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09. Februar 2021

Obacht bei Zitaten in Postkarten

Vorsicht bei fremden Texten empfiehlt NN

Das Zitieren von Texten anderer Autoren kann einen ganz schön zu stehen kommen. Schon kurze Passagen aus Gedichten und Co. können dem Urheberrecht unterliegen und eine Abmahnung nach sich ziehen. Damit kein Schreiben vom Anwalt droht, sollten Zitate in Postkarten gemäß den gesetzlichen Bestimmungen gewisse Kriterien erfüllen.

Die Gesetzeslage zum Urheberrecht beachten

Fremder Inhalt ist in der Regel immer urheberrechtlich geschützt. Neben Grafiken und Fotografien fallen auch geschriebene Sätze unter den Schutz. Um kreative Ergüsse von anderen Nutzen zu können, ist das Einverständnis des Schöpfers vonnöten. Wenn es sich um ein gemeinfreies Werk handelt, ist die Gesetzeslage lockerer. Urheberrechtlich geschützte Inhalte zu verwenden, ist bei Einhaltung gewisser Kriterien möglich. Schließlich ist das Zitieren in wissenschaftlichen Texten gang und gäbe und muss auch erlaubt sein. Wer auf Nummer Sicher gehen will, nutzt vorgefertigte Postkarten. Rechtlich einwandfreie Glückwunschkarten mit diversen Zitaten bekannter Dichter und Denker gibt es zum Beispiel hier. Die Grüße aus Papier lassen sich mit wenigen Klicks individuell gestalten und sind zu besonderen Anlässen eine schöne Aufmerksamkeit. Auch die Integration von Fotos ist möglich, um die Karten noch persönlicher zu gestalten.

Kriterien für Zitate in Postkarten

In erster Linie muss ein Zitat gemäß dem Urheberrecht als geistiges Eigentum einer anderen Person zu erkennen sein. Um einen Auszug in Postkarten rechtlich korrekt einsetzen zu können, lässt sich dieser in Anführungszeichen setzen und mit einer Quellenangabe versehen. Damit ist die Passage als Zitat erkennbar und sowohl der Autor als auch der Ursprung des Auszugs benannt. Beim Zitieren ist das Ändern von Sätzen bzw. das Umstellen von Wörtern nicht erlaubt. Ein Zitat kann mit eigenen Worten wiedergegeben werden, hier ist aber trotzdem auf einen Vergleich mit der Quelle zu verweisen. Das Veränderungsverbot für Zitate umschließt auch eine grammatikalische Anpassung. Außerdem ist zu prüfen, ob der Auszug überhaupt aus einem bereits veröffentlichten Werk stammt. Generell ist das Nutzen von Zitaten nur dann zulässig, wenn damit ein Zweck erfüllt werden soll. Zudem gilt, dass ein Zitat eigentlich nur in einem selbstständigen Werk eingesetzt werden darf. Bei Postkarten gestaltet sich dies etwas schwierig. Anbieter, die Postkarten mit Zitaten im Sortiment haben, besitzen das sehr wichtige Copyright. Abmahnungen und Klagen sind damit nicht zu befürchten.

Falsches Zitieren in der Postkarte kann teuer werden

Sind die Voraussetzungen für rechtlich einwandfreies Zitieren nicht erfüllt, kann der Schöpfer oder der Rechteinhaber gegen die unberechtigte Nutzung vorgehen. Der Lieblingsspruch und ein favorisiertes Gedicht kosten im schlimmsten Fall mehrere Tausend Euro. In urheberrechtlichen Angelegenheiten ist die Menge der betroffenen Werke ausschlaggebend. Die Höhe des Gegenstandswerts ermittelt sich zudem nach den wirtschaftlichen Interessen der abmahnenden Person. Ein eingeleitetes Unterlassungsbegehren mit abschreckenden Gebühren ist typisch. Seit dem letzten Jahrhundert ist es Pflicht, dass man auf den Autor bzw. die Werke verweisen muss. Urheberrechtsverletzungen sind ein lukratives Geschäft für die Anwälte.