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Mark Aurel

römischer Kaiser (121 - 180)

Im 26.4.121 wurde Marc Aurel unter dem Namen Marcus Annius Verus in Rom geboren. Seine Familie gehörte den vornehmen Senatoren an. Mit siebzehn Jahren wurde er von seinem Onkel Antoninus Pius adoptiert, auf Anregung des Kaisers Hadrian. Seine Hochzeit mit Faustina fand im Jahre 145 statt. Es war die Tochter seines Adoptivvaters. Im Jahre 161 wurde Marc Aurel römischer Kaiser. Als Kaiser nannte er sich Marcus Aurelius Antonius Augustus.

Marc Aurels Anschauungen fußten auf den Stoikern, als deren letzter großer Vertreter er gilt. Beeinflusst war er vor allem von Epiktet. Von seinen Schriften sind die "Briefe" an seinen Lehrer Fronto erhalten, die in lateinischer Sprache verfasst sind sowie auch Teile der 12 Bücher "Selbstbetrachtungen", die er in griechischer Sprache gegen Ende seines Lebens niederschrieb. Die Philosophie tritt hier mit tröstendem Charakter auf und Marc Aurel befand, dass der Mensch den Sinn nur in der Vernunft finde, die ihn dann auch eine oft schwere Existenzbürde tragen ließ.

Während seiner Regentschaft prosperierte das Römische Reich. Es war durch innere und äußere Stabilität gekennzeichnet. Mark Aurel zählte zum Kreis der so genannten Adoptivkaiser. Dieses Kaisertum umfasst eine gewisse Zeit in der Römischen Kaiserperiode, in der die Nachfolge in der Herrschaft durch Adoption bestimmt wurde. Auch Mark Aurels leiblicher Sohn und Nachfolger Commodus gehörte dazu. Er jedoch errichtete ein Willkürregime.

Mark Aurel setzte vor allem innenpolitischneue Schwerpunkte, wie z.B. in Gesetzgebung und Rechtsprechung bei der Erleichterung des Loses von Benachteiligten der damaligen römischen Gesellschaft. Hiervon waren vor allem die Sklaven und Frauen betroffen. Er stellte sich u.a. erfolgreich den Herausforderungen einer schwerwiegenden Tiberüberschwemmung und hatte mit der Pandemie der Antoninischen Pest zu kämpfen.

Feindschaften zwangen ihn, an den Reichsgrenzen nach einer längeren Friedenszeit wieder an mehreren Fronten bereitzustehen und gegen Eindringlinge vorzugehen. Besondere Bedrohung waren ihm der Osten des Reiches durch die Parther und der Donauraum durch diverse Germanen-Stämme.

Das Feldlager war im letzten Jahrzehnt seines Lebens sein vorwiegender Aufenthalt. In dieser Phase verfasste er auch seine "Selbstbetrachtungen", die ihm die Bezeichnung "Philosophenkaiser" einbrachten und heute zur Weltliteratur zählen. Marc Aurel starb am 17.3.180 in Vindobona, dem heutigen Wien.