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17. Oktober 2021

Wie macht glücklich sein auch andere glücklich?

Neulich bin ich auf dieses Zitat von Anne Frank gestoßen, und es hat mich zum Nachdenken gebracht: »Wer glücklich ist, macht auch andere glücklich«. Oberflächlich betrachtet macht es durchaus Sinn, aber ich wollte dieses Zitat etwas näher beleuchten. Warum vernachlässigen wir manchmal uns selbst, um andere glücklich zu machen? Wie sieht es überhaupt aus, wenn wir uns für uns selbst entscheiden? Wie kann das dazu führen, dass andere Menschen glücklich sind? Lassen Sie uns darüber reden.

Meine erste Aufgabe, wenn ich ein Thema angehe, ist es, herauszufinden, warum. Ich hatte schon immer die schlechte Angewohnheit, meine eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen, damit sich andere besser fühlen. Wenn ich darüber nachdenke und ein wenig recherchiere, gibt es einige Gründe, warum wir andere über uns selbst stellen.

Sie erinnern uns an eine frühere Version von uns selbst

Diese Erkenntnis habe ich vor kurzem bei mir selbst gewonnen, aber vielleicht trifft sie auch auf Sie zu. Die Menschen, die ich immer mir selbst vorgezogen habe, waren diejenigen, die mich daran erinnerten, wer ich als Kind war. Unsicher. Alleine. Verzweifelt, gerettet zu werden.

Wann immer ich diese Eigenschaften in meiner Umgebung sehe, verspüre ich den starken Drang, mich mit diesen Menschen zu verbinden. Ich möchte sie so "retten", wie ich es mir in meiner Kindheit gewünscht habe. Also lasse ich alles in meinem Leben fallen, um für sie da zu sein.

Sucht nach äußerer Bestätigung/Mangel an innerer Bestätigung

Bei diesem zweiten Punkt gibt es meiner Meinung nach zwei Teile. Erstens haben wir die Sucht nach äußerer Bestätigung. Ich will nicht lügen. Es fühlt sich auf jeden Fall gut an, wenn wir gelobt werden, weil wir anderen geholfen haben. Dieses »Danke« oder »Ich weiß es zu schätzen« wirkt wie eine Droge, die die Lustzentren unseres Gehirns angreift. Warum werden wir süchtig nach diesen äußeren Faktoren? Hier kommt der zweite Teil ins Spiel.

Die Sucht nach äußerer Bestätigung wird noch schlimmer, wenn wir keine eigene innere Bestätigung haben. Wir wissen nicht, wie wir uns selbst ein gutes Gefühl geben können, und so geben wir diese Macht an jemand anderen ab. Mit der Zeit erkennen wir, welche Folgen es hat, wenn wir uns selbst ständig vernachlässigen.

Nachdem wir uns nun mit den Gründen befasst haben, warum wir anderen den Vorzug vor uns selbst geben, wollen wir uns nun ansehen, wie es in verschiedenen Situationen tatsächlich aussieht, wenn wir uns selbst wählen.

Wie Glücklichsein andere glücklich macht

Die Neurowissenschaft (die Erforschung des Gehirns) hat in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht. Wissenschaftler haben ein so genanntes »Spiegelneuron« in unserem Gehirn entdeckt.

Sie fanden heraus, dass, wenn wir jemanden bei der Ausführung einer Aufgabe beobachten, dasselbe Muster der Gehirnaktivität, das es der Person ermöglicht, diese Aufgabe auszuführen, in unserem Gehirn gespiegelt wird. Was bedeutet das?

Einfach ausgedrückt: Wenn wir in sozialen Situationen glücklich sind, werden auch die Menschen um uns herum dazu neigen, glücklich zu sein. Aus diesem Grund ist Lachen in einer Gruppe von Freunden so ansteckend. Es ist eine wirklich spektakuläre Sache!

Wenn wir uns in einer besseren mentalen Verfassung befinden, sind wir auch eher in der Lage, den Menschen um uns herum aktiv zuzuhören. Ich habe festgestellt, dass ich, wenn meine geistige Gesundheit in eine Negativspirale gerät, mich mehr auf mich selbst konzentriere und versuche, die Dinge in meinem eigenen Leben über Wasser zu halten. Es ist von Person zu Person unterschiedlich, für Sie könnte es der Bitcoin-Handel über Crypto SuperStar sein.

Das hat zur Folge, dass ich mich weniger für die Menschen um mich herum interessiere und unbewusst ein schlechterer Freund werde. Als ich anfing, mich für mich selbst zu entscheiden und mit der Zeit glücklicher wurde, konnte ich mit den Menschen, die ich liebte, substanziellere und positivere Gespräche führen.

Sich selbst über andere zu stellen, ist eine extrem schwierige Aufgabe. Wir sind süchtig nach der äußeren Bestätigung, die uns andere geben, wenn wir ihnen helfen, oder wir wollen sie so retten, wie wir selbst gerne gerettet würden. So oder so, wenn wir uns selbst vernachlässigen, holt uns das irgendwann ein.

Deshalb ist es wichtig, dass wir lernen, uns selbst Vorrang einzuräumen

Letzten Endes glaube ich, dass Anne Frank einen sehr guten Standpunkt vertreten hat. Wer glücklich ist, macht auch andere glücklich. Wie denken Sie darüber? Haben Sie die schlechte Angewohnheit, anderen immer den Vorrang zu geben?