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29. April 2021

Globale Erderwärmung und Sport

Ist Sport für die Natur Mord, hinterfragt NN

Globale Erwärmung - bedeutet leider nicht, dass wir in Zukunft einfach alle wärmeres Wetter haben werden. Unser Klima ist von globalen Strukturen abhängig, die auch je nach Breitengrad für die typischen Jahreszeiten sorgen.

In Deutschland gab es jedes Jahr aufs Neue einen zuverlässigen Wechsel zwischen Frühling, Sommer, Herbst und Winter. In tropischen Ländern gab es genauso zuverlässig einen Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeit. Wenn sich der Planet erwärmt, verändern sich die Klimamuster und es kommt zu extremeren und unvorhersehbaren Wetterlagen auf der ganzen Welt - an manchen Orten wird es heißer, an anderen kälter sein. Einige feuchter, andere trockener. Bereits jetzt merken wir eine Verschiebung der Jahreszeiten in Deutschland und in tropischen Ländern ist der Wechsel zwischen Monsun und Trockenzeit nicht mehr so zuverlässig wie früher.

Die Leute wären möglicherweise in Zukunft darauf angewiesen sich an Tagen mit extremen Wetterlagen andere Beschäftigungen zu suchen. Dann könnte es bald heißen drinnen bleiben statt raus gehen und man unterhält sich stattdessen mit Videospielen, Online Casinos (z.B. vulkan vegas) und dem Smartphone anstatt durch die Berge zu ziehen.

Tatsache ist, dass sich der Planet im letzten Jahrhundert um durchschnittlich fast 1ºC erwärmt hat. Das mag nicht viel klingen, aber kleine Anstiege können große Probleme für die Menschen und die Tierwelt auf der Erde verursachen.

Ein Anstieg von nur 2ºC bedeutet:

  • Schwere Stürme und Überschwemmungen in einigen Ländern, Dürren in vielen weiteren.

  • Die Meere werden saurer, Korallen und Krill sterben, Nahrungsketten werden zerstört.

  • Kein arktisches Eis im Sommer - nicht nur eine schlechte Nachricht für Eisbären, es bedeutet auch, dass sich das globale Klima schneller erwärmt.

Wenn ein Phänomen Auswirkungen auf die ganze Welt hat, wundert es auch nicht, dass es auch beliebte Sportarten in Zukunft beeinflussen wird. Immerhin gibt es viele Outdoor Sportarten, die abhängig von der Natur und Wetterlage sind.

Welche Sportarten sind besonders betroffen?

Betroffen sind im Grunde alle Sportarten, die in Verbindung mit der Natur stehen. Natürlich fallen einem bei dem Thema globaler Erderwärmung und Sport Wintersportarten wie Ski, Snowboarden zuerst ein. Aber auch etwa eine Wanderung könnte bei extremen Wetterlagen wie länger anhaltenden Hitzewellen oder extremen Schneefällen in Zukunft an weniger Tagen im Jahr möglich sein. Natürlich gibt es Extrem Sportler, die extra dafür trainieren um auch mit niedrigen Witterungen zurecht zu kommen, dazu gehören aber nur die wenigsten.

Surfen

Es gibt gleich mehrere Gründe, warum zum Beispiel Surfer besonders unter der Globalen Erwärmung leiden werden. Das wundert allerdings nicht, denn Surfer verbringen nicht nur Stunden um Stunden in der Natur, sie sind auch schon immer von ihr abhängig. Wie groß und wie gut die Qualität der Wellen ist, hängt vollkommen von der Natur ab. Die folgenden Punkte könnten daher einen negativen Einfluss auf die Welt des Surfens haben.

  • Durch das Schmelzen der Polkappen steigt der Meeresspiegel um mehr als einen Meter. Das bedeutet, dass viele Orte, an denen heute gerne gesurft wird, in Zukunft keine Wellen mehr hervorbringen. Nur an wenigen Orten sorgt der Meeresuntergrund für die richtigen Bedingungen damit surfbare Wellen entstehen. Mit einem steigenden Meeresspiegel werden sich damit auch die Orte ändern, an denen gesurft werden kann. Ganz davon abgesehen, dass dadurch ganze Bevölkerungen zur Umsiedlung gezwungen werden.

  • Viele beliebte Surfspots liegen in tropischen Ländern. Dort kennt man Infektionskrankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber, Typhus und Hantavirus - die bereits jetzt jährlich Millionen von Menschen töten. Mit steigenden Temperaturen wird sich die Ausbreitung dieser Krankheiten nur verschlimmern. Außerdem fühlen sich die Überträger dieser Krankheiten durch ein wärmeres Klima auch an neuen Orten wie Deutschland wohl, wo sie zuvor wegen der kalten Winter nicht überleben konnten.

  • Aber auch das Wetter selbst kann Surfern genau wie jedem anderen Outdoor Sportler zur Gefahr werden. Die zunehmende Häufigkeit von Stürmen, Hurrikans, Überschwemmungen und Dürreperioden hat einen Effekt auf uns alle.

Wintersport

Den Effekt den eine wärmere Welt auf den Wintersport haben wird, dürfte wohl jedem auf der Hand liegen. Besonders in den gemäßigten Wetterlagen wie den Alpen können wir mit kürzeren und wärmeren Wintern rechnen. Das bedeutet die Tage an denen Wintersport Fans auf Pisten mit natürlichem Schnee den Hang heruntersausen können, werden immer seltener werden. Die Wahrheit ist, dass die schneebedeckten Alpen und die beliebten Skigebiete (Kitzbühel in Österreich, Garmisch-Partenkirchen in Deutschland und Cortina in Italien) bereits heute ihren Schnee verlieren. Tatsächlich werden die Winter in den Bergregionen Europas immer wärmer und kürzer. Das Ergebnis wird für die Wintersportindustrie katastrophal sein. Schon jetzt, so sagen Experten, sind einige der tiefer gelegenen Skigebiete - vor allem jene unterhalb der 1.000-Meter-Marke - gefährdet und können sich nicht mehr auf regelmäßigen Winterschneefall verlassen. Und ein viel zitierter Bericht der Vereinten Nationen deutet darauf hin, dass die Höhe, auf der man zuverlässig mit Schnee rechnen kann, in den nächsten Jahrzehnten auf bis zu 1.800 Meter ansteigen könnte. Alles keine guten Aussichten für begeisterte Wintersportler!

Wassersport auf Flüssen und Seen

Auch unsere Flüsse und Seen leiden unter der Erderwärmung. Bereits die letzten Sommer in Deutschland haben weniger Regen gebracht als je zuvor und die Wasserstände in den großen Flüssen sind rapide gesunken. So schlimm, dass die Flüsse teilweise nicht mehr genug Wasser hatten, um darauf Frachtschiffe fahren zu lassen. Aber auch für Hobby-Sportler sind sinkende Wasserpegel und steigende Temperaturen keine guten Aussichten. Viele Flüsse und Seen könnten im schlimmsten Fall austrocken oder so wenig Wasser tragen, dass sie kaum nutzbar sein werden. Die Austrocknung wird dabei nicht nur von Dürren befeuert. Wärmere Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kühle Luft. Infolgedessen wird die Luft in einer wärmeren Welt mehr Wasser aus Ozeanen, Seen, Böden und Pflanzen aufsaugen. Außerdem könnte sich auch die Wasserqualität extrem verschlechtern und negativ auf die Tier- und Pflanzenwelt Unterwasser auswirken. Wärmeres Wasser kann zu Algenblüten führen, die letztendlich Fische und andere Lebewesen im Wasser ersticken. Das Problem wird verschärft, weil wärmeres Wasser nicht mehr so viel Sauerstoff aufnehmen kann, den Fische zum Überleben benötigen. Diese Bedingungen können der Fischerei schaden und die Bedingungen für Menschen, die Seen und Bäche zum Angeln, Schwimmen und für andere Freizeitaktivitäten nutzen, unangenehm machen.