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Henry Louis Mencken

amerikanischer Schriftsteller (1880 - 1956)

Der Amerikanischer Schriftsteller und Journalist, Literaturkritiker, Kolumnist und Satiriker Henry Louis Mencken wurde am 12. September 1880 in Baltimore, Maryland, als Sohn eines deutschamerikanischen Zigarrenfabrikanten geboren. Doch seine Zukunft sah er - anders als sein Vater - in der schreibenden Zunft, wo er sich selbst weiterbildete und später zu einem der erfolgreichsten Journalisten und Schriftsteller wurde.

Zunächst folgte er jedoch widerwillig dem Wunsch des Vaters und arbeitete 3 Jahre lang im Familienbetrieb mit. Mencken hat die Arbeit jedoch nie geliebt und sich Anfang 1898, ohne seinen Vater um Erlaubnis zu bitten, zu einem Schriftstellerkurs angemeldet. Dies sollte alles bleiben, was er sich an formaler Ausbildung in Sachen Journalistik und Schreiben angedeihen ließ.

Als der Vater kurz nach Weihnachten 1898 starb und sein Onkel den Betrieb übernahm, ergriff Mencken die Chance und versuchte sich als Journalist und Schriftsteller. Im Februar 1899 bewarb er sich bei der Zeitung "Morning Herald", die 1900 in "Baltimore Morning Herald" umbenannte wurde. Er wurde zunächst nur als Teilzeitkraft eingestellt, machte aber seinen Job so gut, dass er im Juni als Vollzeit-Reporter eingestellt wurde.

Nach sechs jahren beim "Herald" wechselte Mencken 1906 als politischer Kolumnist zur "Baltimore Sun" für die er bis zu seinem Schlaganfalll in 1948 schrieb.

1920 gründete Nathan das Pulp-Magazin "Black Mask", das er jedoch 1922 wieder verkaufte. Stattdessen gründete er 1924 mit George Jean Nathan das Magazin "The American Mercury".

Mencken verleugnete nie seine deutsche Abkunft und musste teils heftige Angriffe für seine Deutschland-Sympathie einstecken, zumal auch seine Kritik an amerikanischen Lebensumständen von seinen deutschen Wurzeln beeinflusst war. Mencken kritisierte in seinen vielen Veröffentlichungen die Wertvorstellungen der amerikanischen Bourgeoisie, die Kirchen und die staatlichen Einrichtungen.

Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, war Henry Louis Mencken über Jahrzehnte einer der meistgelesenen Autoren der USA. Er galt als Verteidiger der Freiheit und der Bürgerrechte und war ein vehementer Gegner des angelsächsischen Puritanismus.

Zu seinen bedeutendsten Werken gehört das 1919 veröffentlichte "The American Language", das 1927 auch in deutscher Sprache erschien.

1948 erlitt Mencken einen Schlaganfall von dem er sich bis zu seinem Tod nicht mehr richtig erholte. Am 29. Januar 1956 starb Henry Louis Mencken in seinem amerikanischen Geburtsort Baltimore.