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01. Oktober 2019

Fjodor Dostojewski: Geheimnisse, Rätsel und Fakten

Über menschliche Leidenschaften

Was versteht man unter dem Begriff "Hasard"? Das ist eine starke nervöse Erregung, deren Ursache eine Leidenschaft für etwas ist. Die Erregung ist in fast allen Arten menschlicher Aktivitäten enthalten. Sogar ein Hausmeister kann in einen Zustand unkontrollierter Begeisterung geraten, indem er mit dem Besen winkt. Aber damit dies geschieht, muss er seinen Beruf lieben.

Hasard ist die Lust am Erfolg, den wir in jedem Bereich des menschlichen Lebens haben können, besonders wenn wir im Online Casino spielen oder in der Buchmacherfirma wetten. Sehr oft ist aber der Mensch der Sklave von einer Leidenschaft.

Wenn jemand zum Beispiel gern fischt, jagt oder bergsteigt, ist die Aufregung in diesem Fall harmlos. Aber wenn jemandes Leidenschaft das Roulette ist? Es lohnt sich schon darüber nachzudenken. Und um all die Schädlichkeit einer solchen Anziehung zu verstehen, ist es notwendig, ein lebendiges Beispiel vor Augen zu haben. Fjodor Dostojewski ist gerade so ein Beispiel. Diese Person hat einen hohen psychologischen und pädagogischen Wert in den Augen der Menschen. Schließlich ist Fedor Dostojewski ein Schriftsteller, der nicht nur in Russland, sondern auf der ganzen Welt bekannt und beliebt ist.

Aber wenn solch ein Genie die ganze Last menschlicher Leidenschaften nicht aushalten konnte, was können wir dann über andere Irdische sagen. Kommen wir jedoch zur Sache und betrachten die unansehnlichen Aspekte des Lebens des berühmten Prosaschreibers. Vielleicht bringen sie jemanden zum Nachdenken.

Fjodor Dostojewski lernte die Welt des Glücksspiels als er im Exil war. Anfang 1859 fiel ihm der Artikel "Aus den Notizen eines Spielers" auf. In diesem Artikel ging es um Bräuche, die in den Glücksspielhäusern von Genf, Hamburg und Baden-Baden vorherrschten. Dort wurden die Menschen innerhalb von Minuten zu Millionären, und Millionäre, die verspielt haben, begingen Selbstmord.

Dieser Knäuel menschlicher Leidenschaften war für den Schriftsteller sehr interessant. Er begann sich mit den Informationen über das Roulettespiel vertraut zu machen. Als er 1862 im Ausland war, ging er nach seiner Ankunft in Baden-Baden sofort in die Spielhalle. Der Schriftsteller war bereits über 40, aber jedes Alter ist der Leidenschaft unterworfen. Außerdem ist diese Leidenschaft sehr heimtückisch, weil die Anfänger meist Glück haben.

Im ersten Spiel gewann Dostoiewski 10 000 Franken. Durch extreme Willensanstrengung blieb er kaltblutig und verließ die Spielbank. Aber als er im Hotel ankam, fing der heimtückische Teufel an, den Schriftsteller mit sündhaften Gedanken zu verwickeln. Fedor Dostoiewski konnte der Versuchung nicht widerstehen und kehrte in die Spielhalle zurück, wo er in wenigen Minuten die Hälfte des Gewinns verspielt hat. Aber hier kam zum Glück die Erleuchtung und der Schriftsteller rannte ein zweites Mal vom grünen Tisch weg. Ein Drittel des Geldes, das er nach Sankt Petersburg geschickt hatte, und mit dem verbleibenden Betrag ging er wieder zum Roulette. Das Ergebnis ist nicht schwer vorherzusagen. Er kehrte angeschlagen und müde nach Russland zurück, aber in den Tiefen seines Unterbewusstseins hatte sich der Traum von einem riesigen Gewinn bereits erfüllt. Er hat den Schriftsteller viele Jahre nicht verlassen.

Fedor Dostojewski war eine unpraktische Person und wusste überhaupt nicht, wie man mit Geld umgeht. Alle Arten von Gaunern und skrupellosen Leuten, die solche Leute spüren, haben das ausgenutzt. Die finanzielle Situation verschlechterte sich durch den Tod seines älteren Bruders Michael. Danach begann die Pechsträhne für ihn, und nur seine Ehefrau und die Geburt seiner Tochter haben ihm geholfen, die Sucht zu besiegen.

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