auch während der Pandemie im Mittelpunkt. Deshalb sollte das Geburtstagskind schon im Vorfeld mit in die Planung seines Ehrentags einbezogen werden. Dabei geht es nicht um die Frage des »Was wünschst du dir?«. Es dreht sich eher darum, dass das Kind das Motto vorgibt, bei der Auswahl des Geburtstagskuchens mitbestimmen darf oder den Film auswählt, der ohne Gäste für den Zeitvertreib sorgt. Oft ist es hilfreich, wenn das Kind an den Vorbereitungen für die Deko oder beim gemeinsamen Backen seine Fantasie ausleben kann.

Darum sollte die Planung frühzeitig beginnen, vor allem wenn die Familie und/oder wenigstens die engsten Freunde beteiligt sein sollen. In Zeiten der Kontaktbeschränkung wird das ohne Hilfe von Whatsapp, Zoom oder ähnlicher digitaler Kommunikationsprogramme nicht vonstattengehen können. Diese müssen vorher erprobt werden, damit sie am Tag funktionieren und die auch übermittelt werden können. Mehr auf spruchreif.info

Ein Versprechen, dass der »richtige« Geburtstag nachgefeiert werden kann, beruhigt viele Kinderherzen. Ratsam dabei ist, sich nicht auf ein festes Datum zu fixieren. Verlängert sich das Pandemiegeschehen, kann dies zu herben Enttäuschungen führen.

Geschenkideen in der Pandemie

Zwar sollte das Wunschgeschenk nicht an erster Stelle stehen. Trotzdem gehört es dazu und es macht dem Kind eine große Freude. In Zeiten der Pandemie sollte beachtet werden, dass es momentan längere Lieferzeiten gibt, wenn das Geschenk im Online-Shop bestellt wird.

Mit etwas Fantasie wird der Geschenkepart aufgepeppt. Es kann z.B. mit einem Foto-Memory mit den Köpfen der besten Freunde die Anwesenheit derselben simuliert werden. Denn darum geht es den Kleinen am Geburtstag ja mit am meisten, den Kontakt mit Freunden zu spüren. Oder im Garten wird eine Geschenke-Schnitzeljagd veranstaltet. Das Kind sucht seine Geschenke, indem es Rätsel löst oder gewisse Aufgaben bewältigt.

Passendes Rahmenprogramm erstellen

Kuchen essen, Filme schauen und Geschenke suchen füllt den Tag nicht aus. Deshalb ist ein unterhaltsames Rahmenprogramm hilfreich, um die Stimmung hochzuhalten. Das ist ein weites Feld und Bowling, Konzertbesuch oder Minigolf kann auch zuhause simuliert werden. Dann aber pompös mit Vorhang, Ansager und Applaus vom Band. Wenn es Geschwister gibt, kann eine Zaubershow oder ein Lied eingeübt werden.

Zwar sind Besuche verboten, aber deshalb können die engsten Freunde trotzdem ihr Geschenk an der Tür abgeben. Wenn der Freund dann klingelt, kann er doch direkt gratulieren, wenn auch aus der nötigen Distanz. Am vernünftigsten scheint jedoch ein realer Ausflug. Ausgangsverbot besteht ja nur des Nachts. An der frischen Luft lassen sich der Wunsch nach Abenteuer und die Befriedigung des Wissensdursts wohl am ehesten erleben, ohne das Stresslevel der Eltern zu überreizen.