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Friedrich Freiherr von Logau

deutscher Schriftsteller (1604 - 1655)

Friedrich von Logau stammte aus altem schlesischen Adelsgeschlecht. Geboren wurde Logau am 23. Januar oder wenige Tage zuvor als einziges Kind des Georg von Logau zu Altendorf auf Dürr-Brockut und der Anna von Reydeburg auf Dobergast.

Am 13. Oktober 1614 wird Logau in die Quarta des Brieger Gymnasiums unter Rektor Melchior Laubanus aufgenommen und besucht diese Schule bis zum Juni 1625. Dieser ungewöhnlich lange Schulbesuch in Brieg über 11 Jahre erklärt sich aus den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs, die immer wieder Unterbrechungen verursachten. Nach der Schule begann Logau ein Studium der Rechte in Altdorf und Frankfurt an der Oder. In 1631, nach Abschluss des Studiums, übernahm er das durch den Krieg völlig verwahrloste und verwüstete Familienanwesen, das zu der zeit wenig einträglich war. Wohl auch aus diesen finanziellen Erwägungen trat er gleichzeitig auch in den Dienst der Herzöge von Brieg und Liegnitz. 1644 wurde er zum Rat ernannt, 1654 wechselte er im Zug einer Erbteilung nach Liegnitz über.

Seinen Ruhm als Epigrammatiker begründete Friedrich von Logau mit zwei Sammlungen, die er unter dem Pseudonym Salomon von Golaw herausgab: die 1638 veröffentlichten "Zwey Hundert Teutscher Reimen-Sprüche" und "Deutscher Sinn-Getichte Drey Tausend" aus 1654.

Logaus Sinngedichte sind vor allem durch die lateinischen Epigramme John Owens beeinflußt. Die Maßstäbe für seine kritisch-satirische Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Wirklichkeit nahm Logau aus einer idealisierten Vergangenheit, einer statischen, hierarchisch gegliederten Welt, in der noch die "alten deutschen Tugenden" wie Treue, Redlichkeit und Frömmigkeit herrschten, in der die neue politische Moral noch keinen Platz hatte. Vor dem Hintergrund der so verklärten altständischen Gesellschaft beurteilte Logai Ereignisse, Institutionen und menschliches Verhalten der Gegenwart, wandte er sich gegen Neuerungen, verteidigte das Überkommene und trat er für religiöse Toleranz ein.

In der Nacht vom 24. auf den 25. Juli 1655 starb Friedrich von Logau im Alter von 50 Jahren in Liegnitz. Er wurde am 22. August in der Fürstlichen Stiftskirche St. Johannis beigesetzt.