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Zitate mit "abgrund"

34 Fundstellen

  • Zuweilen, wenn ich die Bibliotheken ansehe, wo in prächtigen Sälen die Werke Rousseaus, Helvetius', Voltaires stehen, so denke ich, was haben sie genutzt? Hat ein einziges seinen Zweck erreicht? Haben sie das Rad aufhalten können, das unaufhaltsam stürzend seinem Abgrund entgegeneilt?

  • Auch der Dilettant hat zuweilen Einfälle, die selbst den Anspruchs vollen zu verblüffen imstande sind. Aber im Gegensatz zum Künstler vergisst er meistens, dass der Einfall nichts ist als notwendige Voraussetzung und oft nichts anderes bedeutet als eine Versuchung, die auch in den Abgrund führen kann.

  • Ich habe für diese Welt nichts mehr zu hoffen noch zu fürchten, und ich bin in der Tiefe des Abgrundes ruhig, ein armer unglücklicher Sterblicher, aber unerschütterlich wie Gott selbst.

  • Wer wäre jemals so töricht gewesen, sich freiwillig in einen gähnenden Abgrund zu stürzen?

  • Bei uns allen gibt es, zwischen den Augenblicken der Zuversicht und des Misstrauens gegen sich selbst, diesen fürchterlichen Abgrund.

  • Im täglichen Vergeben an uns begangenen Unrechts vermögen wir einen Blick in den unergründlichen Abgrund des göttlichen Erbarmens zu tun und zu ahnen, dass Gott größer ist als unser Herz.

  • Die meisten Menschen leben, als steuerten sie rückwärts einem Abgrund zu. Sie wissen, hinter ihnen gähnt ein Abgrund, in den sie jeden Augenblick stürzen können, aber sie richten ihre Blicke nicht auf ihn, sondern erheitern sich an dem, was sie sehen.

  • Gipfel und Abgrund sind eins.

  • Wir rennen unbekümmert in den Abgrund, nachdem wir irgendetwas vor uns hingestellt haben, das uns hindern soll, ihn zu sehen.

  • Glücklich, wer sich am Rande des Abgrundes erkennt und den Sturz vermeidet! Soll man aber mitten im schnellen Lauf darauf hoffen, dass man innehalten kann?

  • Denn wenn jemand sähe, wie sein Feind, durch ein gefährliches Fieber wahnsinnig geworden, dem Abgrunde zuliefe, würde er da nicht Böses mit Bösem vergelten, wenn er ihn so laufen ließe, statt ihn zurückzuhalten und binden zu lassen?

  • Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.

  • Wer bereits am Rand der Welt steht und dabei mit klarem Blick in den Abgrund schaut, entdeckt nicht selten dann auch den Sinn des absichtslosen Spieles allen Seins.

  • Am Rande einer guten Idee gähnt oft der Abgrund, an dem die Zauderer Spalier stehen.

  • Den Verwegnen hüte Dich zu warnen! Um der Warnung willen läuft er in jeden Abgrund noch.

  • Die Eitelkeit stürzt mehr Frauen in den Abgrund als die Liebe.

  • Ein Abgrund lockt die Frauen wie ein geheimnisvoller Brunnen: sie wollen hineinsehen.

  • Der Narr stolpert über den Abgrund, in den der Weise regelrecht hineinfällt.

  • Bei furchtbaren Schicksalsschlägen das ganz Gewöhnliche tun, das hilft uns über den Abgrund.

  • Kalte Seele, Maultiere, Blinde, Trunkene heißen mir nicht herzhaft. Herz hat, wer Furcht kennt, aber Furcht zwingt, wer den Abgrund sieht, aber mit Stolz.

  • Erhabene Vernunft, lichthelle Tochter des göttlichen Hauptes, weise Gründerin des Weltgebäudes, Führerin der Sterne, wer bist du denn, wenn du, dem tollen Roß des Aberwitzes an den Schweif gebunden, ohnmächtig rufend, mit dem Trunkenen dich sehend in den Abgrund stürzen mußt? Verflucht sei, wer sein Leben an das Große und Würd'ge wendet und bedachte Plane mit weisem Geist entwirft! Dem Narrenkönig gehört die Welt.

  • Das Steckenpferd ist das einzige Pferd, das über jeden Abgrund trägt.

  • Alfons: Dich führet alles, was du sinst und treibst, rief in dich selbst. Es liegt um uns herum gar mancher Abgrund, den das Schicksal grub; doch hier in unserm Herzen ist der tiefste, und reizend ist es, sich hinabzustürzen. Ich bitte dich, entreiße dich dir selbst! Der Mensch gewinnt, was der Poet verliert. Tasso: Ich halte diesen Drang vergebens auf, der Tag und Nacht in meinem Busen wechselt. Wenn ich nicht sinnen oder dichten soll, so ist das Leben mir kein Leben mehr. Verbiete du dem...

  • Wir sind an einem Punkt, wo sich unsere Zukunft entscheidet. Wir steuern auf den Abgrund zu. Aber da man weiß, wie ungern wir Menschen etwas ändern, wird diese Gesellschaft wohl kaum vor dem Abgrund bremsen wollen ...

  • O der unbeugsam unbezähmte Mann! Was hab ich nicht getragen und gelitten in dieser Ehe unglücksvollem Bund! Denn gleich wie an ein feurig Rad gefesselt, das rastlos eilend, ewig, heftig treibt, bracht' ich ein angstvoll Leben mit ihm zu, und stets an eines Abgrunds jähem Rande sturzdrohend, schwindelnd riß er mich dahin.

  • Doch was dem Abgrund kühn entstiegen, kann durch ein ehernes Geschick den halben Weltkreis übersiegen, zum Abgrund muß es doch zurück.

  • Bin ich der Flüchtling nicht? Der Unbehauste? Der Unmensch ohne Zweck und Ruh, der wie ein Wassersturz von Fels zu Felsen brauste, begierig wütend, nach dem Abgrund zu?

  • Der Lichtabgrund des Tao ist aller Wesen Mutter. Wer die Mutter erkennt, weiß um seine Gotteskindschaft. Seiner Kindschaft bewußt, ist er auf dem Heimweg. Heimkehrend ist er dem Vergehen enthoben.

  • Schon Manchen hat die Schönheit weit verlockt, Die fremde, die vor Augen ihm erschien; Doch geht kein Irrweg, liegt kein Abgrund wo, Zu dem uns nicht die eigne Schönheit reißt

  • Der Abgrund: Einem Manne schwindelt vor einem abgrundtiefen Brunnen, eine Frau sucht lächelnd im Wasserspiegel ihr Bild.

  • Wir haben diesen Boden uns erschaffen durch unsrer Hände Fleiß, den alten Wald, der sonst der Bären Wohnung war, zu einem Sitz für Menschen umgewandelt. Die Brut des Drachen haben wir getötet, der aus den Sümpfen giftgeschwollen stiegt. Die Nebeldecke haben wir zerrissen, die ewig grau um diese Wildnis hing, den harten Fels gesprengt, über den Abgrund dem Wandersmann den sichern Steg geleitet. Unser ist durch tausendjährigen Besitz der Boden.

  • Der Mensch ist ein Abgrund: Es schwindelt einen, wenn man hinabsieht.

  • Der Blick ging zurück in einen dunklen Abgrund der Vergangenheit und nach vorn in eine ungewisse dunkle Zukunft.

  • Wir sind die Generation ohne Bindung und ohne Tiefe. Unsere Tiefe ist Abgrund. Wir sind die Generation ohne Glück, ohne Heimat und ohne Abschied.