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09. Mai 2019

Finanzen im Haushalt

Mit Sparmaßnahmen in den Urlaub

In Zeiten drohender Negativzinsen macht Sparen langsam keinen Sinn mehr. Zumindest nicht, wenn es um Spareinlagen bei Banken geht. Wer Erspartes für materielle Ausgaben oder Reisen anhäufen will, muss seinen Haushalt konsequent auf Sparplan ausrichten.

Zinserträge werden von der Inflation geschluckt. Der Sparer bleibt auf der Strecke und muss sogar mit Wertverlusten rechnen. Festgeld, Tagesgeld, Sparbuch? Momentan sind das keine besonders attraktiven Optionen. Stattdessen scheint es sinnvoller, gespartes Geld direkt wieder auszugeben. Wenn möglich, natürlich für erforderliche Anschaffungen oder entspannte Stunden am Strand, nicht für Zinsen, die keine Bank mehr zahlen will beziehungsweise kann. Sparen ist nicht out, es erfolgt derzeit aber aus anderen Beweggründen. Geld vermehren, ist für viele nicht möglich, weil die Mittel für angemessene Anlageformen nicht reichen oder das mit ertragreicheren Alternativen verbundene Risiko zu hoch ist. Das gute alte Sparschwein, das nach bestimmter Zeit der Zurückhaltung mit leuchtenden Augen geschlachtet wird, um sich das Wohlverdiente zu gönnen, rückt wieder in den Fokus. Und wo soll es nun herkommen, das Ersparte? Am Anfang steht die Selbstkontrolle.

Konten überprüfen und Haushaltsbuch führen

Viele Haushalte klagen bereits Mitte des Monats über zu wenig Geld. Oft ist nicht der Arbeitgeber schuld, der mit Löhnen geizt, sondern die fehlende Kontrolle. Teilweise herrscht ein enormes Durcheinander auf Konten, sodass Transparenz schier unmöglich wird. Um bei Mehrpersonenhaushalten den Überblick über monatliche Kosten wie Miete, Telefon und Versicherungen zu behalten, lohnt sich das Einrichten eines gemeinschaftlichen Kontos. Durch entsprechende Daueraufträge lässt sich ein fixer Betrag vom persönlichen Einkommen abführen, um die wiederkehrenden Ausgaben zu decken. Im Idealfall wird ein Vergleich mehrerer Kreditinstitute durchgeführt, um das Angebot mit den besten Konditionen zu finden. Um beim Gemeinschaftskonto als Neukunde womöglich von einem Startguthaben zu profitieren, kann das Onlineportal Girokontovergleich als Informationsquelle herangezogen werden. Die Plattform hat die Leistung mehrerer Banken gegenübergestellt, bei Interesse geht es mit einem Klick direkt zum Anbieter.

Beim Führen eines Haushaltsbuchs sind zunächst folgende Schritte nötig:

  1. Überblick über monatliche Ausgaben und Einnahmen verschaffen!
  2. Fixe Ausgaben (z. B. Miete, Strom) notieren und addieren!
  3. Restbetrag steht für veränderliche Ausgaben, die nicht monatlich anfallen, zur Verfügung.

Wer keine Lust hat alle Positionen handschriftlich zu notieren, nutzt eine Applikation für Smartphones. Die Auswahl ist dahingehend groß und erleichtert das Verwalten von Einnahmen und Kosten ungemein. Zu den derzeit beliebtesten Apps zählen:

Beim Haushaltsbuch geht es jedoch nicht nur darum, Einnahmen und gängige Ausgaben zu kontrollieren, sondern auch diejenigen Kosten aufzudecken, die ansonsten im Getümmel der Belege untergehen. Kleinigkeiten wie das Eis beim Stadtbummel, der obligatorische Coffee-to-go oder der Lesestoff für die Bahnfahrt am Wochenende summieren sich schnell und werden unterschätzt. Hinzu kommen Anschaffungen, die nicht unbedingt sein müssten, aber mangels Überblick über die aktuelle Finanzlage dennoch zustande kommen. Das Festhalten, ob schriftlich oder via App, sensibilisiert und hilft beim Sparen.

Kosten senken, clever sparen

Zur Aufbesserung der Reisekasse oder Bilden von Rücklagen für Konsumgüter, sollten die monatlichen Fixkosten kritisch unter die Lupe genommen werden. Ob Umzug in eine kleinere Wohnung oder eine alternative Wohngegend mit günstigeren Mieten, Wechsel des Stromanbieters oder Kündigung unnötiger Versicherungen: Es gibt reichlich Möglichkeiten, um mehr Geld zum Sparen beiseitelegen zu können. Auch die Wahl preiswerterer Tarife bei Telefon, Internet und Mobilfunk sind eine Überlegung wert. Womöglich lassen sich öffentliche Verkehrsmittel nutzen, um günstiger zu Pendeln. Auch Kontoführungsgebühren müssen nicht sein.

Große Posten gehen von Strom- und Wasserverbrauch sowie Heizung aus. Haushalte, die dahingehend Sparmaßnahmen ergreifen, können mehrere hundert Euro im Jahr sparen. Während unter anderem Sparduschköpfe, Durchflussbegrenzer und der Verzicht auf Vollbäder die Wassermenge senken, reduzieren Master-Slave-Steckdosenleisten und energieeffiziente Haushaltsgeräte die Stromrechnung. Beim Heizen sind gut abgedichtete Türen und Fenster ein wichtiger Schritt in eine sparsame Richtung. Thermostate und Thermometer helfen beim Einhalten von Temperaturempfehlungen und Stoßlüften von rund fünf Minuten bei ausgeschalteten Heizkörpern dämmt den Verbrauch von Heizenergie merkbar ein.

Quelle: Bild von pixbay.com