Anzeige

07. Mai 2021

Das Ende der Fiat-Währung und ein neuer Reichtumstransfer

Geld regiert die Welt meint NN

Fiat-Währungen haben im letzten Jahrhundert stetig an Wert verloren und nähern sich nun einem Allzeittief, das auf die expansive Geldpolitik durch Zinssenkungen und Überdrucken der Geldmenge zurückzuführen ist. Steht das Ende der Fiat-Währung bevor? Und warum sind Mauss und Marx heute relevanter denn je?

2020 hat alles auf den Prüfstand gestellt

Die einseitige Antwort der Regierungen auf die aktuelle Weltlage ist, den Menschen und ihren Unternehmen Geld in unbegrenzter Menge per Helikopter zukommen zu lassen. Ihre Priorität ist es, die schuldengetriebene keynesianische Show am Laufen zu halten, und die politischen Entscheidungsträger gehen diese Aufgabe mit ungebührlichem Gusto an. Es gab Anzeichen dafür, dass der Kreditzyklus bereits am Abdrehen war und die Weltwirtschaft in ihre reguläre Periode der Finanz- und Wirtschaftskrise eintrat, noch bevor 2020 mit all seinen Feinheiten zuschlug. Zu denken, es sei nur eine Frage der Bewältigung der Pandemie, bevor man zur Normalität zurückkehrt, ist daher ein verbreiteter und fataler Fehler.

Fiat Währungen sorgen für Inflation

Bestimmte Faktoren, die das Fiatgeldsystem seit den 1970er Jahren zusammengehalten haben, werden allmählich schwächer. Mit dem Zusammenbruch des auf Gold basierenden globalen Währungssystems von Bretton Woods in den frühen 1970er Jahren wurden die nationalen Währungen von wertvollen Rohstoffen wie Gold abgekoppelt. Sein Ersatz, das Fiat-Geld, basierte auf wenig mehr als dem Vertrauen in die Fähigkeit der Regierung, seinen Wert zu erhalten. So wird beispielsweise ein Kredit online gegen die jeweilige Zahlungsfähigkeit eines Landes gewährt. Die Unabhängigkeit des Fiat-Geldes von jeder inhärenten Untermauerung führte jedoch das Problem der Inflation ein. Regierungen wurden frei, so viel oder so wenig Geld zu drucken, wie sie wollten, um auf wahrgenommene wirtschaftliche Bedürfnisse zu reagieren. Die Gesellschaft hat sich so sehr an die Vorstellung gewöhnt, dass die Preise immer steigen, dass man leicht vergisst, dass es vor der Befreiung des Fiat-Geldes von seiner Rohstoffunterstützung keine nennenswerte Inflation gab, abgesehen von seltenen Ereignissen, die zu Umwälzungen führten.

Schon Mauss und Marx wussten wie es steht

Dass diese Dynamiken keineswegs überraschend sind, ist nicht weiter verwunderlich. Denn schon Marcel Mauss und Karl Marx wussten in ihren jeweiligen Theorien über die Relevanz von Geld und dem Handel zu berichten, dass jedes bestehende Konzept eines Tages vom Thron gestoßen werden muss, um Platz zu machen für Nachfolgegenerationen. Hatte Mauss damals noch expliziert erläutert, wie Stämme mit selbsternannten wertvollen Produkten wie Muscheln und Halsketten Handel betrieben haben, war Marx eher daran interessiert, wie die Gemeinschaft im Allgemeinen auf eine Verteilung von Wertmitteln reagieren würde. Zugegeben, seine Hoffnung mit einer sozialen Umstrukturierung unter dem Deckmantel des Kommunismus für Gleichheit zu sorgen, war nicht von Erfolg gekrönt, aber der Gedanke, dass die Dinge dezentralisiert und nicht in den Händen einiger Weniger sein sollten, ist geblieben. Womit wir dann auch schon bei Krypto wären.

Ist Krypto die Antwort?

Viele in der Kryptowährungs-Community haben Jahre damit verbracht, vorherzusagen, dass digitale Währungen eines Tages den Platz von Fiat-Währungen einnehmen werden. Aber Mainstream-Ökonomen neigen dazu, Kryptowährungen mit mehr als nur ein bisschen Verachtung zu betrachten. Und während sich einige traditionelle Finanzinstitute für das Konzept der Blockchain-Technologie erwärmt haben (oder sogar für die Idee, in irgendeiner Form mit digitalen Währungen zusammenzuarbeiten), haben nur wenige angedeutet, dass sie Kryptowährungen auf Kosten des Fiat-Geldes vollständig übernehmen werden.