Ausgewählte Zitate, Sprüche & Aphorismen
Es ist menschlich, verärgert zu sein, aber es ist nicht recht, in diesem Ärger zu beharren.
So regen wir die Ruder, stemmen uns gegen den Strom - und treiben doch stetig zurück, dem Vergangenen zu.
Man kann viele Leute einige Zeit und einige Leute lange Zeit betrügen, aber alle lassen sich ewig zum Narren halten.
Der ganze Krieg setzt menschliche Schwäche voraus, und gegen sie ist er gerichtet.
Geh aus, mein Herz, und suche Freud / in dieser lieben Sommerzeit / an deines Gottes Gaben. / Schau an der schönen Gärten Zier / und siehe, wie sie mir und dir / sich ausgeschmücket haben.
Das beste an der Zukunft ist vielleicht der Umstand, daß immer nur ein Tag auf einmal kommt.
Wenn der Koch einen Fehler macht, gießt er ein wenig Sauce darüber und sagt, es wäre ein neues Gericht.
Die Tugend besteht nicht im Verzicht auf das Laster, sondern darin, daß man es nicht begehrt.
Ein Zyniker ist ein Mensch, der vor allen Dingen den Preis und von keinem den Wert weiß.
Die meisten Menschen kämpfen heute nur gegen das, was geschieht, und dann ist es meistens schon zu spät.
Erfolg ist ein schlechter Lehrer. Er verführt kluge Leute zu glauben, sie könnten nicht verlieren.
Jede Leidenschaft, welche in der Einsamkeit schläft, wacht in der Gesellschaft auf.
Das wertvollste ist Unabhängigkeit. Daß man gegenüber jedem, der einem nicht paßt, Goethes Götz von Berlichingen zitieren kann.
Genie besteht immer darin, daß einem etwas Selbstverständliches zum erstenmal einfällt.
Nichts ist, wie es war, wenn alles elektronisch abläuft, rund um die Uhr und weltweit.
Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der andere könne am Ende vielleicht doch recht haben.
Geh nicht immer auf dem vorgezeichneten Weg, der nur dahin führt, wo andere bereits gegangen sind.
Denn wenn das Herz ein Bedürfnis hat, so ist es kalt gegen alles, was es nicht befriedigt.
Die Politik ist ein Kampfplatz, auf dem das Ergebnis, das man erzielt, immer weit unter dem liegt, was man erreichen möchte.
Politik muss sich zu definieren vermögen, muss die Fähigkeit haben, Abschied zu nehmen vom Anspruch, das Absolute zu gestalten.
Es ist doch keine Lust und keine Seligkeit, / die übertreffen kann der Liebe Süßigkeit.
Wenigen Sterblichen ist es um Wahrheit, aber den meisten irgend um eine Partei, irgendein Dogma zu tun.
Wer zuviel in der Vergangenheit rumstochert, kommt nicht in die Zukunft, weil er die Gegenwart nicht meistern kann.
Ich denke viel an die Zukunft, weil das der Ort ist, wo ich den Rest meines Lebens zubringen werde.
Macht hat Legitimität nur im Dienst der Vernunft. Allein von hier bezieht sie ihren Sinn. An sich ist sie böse.
Ein Konservativer ist ein Mensch mit zwei völlig gesunden Beinen, der nie gehen gelernt hat.
Es ist gut, daß es Radikale gibt, auch wenn sie nur selten in der Lage sind, etwas aufzubauen.
Von einem bestimmten Alter an schließt sich der menschliche Geist, und man lebt von seinem intellektuellen Fett.
Wenn wir zürnen, hat unser Gegner seinen Zweck erreicht: Wir sind in seiner Gewalt.