Zitate mit "straße"
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Mögen auch die Gesetze diese oder jene Ausschweifungen untersagen, das Glücksspiel, die Lotterie, die Straßenmädchen, alles was ihr wollt, die Leidenschaften werden sie niemals ausrotten.
Wer im bürgerlichen Leben durch redliches Wirken seinen Platz ausfüllt, den darf niemand ungestraft auf offener Straße mit Beleidigungen überhäufen. Wer aber mühsam den steilen Pfad zum Parnaß erklimmen will, der muß darauf gefaßt sein, auch von den unberufensten und bedenklichsten Schwätzern jede Schmähung, jede Verunglimpfung zu ertragen.
Man denke an den Orpheus, der, als ihm ein großer wüster Bauplatz angewiesen war, sich weislich an dem schicklichsten Ort niedersetzte und durch die belebenden Töne seiner Leier den geräumigen Marktplatz um sich her bildete. Die von kräftig gebietenden, freundlich lockenden Tönen schnell ergriffenen, aus ihrer massenhaften Ganzheit gerissenen Felssteine mußten, indem sie sich enthusiastisch herbei bewegten, sich kunst- und handwerksgemäß gestalten, um sich sodann in rhythmischen Schichten und Wänden gebührend hinzuordnen. Und so mag sich Straße zu Straßen anfügen! An wohlschützenden Mauern wird's auch nicht fehlen. / Die Töne verhallen, aber die Harmonie bleibt. Die Bürger einer solchen Stadt wandeln und weben zwischen ewigen Melodien; der Geist kann nicht sinken, die Tätigkeit nicht einschlafen. Das Auge übernimmt Funktion, Gebühr und Pflicht des Ohres, und die Bürger am gemeinsten Tage fühlen sich in einem ideellen Zustand: Ohne Reflexion, ohne nach dem Ursprung zu tragen, werden sie des höchsten sittlichen und religiösen Genusses teilhaftig. Man gewöhne sich, in Sankt Peter auf und ab zu gehen, und man wird ein Analogon desjenigen empfinden, was wir auszusprechen gewagt. / Der Bürger dagegen in einer schlecht gebauten Stadt, wo der Zufall mit leidigem Besen die Häuser zusammenkehrte, lebt unbewußt in der Wüste eines düstern Zustandes; dem fremden Eintretenden jedoch ist es zu Mute, als wenn er Dudelsack, Pfeifen und Schellentrommeln hörte und sich bereiten müßte, Bärentänzen und Affensprüngen beiwohnen zu müssen.
Wenn ich beim Sonnenschein durch diese Straßen / bewundernd wandle, der Gebäude Pracht, / die felsengleich getürmten Massen schaue, / der Plätze Kreis, der Kirchen edlen Bau, / des Hafens masterfüllten Raum betrachte: / Das scheint mir alles für die Ewigkeit / gegründet und geordnet; diese Menge / gewerksam Tätiger, die hin und her / in diesen Räumen wogt, auch die verspricht, / sich unvertilgbar ewig herzustellen. / Allein wenn dieses große Bild bei Nacht / in meines Geistes Tiefen sich erneut, / da stürmt ein Brausen durch die düstre Luft, / der feste Boden wankt, die Türme schwanken, / gefugte Steine lösen sich herab, / und so zerfällt in ungeformten Schutt / die Prachterscheinung.
Sieh, ein Waldgebüsch bewegt sich / nach der Stadt hin; aller Gärten / froher blumenhafter Aufputz / reißt sich los, um sich ins grüne / Prachtgehäng hinein zu flechten, / das der Häuser, das der Hütten / Ansicht schön verhüllt und zieret, / das von Giebel sich zu Giebel / ziehend reicht und kranzbeladen, / schwankend, frischbelastet schwebt. / Bunter wird die tiefe Grüne, / muntrer immer; Band an Bändern / schlingt sich um, geknüpft zu Schleifen / krümmt sich's, und die losen Enden / flattern windbewegt. Zum Laubgang / siehst du Straßen umgewandelt / und zum Feiersaal den Marktplatz. / Außenseiten sind nun Wände, / Fenster volkverzierte Nischen; / unter ihnen schmückt die Brüstung / sich mit bunten Teppichen. / Hier mit holden Blumenzügen / spricht's dich an und dort mit goldnen, / so, als ob dir offne Herzen / überall begegneten.
Wir führen doch im Grunde alle ein isoliertes armseliges Leben! Aus dem eigenen Volke kommt uns sehr wenig Kultur entgegen, und unsere sämtlichen Talente und guten Köpfe sind über ganz Deutschland ausgesäet.-...Nun aber denken Sie sich eine Stadt wie Paris, wo die vorzüglichsten Köpfe eines großen Reiches auf einem einzigen Fleck beisammen sind und in täglichem Verkehr, Kampf und Wetteifer sich gegenseitig belehren und steigern; wo das Beste aus allen Reichen der Natur und Kunst des ganzen Erdbodens der täglichen Anschauung offen steht; diese Weltstadt denken Sie sich, wo jeder Gang über eine Brücke oder einen Platz an eine große Vergangenheit erinnert und wo an jeder Straßenecke ein Stück Geschichte sich entwikkelt hat.
Als neulich Schnee lag und meine Nachbarskinder ihre kleinen Schlitten auf der Straße ausprobieren wollten, sogleich war ein Polizeidiener nahe, und ich sah die armen Dingerchen fliehen, so schnell sie konnten. Jetzt, wo die Frühlingssonne sie aus den Häusern lockt und sie mit ihresgleichen vor ihren Türen gerne ein Spielchen machten, sehe ich sie immer geniert, als wären sie nicht sicher und als fürchteten sie das Herannahen irgendeines polizeilichen Machthabers. Es darf kein Bube mit der Peitsche knallen oder singen oder rufen, sogleich ist die Polizei da, es ihm zu verbieten. Es geht bei uns alles dahin, die liebe Jugend frühzeitig zahm zu machen und alle Natur, alle Originalität und alle Wildheit auszutreiben, so daß am Ende nichts übrigbleibt als der Philister.
Sie habe gefunden, daß die Gefahren, die man für ihr Geschlecht befürchte, nur eingebildet seien, und daß die Ehre eines Weibes, selbst unter Straßenräubern, nur bei Schwäche des Herzens und der Grundsätze Gefahr laufe.
Versicherungsbetrug ist keine Einbahnstraße. Viel häufiger fühlt sich der Versicherte betrogen.
Wir sind - als die Juden abtransportiert wurden - nicht auf die Straße gegangen, haben nicht geschrieen, bis man uns auch vernichtete. Daß wir noch leben, ist unsere Schuld.
Liebe ist alles was unser Leben steigert, erweitert, bereichert. Nach allen Höhen und Tiefen. Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.
Die Straße des geringsten Widerstandes ist nur im Anfang asphaltiert.
Was fühlt ein Mensch, der an seinem Lebensabend in die Heimat seiner Jugendjahre zurückkehrt? Er kommt sich wie ein Narr vor, der auf der Straße einen Gegenstand sucht, den er vor dreißig Jahren verloren hat.
Pfleg deiner Tugend, / nur führe sie nicht wie ein Schlittenpferd / stets durch die Straße!
Auf der Straße des geringsten Widerstandes versagen die stärksten Bremsen.
Ein offner Wald am Straßensaume / ist dein Gedicht. Du mußt's ertragen, / reibt sich an seinem schönsten Baume / ein Schwein mit grunzendem Behagen.
Die Gesichter der gemeinen Leute auf einer Straße anzusehen, ist jederzeit eines meiner größten Vergnügen gewesen.
Ich bin sicher, daß sich selbst die Superreichen besser fühlen würden, wenn sie jedes Jahr ein bischen mehr Steuern zahlten, und es dafür keine Frierenden und Hungernden mehr auf den Straßen gäbe.
Wer an der Straßen bauen will, / der hat der Widersprecher viel.
Ich rede von der Demokratie als etwas Kommendem. Das, was schon jetzt so heißt, unterscheidet sich von den älteren Regierungsformen allein dadurch, daß es mit neuen Pferden fährt: Die Straßen sind noch die alten und die Räder sind auch noch die alten.
Alles in der Welt geht in der Wellenlinie. Jede Landstraße und so weiter. Wehe dem, der überall das Lineal anlegt!
Wie die Säule des Lichts auf des Baches Welle sich spiegelt - / Hell wie von eigener Glut flammt der vergoldete Saum; / aber die Well' entführet der Strom, durch die glänzende Straße / drängt eine andre sich schon, schnell wie die erste zu fliehn - / so beleuchtet der Würden Glanz den sterblichen Menschen: / Nicht er selbst, nur der Ort, den er durchwandelte, glänzt.
Der Weg der Ordnung, ging er auch durch Krümmen, / er ist kein Umweg. Gradaus geht des Blitzes, / geht des Kanonballs fürchertlicher Pfad. / Schnell, auf dem nächsten Wege langt er an, / macht sich zermalmend Platz, um zu zermalmen. / Mein Sohn! Die Straße, die der Mensch befährt, / worauf der Segen wandelt, diese folgt / der Flüsse Lauf, der Täler freien Krümmen, / umgeht das Weizenfeld, den Rebenhügel, / des Eigentums gemeßne Grenzen ehrend. / So führt sie später, sicher doch zum Ziel.
Durch die Straßen der Städte, / vom Jammer gefolget, / schreitet das Unglück. / Lauernd umschleicht es / die Häuser der Menschen, / heute an dieser / Pforte pocht es, / morgen an jener, / aber noch keinen hat es verschont.
Einen Nackten lässt der Straßenräuber vorbei, auch auf einer belauerten Straße hat der Arme Frieden.
Das Jungfrauentum gleicht einem Selbstmörder und sollte an der Heerstraße begraben werden, fern von aller geweihten Erde, wie ein tollkühner Frevler gegen die Natur.
In Berlin ein großartiges Hotel. Auf den Straßen das Laster.
In Paris gibt es wenig Moralprediger und wenig verbotene Genüsse. Ist man deswegen dort verruchter als anderswo? Nein, nur ehrlicher. Die Franzosen haben ihre Sehnsüchte wie andere Menschen auch. Aber wenn eine Straßenbahn Begierde heißt, so nennt man sie so, und nicht Sehnsucht.
In den öffentlichen Diskussionen über die deutsche Unfallstatistik wird nie darauf hingewiesen, daß rücksichtsloses Fahren typisch für die autoritäre Persönlichkeit ist. Hierzulande fordert der Stärkere die Anerkennung seiner Stärke, nicht nur auf der Straße.
Auf der Straße gehört und in der nächsten Gasse schon ausgeplaudert - ein Verschleudern der Gesittung ist das.
Wie viele, die als Kinder zuwenig Liebe und Förderung erfahren haben, sind später den Gefahren der Straße, der Gewalt und der Drogen ausgesetzt.
Je älter man wird, desto mehr Freunde verwandeln sich in Straßenschilder.
Bevor Menschen unter dem Einsatz ihres Lebens auf die Straße gehen, um ein System zu beseitigen, muß ein Hoffnungshorizont da sein.
Vor allem in den industrialisierten Ländern ist es keine Selbstverständlichkeit, daß sich Jugendliche als ersten Sport den Fußball auswählen, weil sie zu diesem Spiel keinen Zugang mehr finden können. Die grüne Wiese von einst gibt es längst nicht mehr überall, und der beliebte Straßenfußball ist vielerorts vom Straßenverkehr verdrängt worden.
Wer weise genug ist, zu Hause zu bleiben, wird in der Stadt bei verdünnten Straßenverkehr, lauschig verlassenen Grünanlagen, nicht überfüllten Gasthäusern und ihre Aggressionslust ausschwitzender Mitbürgern den Monat August erholsam finden.
Sechs Dinge sind für einen Schriftgelehrten unschicklich: Er gehe nicht parfümiert auf die Straße; er gehe nicht nachts allein; er gehe nicht in geflickten Schuhen; er unterhalte sich nicht mit einem Weibe auf offener Straße; er weile nicht in einer Gesellschaft von Unwissenden, und er komme nicht als letzter ins Lehrhaus.
Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden.
Die schönsten Mädchen gehen immer auf der anderen Straßenseite.
Korn, das auf der Straße wächst, reift nie.
Keine Straße ist lang mit einem Freund an der Seite.
Wer will bauen an der Straßen, / muß die Leute reden lassen.
Die Straße sagt dem Reisenden niemals, wann er ruhen soll.
Bau deine Hütte am Straßenrand, und du wirst in drei Jahren noch nicht fertig sein.
Mir ist auf der Straße ein sehr armer junger Mann begegnet, der verliebt war. Sein Hut war alt, sein Mantel abgetragen; Wasser rann durch seine Schuhe. Aber Sterne zogen durch seine Seele.
Mit der Wahrheit ist das wie mit einer stadtbekannten Hure. Jeder kennt sie, aber es ist peinlich, wenn man ihr auf der Straße begegnet.
Die Dekadenz schlendert im Gewand einer gierigen Lust durch die Straßen der Illusion, derweil ein innerer Ernst im Weltenwerden sich schüchtern nur durch Nebengassen drückt.
Alle Straßen münden in schwarze Verwesung.
Menschenrechte sind universell, ihre Sprache wird überall verstanden – jedenfalls von den Unterdrückten: in Asien wie in Europa, in Amerika wie in Afrika. Weltweit erwachen Menschen und fordern ihre Rechte ein – selbst dann, wenn noch nicht Tausende auf der Straße sind und, wie damals bei uns in Ostdeutschland, mit dem Ruf "Wir sind das Volk!" ihre Rechte einfordern können.
Wenn die Bewunderung für Gott durch die Bewunderung für das Geld ersetzt wird, dann öffnet sich die Straße der Sünde, des Eigeninteresses und der Unterdrückung
Im Evangelium empfängt Jesus die Kinder, er umarmt und segnet sie. Auch wir müssen unsere Jugendlichen schützen, führen und ermutigen, indem wir ihnen helfen, eine Gesellschaft aufzubauen, die ihres großen spirituellen und kulturellen Erbes würdig ist. Besonders müssen wir jedes Kind als ein Geschenk betrachten, das angenommen, gehegt und beschützt werden muss. Und wir müssen uns um unsere jungen Menschen kümmern und nicht zulassen, dass sie ihrer Hoffnung beraubt und dazu verurteilt werden, auf der Straße zu leben.