Ausgewählte Zitate, Sprüche & Aphorismen
Dass die Wölfe nach Freiheit schreien, ist begreiflich; wenn die Schaafe in ihr Geschrei einstimmen, so beweisen sie damit nur, dass sie Schaafe sind.
Der große Mann eilt seiner Zeit voraus, / der kluge kommt ihr nach auf allen Wegen. / Der Schlaukopf beutet sie gehörig aus, / der Dummkopf aber stellt sich ihr entgegen.
Für manche ist einer schon rechts, wenn er morgens pünktlich zur Arbeit kommt, und links, wenn er eine berufstätige Frau hat.
Nur Pessimisten schmieden das Eisen, solange es heiß ist. Optimisten vertrauen darauf, daß es nicht erkaltet.
Der Vorteil des Alters ist, daß man die Dinge nicht mehr begehrt, die man sich früher nicht leisten konnte.
Beweisen zu wollen, daß ich recht habe, hieße zugeben, daß ich unrecht haben kann.
Es ist nicht wichtig, ob man erster, zweiter oder dritter wird. Wichtig ist, daß du Haltung hast.
Niemand ist so arm, daß er nicht wohltätig sein könnte, keiner in niederer Stellung, daß es ihm nicht möglich wäre, Würde zu zeigen.
Dilettanten erkennt man an der Plumpheit ihrer Komplimente. Der routinierte Verführer riskiert Kritik.
Die Pflicht eines Arztes ist es, einen Patienten zu behandeln, unabhängig von der Frage, ob dieser Patient nach der Behandlung ein nützlicher Bürger ist.
Erfolg besteht darin, daß man genau die Fähigkeiten besitzt, die im Moment gefragt sind.
Rückzug ist manchmal eine erforderliche Taktik. Als dauerhafte Politik aber nagt er an der Seele.
Wer zuviel in der Vergangenheit rumstochert, kommt nicht in die Zukunft, weil er die Gegenwart nicht meistern kann.
Intelligenz ist jene Eigenschaft des Geistes, dank derer wir schließlich begreifen, daß alles unbegreiflich ist.
Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und dann doch immer blöd daherredet.
Es ist nicht groß oder klein, was auf der Landkarte so scheint. Es kommt auf den Geist an.
Wir müssen zu unseren Ansichten stehen und es riskieren, um ihretwillen zu Fall zu kommen.
Jeder Mensch begegnet einmal dem Menschen seines Lebens, aber nur wenige erkennen ihn rechtzeitig.
Wie schade, daß so wenig Raum ist zwischen der Zeit, wo man zu jung, und der, wo man zu alt ist!
Gewalt bringt niemals andauernden Frieden. Sie löst keinen sozialen Konflikt: Sie schafft nur neue und kompliziertere.
Entwickelt wurde der Sex für die Reproduktion. Aber er hat sich zum reinen Vergnügen verselbstständigt.
Prestige nennt man die Daumenschrauben, die man auch einer Weltmacht anlegen kann.
Wer zum Glück der Welt beitragen möchte, der sorge zunächst einmal für eine glückliche Atmosphäre in seinem eigenen Haus.
Die Tragik des Menschen ist die des Verhungernden, der an der gedeckten Tafel sitzt und die Hand nicht ausstreckt, weil er nicht sieht, was vor ihm ist.
Das beste, was der Mensch für einen anderen tun kann, ist doch immer das, was er für ihn ist.
Erziehung läuft meist darauf hinaus, daß der Vater erlaubt, was ihm selbst verboten worden ist.
Es wäre eine Freude zu leben, wenn jeder die Hälfte von dem täte, was er von dem anderen verlangt.
Nicht aus Gunst erhob das Geschick dich; sondern zu zeigen, / Daß es sogar aus dir etwas zu machen verstand.
Politik muss sich zu definieren vermögen, muss die Fähigkeit haben, Abschied zu nehmen vom Anspruch, das Absolute zu gestalten.