Anzeige

29. Januar 2020

Pech in der Liebe, Glück bei Sportwetten – stimmt das?

Zugegeben, das Sprichwort endet eigentlich mit »Glück im Spiel«, doch trifft dies natürlich auch auf Sportwetten zu. Aber stimmt das überhaupt?

Abb. 1: Wenn es in der Liebe nicht so läuft, sollte man sein Glück versuchen - stimmt das wirklich? (Bildquelle: Mayur Gala / Unsplash.com)

Warum sollten diejenigen, die gerade von ihrem Partner verlassen wurden, ausgerechnet Glück bei Sportwetten haben? Oder ist das Sprichwort eventuell der Häufigkeit geschuldet, mit der sich Zurückgebliebene dem Spiel hingeben? Dieser Artikel schaut sich das Thema einmal genauer an und erklärt, was es mit dem korrekten und dem abgewandelten Zitat auf sich hat.

Woher kommt das Zitat?

Allem voran: Alle von Liebeskummer geplagten Menschen dort draußen dürfen aufatmen. Das Sprichwort lässt sich auch wunderbar umdrehen und ist auch so bekannt: Pech im Spiel, Glück in der Liebe.

Nun jedoch zum Ursprung. Das eigentliche Sprichwort »Pech in der Liebe, Glück im Spiel« stammt vermutlich aus Spanien. Doch wie es mit der Geschichte der Menschheit und Übersetzungen ist, so schlichen sich wohl etliche Fehler ein. So vermuten Experten, dass es sich um das häusliche Glück von Menschen handelte und allgemein verheiratete Ehemänner gemeint waren, die gemeinsam mit einer Ehefrau im Haushalt lebten. Die Frauen mochten es nicht, wenn die Ehemänner in den heimischen Wänden spielten und störten so das Glücksspiel im eigenen Wohnzimmer - woraufhin natürlich Spiele verloren gingen. Trennte sich das Paar hingegen, gewann der Mann wieder - natürlich, es war keine Ehefrau da, die kräftig auf den Tisch schlug.

Und heute? Es gibt interessante Untersuchungen:

  • Siegreiche Singles – in der Tat fanden Untersuchungen heraus, dass gerade Singles bei Glücksspielen erfolgreich sein können.
  • Erklärung – in Spanien konnten die Herren nach der Trennung endlich dem Spiel ohne Störung frönen. In der modernen Zeit ist es ebenfalls so, dass Singles schlichtweg mehr Zeit haben, sich dem Spiel hinzugeben. Um Sportwetten mit einzubeziehen, ist der Fußball ein gutes Beispiel. Ein Großteil der festen Dauerkartenbesitzer, die alle zwei Wochen im Stadion sind und zudem regelmäßig Auswärtsspiele besuchen, ist Single oder in einer abkühlenden Partnerschaft.
  • Gefahr – die Gefahr besteht darin, Liebeskummer durch das Spiel zu überdecken. In diesem Fall werden Sportwetten – oder Glücksspiele allgemein – ähnlich wie Alkohol genutzt. Während des Spiels (Trinkens) kann der Kummer ausgeblendet werden.

Die These des Sprichworts und der Glücksspieluntersuchungen trifft jedoch nicht mehr haargenau auf die heutige Zeit zu, da damals noch von dem Besuch von Sportveranstaltungen und Casinos ausgegangen wurde. Heute nimmt das bloße Spiel wesentlich weniger Zeit ein. Wer Sportwetten tippen möchte, der macht das quasi in der Zeit, in der die Kaffeemaschine das Wasser aufwärmt – bequem vom Smartphone aus. Und auch klassische Glücksspiele funktionieren bequem in der Werbepause.

Interessant ist hingegen das umgedrehte Sprichwort: »Pech im Spiel, Glück in der Liebe.« Es könnte wahrlich den Umkehrschluss darstellen, dass sich unglücklich Verliebte dem Spiel hingeben, unglückliche Spieler hingegen ihr Glück in der Liebe versuchen.

Sportwetten – rein glücksabhängig?

Vielfach wird bei Sportwetten behaupten, dass sie ein reines Glücksspiel sind und allein dem Glück unterliegen. Dies ist natürlich ganz und gar nicht der Fall:

  • Form – pauschal ausgedrückt werden nur wenige mit stolz geschwellter Brust bei der Partie BVB – 1. FC. Köln auf die Geißböcke setzen. Die Tabelle spricht gegen einen Sieg, die Form der Teams ebenfalls. Dazu haben die Dortmunder mit Haarland ihre »Wunderwaffe«.
  • Statistik – gerade der Fußball spielt oft ein seltsames Spiel, denn oft kommt es vor, dass auf dem Papier deutlich unterklassige Teams gegen den Favoriten siegen. Und ein Blick auf die Statistik besagt in den Fällen, dass dies in neun von zehn Fällen so ist. Gute Sportwettenfreunde wissen also um die besonderen Angst- und Lieblingsgegner.
  • Spielzeiten – sie schließen sich der Statistik an. Im Fußball gibt es mehrere Weisheiten. So verspielt Hansa Rostock im November und März die Saison, die Bayern verlieren zu Hause nicht während der Wiesn und während des Karnevals kann Mannschaft x nicht bei y gewinnen.

Auch beim Klassiker, den Pferderennen, mag es zwar funktionieren, auf das Pferd mit dem lustigen Namen zu setzen, doch ist der Sieg gewisser, wenn das Pferd in bester Form ist und schon mehrfach gewinnen konnte. Auf der anderen Seite kann der Seriensieger am nächsten Wochenende gar nichts bringen, schlichtweg, weil er zuletzt verletzt war.

Doch gerade bei Sportwetten muss zwischen zwei Wettformen unterschieden werden: Dem ernsthaften Wettsport, bei dem Tipper sich mit der Materie befassen, und der Spaßwette, bei der der Fußballfan am Morgen einfach das Gefühl hatte, dass Paderborn die Bayern schlägt.

Was ist bei der Anbieterwahl zu beachten?

Da die deutschen Lizenzen außer von Schleswig-Holstein noch nicht herausgegeben wurden, sollten Spieler immer auf eine Lizenz aus Malta oder Gibraltar achten. Ansonsten gilt:

  • Auszahlungsquote – sie muss über 95 Prozent im Schnitt liegen, wobei Live-Wetten niedriger bewertet werden. Das liegt daran, dass der Tipper auch noch in der 89. Minute beim Stand von 3 – 0 auf einen Sieg tippen kann.
  • Angebot – das Angebot des Anbieters muss zu den eigenen Präferenzen passen. Im Fußballbereich bieten die Anbieter zwar die Ligen aus Europa und zudem unterklassige Ligen an, doch bei anderen Sportwetten favorisieren sich die jeweiligen Anbieter. Wer beispielsweise auf Baseball tippen möchte, der sollte prüfen, ob diese Wetten überhaupt angeboten werden. Portale wie sportwetteonline.de nehmen die Anbieter genauer unter die Lupe und helfen bei der Suche.
  • Boni – der Willkommensbonus ist mittlerweile gängig, doch gilt es hier, die Bedingung zu prüfen. Aber auch Bestandskunden sollten regelmäßig mit Freispielen oder einem Gratiseinsatz belohnt werden.

Wer sich nicht rein für die Sportwetten, sondern auch für das allgemeine Glücksspiel interessiert, der findet längst ausreichend Anbieter, die Casino und Sportwetten zur Verfügung stellen, wenn auch seitlich getrennt.

Abb. 2: Sportwetten hängen von den Akteuren ab - der Glücksaspekt liegt in der richtigen Vorhersage. (Bildquelle: Vienna Rays / Unsplash.com)

Fazit – bei Liebeskummer lieber abwarten

Statistische Siege erklären die Masse an Spielen, sodass Liebeskummer allein kein Glück im Spiel bedeutet. Zumal dieses Sprichwort ohnehin missverstanden wird und in seiner Ursprünglichkeit auch so ausgelegt werden kann, dass die moderne Freundin beim Elfmeter vor dem Bildschirm Staub wischt. Generell ist es niemals sinnvoll, Pech – in welcher Form auch immer – durch Spiel, Liebe oder Alkohol zu verdrängen. Am normalen Glücksspiel und an Sportwetten ist natürlich nichts auszusetzen. Aber auch hier gilt: Sportwetten sind nicht reines Glück, sondern hängen vom eigenen Wissen der Materie ab.