Ausgewählte Zitate, Sprüche & Aphorismen
Bildung jeder Art hat doppelten Wert, einmal als Wissen, dann als Charaktererziehung.
Wir reisen nicht nur an andere Orte, sondern vor allem reisen wir in andere Verfassungen der eigenen Seele.
Nur selten treffen mathematisches Können und leicht faßliche Darstellung zusammen.
Sobald ein Optimist ein Licht erblickt, das es gar nicht gibt, findet sich ein Pessimist, der es wieder ausbläst.
Du kannst dir jeden Feind versöhnen und verbinden, / nur bei dem Neider wirst du niemals Gnade finden.
Die Tugend besteht nicht im Verzicht auf das Laster, sondern darin, daß man es nicht begehrt.
Die wirklich intellektuellen Menschen sind letztlich die, mit denen man über alles reden kann.
Jede Leidenschaft, welche in der Einsamkeit schläft, wacht in der Gesellschaft auf.
Wer den Himmel nicht in sich selber trägt, sucht ihn vergebens im ganzen Weltall.
Vor Fehlern ist niemand sicher. Das Kunststück besteht darin, denselben Fehler nicht zweimal zu machen.
Reue ist der feste Vorsatz, beim nächsten Mal keine Fingerabdrücke zu hinterlassen.
Dementis sind die Umstandskleider einer sich anbahnenden politischen Veränderung.
Jeder Mensch begegnet einmal dem Menschen seines Lebens, aber nur wenige erkennen ihn rechtzeitig.
Bücher haben die gleichen Feinde wie der Mensch: Feuer, Nässe, Zeit und ihren Inhalt.
Die meisten Dichter verstehen von Literatur nicht mehr als Vögel von Ornithologie.
Experten sind Leute, die, damit sie Experten bleiben, sich weigern, etwas hinzuzulernen.
Intelligenz ist jene Eigenschaft des Geistes, dank derer wir schließlich begreifen, daß alles unbegreiflich ist.
Es ist gut, daß es Radikale gibt, auch wenn sie nur selten in der Lage sind, etwas aufzubauen.
Die Vereinten Nationen sprechen nicht mehr von "Straf" -recht", "Straf"-prozeß und "Straf" -vollzug, sondern von sozialer Verteidigung.
Der Langweiler ist ein Mensch, der dich deiner Einsamkeit beraubt, ohne dir Gesellschaft zu bieten.
Nicht der Staat gewährt den Bürgern Freiheit, sondern die Bürger dem Staat Einschränkungen ihrer Rechte.
Nichts ist nachsichtiger, weil auch nichts glücklicher macht, als Aufrichtigkeit.
Das Problem der Demokratie liegt darin, außergewöhnliche Menschen von gewöhnlichen wählen zu lassen.
Um zu lieben, müssen wir das Göttliche an dem Geliebten lieben, um Liebe anzunehmen, auch an uns.
Der allzugroße Eifer im Guten kann zu allen Zeiten das Gute hindern und das Böse befördern.
Heute wird zwar demokratisch gewählt, doch die wirkliche Macht liegt in den Händen der Wirtschaft.
Die äußere Freiheit der vielen leitet sich ab aus der inneren Freiheit der einzelnen.
Am Anfang gehören alle Gedanken der Liebe. Später gehört dann alle Liebe den Gedanken.
Nur Finanzminister verdienen in der Politik einen Heiligenschein, denn sie verkünden eine wichtige Wahrheit. Diese lautet: Es ist kein Geld da.