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Ernst Happel

österreichischer Fußballspieler und -trainer (1925 - 1992)

Der österreichische Fußballspieler und -trainer Ernst Happel erreichte als Spieler den 3. Platz bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz und feierte seine größten Erfolge als Trainer Österreich und Deutschland sowie in den Niederlanden und Belgien.

Geboren wurde Ernst Happel am 29. November 1925 in Wien als Sohn eines Wirtshaus-Ehepaares.

Schon als Jugendlicher spielte Ernst Happel in der Jugendmannschaft von Rapid Wien. 1942, während des Zweiten Weltkriegs, kam er erstmals in der ersten Mannschaft des Vereins zum Einsatz. Nach dem Krieg wurde er recht bald Stammspieler bei Rapid Wien und erreichte 1946 seinen ersten Titelgewinn in der nationalen Meisterschaft.

1954 nahm Ernst Happel als Nationalspieler an der Weltmeisterschaft in der Schweiz teil. Dort erreichte Österreich jedoch nur den 3. Platz nachdem die Mannschaft zuvor im Halbfinale am späteren Weltmeister Deutschland scheiterte. Bei diesem Spiel waren Happel und sein Torwartfreund so chancenlos, dass man ihnen sogar Bestechung durch Deutschland vorwarf. Dies führte dazu, dass Happel über 3 Jahre nicht mehr für die Nationalmannschaft spielte.

1954 verließ Happel dann auch Rapid Wien du wechselte zu RC Paris, von wo er aber bereits zwei Jahre später wieder zurückkehrte und einige Jahre erfolgreich mit Rapid Wien spielte.

1958 nahm Ernst Happel an seiner zweiten Weltmeisterschaft in Schweden teil, bei der Happel mit seiner Mannschaft bereits in der Gruppenphase ausschied. Es war Happels 50. Länderspiel.

1959 beendete Ernst Happel seine Karriere als Fußballspieler. Anfang der 1960er Jahre kehrte Ernst Happel als Trainer zurück. Sein erster Job war in den Niederlanden beim Verein ADO Den Haag, den er vom Abstiegskandidaten zum Titelaspiranten aufbaute. Bereits 1963, 1964 und 1966 stand er mit seiner Mannschaft Truppe im Finale des niederländischen Cups, wo seine Mannschaft jedoch verlor. Erst 1968 gewann Happel mit ADO seinen ersten Titel als Trainer und wechselte zum Ligakonkurrenten Feyenoord Rotterdam mit dem er gleich in der Saison 1969/70 den Europapokal der Landesmeister gewann.

Es folgten weitere Stationen als Club-Trainer in Belgien und 1978 als Nationaltrainer der niederländischen Nationalmannschaft mit der er Vize-Weltmeister wurde.

Unvergessen ist Happels Wirken als Trainer beim Hamburger SV für den die Happel-Jahre zu den erfolgreichsten des Vereins gehören.

1987 kehrte Happel nach Österreich zurück und arbeitete als Trainer des FC Swarovski Tirol. Happel gewann mit der Mannschaft 1989 und 1990 den Meistertitel.

1992 wurde Happel Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft, doch bereits nach elf Monaten als Nationaltrainer, starb Ernst Happel am 14. November 1992 in Innsbruck an Lungenkrebs.