Anzeige

Max Weber

deutscher Nationalökonom und Soziologe (1864 - 1920)

Max Weber gilt als einer der Klassiker der Kultur- und Sozialwissenschaften. Mit seinen Theorien und Begriffsdefinitionen nahm er großen Einfluss auf die Wirtschafts-, die Herrschafts- und die Religionssoziologie. Weber gilt zudem als Begründer der empirischen Soziologie.

Max Weber wurde am 21. April 1864 in Erfurt als Maximilian Carl Emil Weber geboren. Er war das erste von acht Kindern des Juristen und späteren Reichstagsabgeordneten der Nationalliberalen Partei Max Weber.

Mit zwei Jahren erkrankte Weber an Meningitis. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, bereits im Alter von 13 Jahren Werke der Philosophen Schopenhauer, Spinoza und Kant zu lesen.

Weber besuchte das Königliche Kaiserin-Augusta-Gymnasium in Charlottenburg, wo er auch sein Abitur ablegte. Anschließend studierte er von 1882 bis 1886 Jura, Nationalökonomie, Philosophie und Geschichte in Heidelberg, Göttingen und Berlin. 1889 promovierte er an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin in Jura mit der Dissertation 2Die Entwicklung des Solidarhaftprinzips und des Sondervermögens der offenen Handelsgesellschaft aus den Haushalts- und Gewerbegemeinschaften in den italienischen Städten".

1892 erfolgte die Habilitation für römisches und deutsches Handelsrecht in Berlin bei August Meitzen mit der Habilitationsschrift "Die römische Agrargeschichte in ihrer Bedeutung für das Staats- und Privatrecht".

Im Jahr 1893 wurde Weber mit 29 Jahren außerordentlicher Professor für Handelsrecht in Berlin. Ein Jahr später erhielt er einen Lehrstuhl für Nationalökonomie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. 1896 nahm er einen Ruf auf den renommierten Lehrstuhl von Karl Knies an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg an.

1898 musste Weber seine Lehrtätigkeit wegen eines Nervenleidens einschränken, und stellte die Lehrtätigkeit im Jahr 1900 ganz auf. 1903 gab er auch seine Professur auf und lebte fortan von seinem ererbten Vermögen.

Nach dem Ersten Weltkrieg war Weber Mitbegründer der links-liberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP) und wurde 1919 zum Sachverständigen der deutschen Delegation bei der Friedenskonferenz zum Versailler Vertrag berufen.

1919 wurde Weber ordentliches Mitglied in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Aufgrund seiner angegriffenen Gesundheit, konnte er seiner Lehrtätigkeit nicht allzu lange nachkommen. Im Sommer 1920 erkrankte er an der Spanischen Grippe und zog sich eine Lungenentzündung zu. Am 14. Juni 1920 starb Max Weber in München an den Folgen der Lungenentzündung.