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Gedankensplitter - Denkanstöße - Glossen

786 Texte und Beiträge

  • Unsere lieben Kleinen: süße Tyrannen?

    Gedanken zur Kindererziehung von Christa Schyboll

    Mittlerweile ist es in der Gesellschaft angekommen: Unsere Kinder, die neuen Tyrannen? – Ein Zündstoffthema. Nicht nur für entnervte Eltern, die ohnmächtig mit ihrer geliebten Brut nicht mehr fertig werden, sondern auch durchaus aktuell für optimal-erziehende Eltern mit ungestörten Kinder – die mehr und mehr statistisch in die Minderheitenzone geraten. Denn auch diese werden vermutlich sehr bald mit einem gigantischen Problem dann "gestörter Erwachsener" zu tun und sie mit... »

  • Freundschaft: Ein Zentralkonflikt und seine Chancen

    Gedanken über Freundschaft von Christa Schyboll

    Kurzum: Man hat einen Wert von dieser Freundschaft, den man gegenseitig schätzt, den man lieb gewinnt, der einem unverzichtbar erscheinen kann - oft auch noch eine zusätzliche und gesunde Alternative zur Partnerschaft ist (beides kann auch natürlich gemeinsam gehen und die gleiche Person betreffen). Je intimer die Freundschaft ist, je öfter man die Nähe miteinander genießt, um so eher besteht die Gefahr, dass sich etwas einschleicht, was irgendwann abträglich sein kann. Es kann sich ein... »

  • Jugendliche und Kinder sollten eigene Vertreter für die Parlamente wählen dürfen

    Gedanken über Kinder und ihre Rechte in der Demokratie von Tom Borg

    Der meistgenannte Grund für das Ablehnen der Wahlberechtigung von Kinder und Jugendlichen ist der, dass sie noch nicht reif genug seien. Aber müssen Sie das überhaupt? Meinen wir mit "reif" nicht letztlich, dass sie so denken, wie Erwachsene es gerne hätten, dass sie deren Werte übernehmen und sich in deren Welt einordnen? Kinder und Jugendliche haben aber durchaus ihre eigenen Vorstellungen vom Leben. Wenn sie könnten, würden sie in vielen Dingen anders entscheiden. Haben sie kein... »

  • Sommersonntag

    Ein etwas dunkles, aber tief gehendes Psychogramm über Kindheit von Christa Schyboll

    „Er lernt es nie! Warum kannst du die Kinder nicht richtig erziehen?“ - Sie duckt sich. Innerlich. Vor der Stimme. Dabei ist sie schon klein. Seit dem sie seine Kinder erzieht, ist sie noch kleiner geworden. Ihre Kinder sind es nur, wenn sie schlurfen oder schlechte Noten bringen. Dann sind es ihre Kinder. Man schrumpft als Mutter. Vom Nicht-richtig-Kindererziehen. Manche Kinder schlurfen nun einmal gerne. Das weiß der Vater nicht. Er war nie ein Kind. Er war schon immer erzogen und... »

  • Persönliche Träume von Macht und Geld

    Gedanken über Erfolg, Macht und Geld von Christa Schyboll

    Mag sein, dass dies vielen zur Erstbefriedigung verhilft – anderen vielleicht auch schon dann für den Rest des Lebens reicht. Aber es gibt nicht wenige Zeitgenossen, die sich vorstellen könnten, noch ganz anderes damit zu machen, als allein die persönlichen Wünsche zu erfüllen. In der Gewissheit nämlich, dass die Sättigung durch Materialismus alleine nicht kommt, sondern eher in die weitere Unersättlichkeit abzugleiten droht. Und dann? Stellen Sie sich also so plastisch und lebendig... »

  • Meine Weihnachtsgeschichte: Leise rieselt … nicht nur Schnee

    Eine Weihnachtsgeschichte von Christa Schyboll

    6. Dezember 1960. Ich bin Angela und werde bald acht Jahre alt. Heute Morgen habe ich meinem Schokoladennikolaus noch vor dem Frühstück die Füße abgebissen, ungefähr bis zur Hälfte seines roten Mantels. Dann habe ich den Rest mit Klopapier ausgestopft und ihn mit Stanniolpapier vorsichtig wieder umwickelt, damit er unversehrt aussieht. Jetzt steckt er wieder in meinem Stiefel aus echtem Seehundfell. Zusammen mit einem Apfel und süßem Gebäck. Wenn meine Mutter sähe, dass er schon zur... »

  • Sind Sie ein sympathischer Mensch?

    Gedanken von Christa Schyboll

    Schwierige und spannende Fragen, die man in der Regel nicht einmal mit Ja oder Nein beantworten kann. Der Grund ist, dass das Wahrnehmen eines Menschen von sehr vielen anderen Menschen auch sehr verschieden wahrgenommen wird. Es ist abhängig von der jeweiligen Situation, der jeweiligen Stimmung des Betrachtenden wie des Betrachteten und von jenen geheimnisvollen Dingen, die man als „Wellenlänge“ bezeichnet. Stimmt die „Wellenlänge“ nicht, dann kann ein JA oder ein NEIN in einer... »

  • Das ganz normale Chaos… und die liebe Familie

    Gedanken rund um unsere Lieben von Christa Schyboll

    Das Gedrängel im Bad, die Rufe durch das Haus, die wieder nicht vorhandenen Brötchen, weil keiner zum Bäcker schnell um die Ecke laufen wollte. Dann gibt es eben keine und es wird das Brot von gestern oder von vorgestern gegessen. Auch gut. Irgendwelche Kompromisse beim morgendlichen Stress müssen schließlich gemacht werden. Der größte Stress jedoch: Die Sucherei. So überflüssig wie ein Kropf. Trotz ständiger Ermahnungen, am Abend vorher sich alles bereit zu legen, was morgens... »

  • Bye, Bye, Baby...

    Erinnerungen von Tom Borg

    Ich schaute durch die Fenster des langsam fahrenden Buses auf die Strassen von London. Von irgendwoher erklang "Bye, Bye, Baby" von den Bay City Rollers. Und ich hatte ein flaues, bedrückendes Gefühl und konnte mir nicht so recht erklären, warum. Denn eigentlich mochte ich den Song nicht - und die Bay City Rollers schon garnicht. Das war eine Band für Mädchen. Heike, das Mädchen das in der Klasse hinter mir saß, war ein Fan der Rollers. Sie wusste alles über Leslie & Co.. Wir Jungen... »

  • Frieden

    Wie ein Songtext entstand von Tom Borg

    Was ist Frieden? Diese Frage stellte sich mir vor ein paar Jahren, als ich einen Songtext zu diesem Thema schreiben musste. Ein Partner hatte einen Trompetensong, der auf dem Refrain mit Gesang unterlegt war, den Wildecker Herzbuben angeboten - und die wollten den Song haben. Allerdings mit vollem Text. Damals stand nur der Refrain mit den Worten: Frieden, wir wollen Frieden und Liebe für die Menschen der Welt; Frieden für alle Freunde, Liebe für die Kinder der Welt. Und so saß... »

  • Familiendemokratie – Eine fiese genetische Benachteiligung?

    Über die täglichen Ungerechtigkeiten von Christa Schyboll

    Diese Demokratie ist in unserer Familie ausgehebelt. Wir leben sozusagen in einem anarchistischen Zustand, der voll ist von bedrohlicher Rebellion. Irgendjemand ist immer da, der autokratisch irgendetwas befiehlt und brutal durchzieht. Zum Beispiel derjenige, der mit dem Kochen dran ist. Man glaube doch nicht, es gäbe die demokratische Gepflogenheit, ernsthaft darüber abzustimmen, wer denn gerne was essen möchte. Nein, es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Und schmeckt das nicht, ist... »

  • Glück und Unglück – eine reine Befindlichkeitsfrage?

    Nachdenkliches von Christa Schyboll

    Die alte Frage nach dem Geld im Zusammenhang mit Glück ist ja zu oft gefragt worden. Dass es das Geld nicht ist, weiß jedes Kind. Aber dass Geld oder ausreichender Reichtum als Hilfsmittel vorübergehend auf einer Teilstrecke zum privaten Glück angenehm sind, bestreiten auch nur wenige. Man kann sich in diesen Zwischenphasen schön in einer Hängematte von gewissen Sicherheiten wiegen, während andere eine wesentlich härtere Grenze zum persönlichen Glück wagen müssen. Sei es durch... »

  • Ist Schweigen Gold oder Unvermögen?

    Gedanken von Christa Schyboll

    Schweigende können Menschen sein, die schlicht und einfach nichts zu sagen haben. Oder welche, die schon etwas zu sagen hätten, wenn sie denn wüssten, wie! Die Worte fehlen oder der Mut… oder die Situation ist ihnen so schwer, dass das Schweigen zum Zwangsakt wird, obschon soviel in ihnen lebt, was gesagt werden möchte. Schweigen ist also durchweg keinesfalls ein kommunikativer Akt, bei dem nicht gesprochen wird – aber er kann es natürlich auch sein. Das wiederum ist dann eine der... »

  • Gehören Sie zur Elite?

    Eine Frage von Christa Schyboll

    Wikipedia schreibt zur Elite: "Eine Elite (urspr. vom lateinischen electus, „ausgelesen“) ist soziologisch genommen eine Gruppierung überdurchschnittlich qualifizierter Personen (Funktionseliten, Leistungseliten) oder die herrschenden bzw. einflussreichen Kreise (Machteliten) einer Gesellschaft. Konkret bezieht sich der Begriff meist auf näher definierte Personenkreise, wie z. B. die Bildungselite. Der Elite gegenüber steht die „Masse“[1] oder der „Durchschnitt“... »

  • Reifezeit für eine neue Geldethik?

    Ein Appell von Christa Schyboll

    Sicher, ein wenig mehr will man ihnen jetzt schon auf die Finger schauen, die Megaeinkünfte dämpfen und die persönliche Verantwortung über den Zwangsschnitt in den Geldbeutel forcieren. Das sind die derzeitigen Methoden, die den schwerkranken Patienten Weltwirtschaft retten sollen, der von manchen längst schon wieder allein deshalb gesund geschrieben wurde, weil kranke Patienten mit Dauerschäden keine schöne Statistik hergeben. Weg mit den üblen Gerüchten, er sei im Grunde immer noch... »

  • Die Deutschen und ihr Reifegrad

    Eine Kolumne von Christa Schyboll

    Keine Frage: jeder von uns ist natürlich anders und in anderen Bereichen reif! - Anders geht es ja nicht, da auch die Deutschen Individuen sind und damit unterschiedlich in ihrer persönlichen Entwicklung. Dennoch: gibt es trotzdem so etwas wie eine Art "Gemeinschaftsreife"!? Wenn ja: Wie reif sind wir im z.B. bundesdeutschen Bürgerkollektiv? Schaut man in die jüngere Geschichte, so sind vom deutschen Boden einerseits die grauenhaften Weltkriege ausgegangen - aber auch eine prosperierende... »

  • Weihnachten – Die nächstbeste Gelegenheit zur Party?

    Die differenzierte Betrachtung einer Chance zum inneren Frieden von Christa Schyboll

    Es gab Zeiten, da war in bestimmten Regionen der Welt Weihnachten als besonderes Datum allein schon deshalb nicht existent, weil keiner davon wusste, nichts und niemand christianisiert war. Oder umgekehrt gab es auch Zeiten, da fiel es so gut wie niemandem ein, das Weihnachtsfest anders als traditionell christlich zu begehen… wenngleich die Traditionen sich ein wenig unterschieden haben. Der Kern aber blieb der gleiche. Heute gibt es nur noch eine Gemeinsamkeit, die global eine Rolle spielt:... »

  • Weihnachten – Warum nicht einmal durch und durch künstlerisch?

    Eine Idee zu einem künstlerisch-sozialen Gemeinschaftsprojekt von Christa Schyboll

    Es muss ja nicht unbedingt der frisch im Wald gemordete Tannenbaum sein, der eigentlich noch wunderbar in der Natur hätte wachsen können. Warum nicht einen Baum schaffen aus Müll, den sonst keiner mehr braucht? Die Sperrmülltermine der einzelnen Bezirke bieten wunderbare Gelegenheiten, einen Alternativbaum zu schmücken, der gleichzeitig viele Geschichten über unsere Wegwerfgesellschaft spricht. Ansonsten wäre das Räumen des eigenen Kellers zu diesen Zwecken auch anzudenken. Man könnte... »

  • Weihnachten – Wir lieben uns alle bis aufs Blut!

    Krieg und Frieden in der nicht immer heiligen Familie – Beobachtungen von Christa Schyboll

    Doch weit gefehlt, wenn man dabei alt-verknöchertes auf der einen Seite vermutet und lieblich-kindliches auf der anderen Seite. Richtiger ist vielmehr: Lebendige Dynamik spiegelt sich in jeder Szene – und das jedes Jahr neu und jedes Jahr anders. Nicht wenige Familien die dies so oder in ähnlicher Weise erleben. Der Großklan von Geschwistern, Nichten, Neffen, Eltern, Schwiegereltern sowie der Jungbrut trifft sich dort, wo mindestens räumlich noch ein ordentlicher Stehplatz zu ergattern... »

  • Weihnachtsvorbereitungen der immateriellen Art

    Eine alternative Möglichkeit einer inneren Vorbereitung von Christa Schyboll

    Vielmehr ist es so, dass es einen anderen Stellenwert bekommen hat, seitdem ein anderer ihn zu verdrängen mochte: Nämlich die Weihnachtsvorbereitungen der immateriellen Art. Eine Art geistiger Besinnung, die weniger einen religiösen und dennoch zugleich einen tief-zwischenmenschlichen Hintergrund hat. Auch dies ist eine Rückbindung und somit letztlich doch wieder re-ligio. Re-ligio also: Rückbindung an Menschen, die ich mag, die mich mögen. Nun ist das ja mit dem mögen, gar lieben,... »

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