Ausgewählte Zitate, Sprüche & Aphorismen

Der wahre Künstler stellt sich die Frage gar nicht, ob sein Werk verstanden werden wird oder nicht.

Der eine spricht gern über das, was er weiß, der andere lieber über das, was er denkt.

Sieg ist eine unglaubliche Lust. Eine Frau kann einem diese Befriedigung nicht geben.

Demut ist, wenn jemand ohne Verlangen, hochgeachtet zu werden, seine Unvollkommenheit erkennt.

Alle Welt klagt über den Journalismus, und jedermann möchte ihn für sich benutzen.

Einen Erwachsenen nennt man jenes Krüppelwesen, das in einer entzauberten Welt sogenannter Tatsachen existiert.

Von einem bestimmten Alter an schließt sich der menschliche Geist, und man lebt von seinem intellektuellen Fett.

Eine unausrottbare Eigenschaft im Wesen des Menschen ist sein Verlangen nach Anerkennung.

Es ist schlicht und einfach das Recht der Frauen, die Hälfte der Macht für sich zu beanspruchen.

Bescheidenheit ist eine Eigenschaft, welche die Frauen an einem Liebhaber mehr loben als lieben.

An der Schwelle jeder wissenschaftlichen Betrachtung der Welt steht die Verwunderung.

Institutionen verfolgen immer nur zwei Ziele: den Selbsterhalt und - solange der nicht gefährdet ist - die Expansion.

Eine engagierte Literatur gibt es nicht. Der Begriff ist ein Widerspruch in sich. Es gibt engagierte Menschen, aber keine engagierten Schriftsteller.

Am Anfang gehören alle Gedanken der Liebe. Später gehört dann alle Liebe den Gedanken.

Prestige nennt man die Daumenschrauben, die man auch einer Weltmacht anlegen kann.

Falsch verhält sich, wer dort schnüffelt, wo schon viele Hunde waren - man muß neue Bäume entdecken.

Es läuft ein großes Schweinepack / Auf dieser Welt herum, / Ob Sportdreß, Samtflaus, Joppe, Frack, / Obs Schnaps säuft oder Mumm.

Die Tugend besteht nicht im Verzicht auf das Laster, sondern darin, daß man es nicht begehrt.

Pessimismus ist der Schatten, den der Optimismus werfen muss, um ernst genommen zu werden. Alles andere ist Naivität.

Es gibt kein Recht der Frau auf ein Kind, sondern es gibt nur das Recht des Kindes auf eine Mutter.

Wer die Macht übt, ist ihr Knecht nicht weniger, als wer sie duldet. Der Tyrann leidet unter der Menschheit, wie sie unter ihm.

Niemals gab es eine Partei oder Sekte, worin die Unwissenden nicht zugleich die Heftigsten waren.

Der Langweiler ist ein Mensch, der dich deiner Einsamkeit beraubt, ohne dir Gesellschaft zu bieten.

Jede Erweiterung der Freiheit ist eine große Wette darauf, daß ihr guter Gebrauch ihren schlechten überwiegen wird.

Auf hohlen Köpfen ist gut trommeln. Und je hohler ein Kopf, desto voller das Echo.

Die meisten Dichter verstehen von Literatur nicht mehr als Vögel von Ornithologie.

Unser aller gemeinsames Haus wird ungestraft ausgeplündert, verwüstet und misshandelt.

Nur die Liebe kann erziehen. Darum muß die Mutter das meiste in der Erziehung tun, weil sie die meiste Liebe hat. Ohne Liebe bleibt das beste Erziehungssystem totes Wissen.

Unser seitheriges Recht ist weitgehend Theologie und Moral, deren Magd es auch im Mittelalter gewesen ist.

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