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Klabund

deutscher Schriftsteller (1890 - 1928)

Klabund, der eigentlich Alfred Henschke hieß, wurde am 4. November 1890 als Sohn eines Apothekers in Crossen an der Oder geboren.

Am Humanistischen Friedrichsgymnasium in Frankfurt (Oder) bestand er 1909 mit besten Noten das Abitur und begann ein Studium der Chemie und Pharmazie in München. Er wechselte dann aber auf die Fächer Philosophie, Philologie und Theaterwissenschaften die er in München, Berlin und Lausanne studierte. 1912 brach er das Studium jedoch wieder ab um sich der Schriftstellerei zu widmen.

1913 erschien ein erster Band mit Gedichten unter dem Titel "Morgenrot! Klabund! Die Tage dämmern!". Das Pseudonym Klabund wählte Henschke um vorzugeben, ein vagabundierender Poet zu sein. Weitere Veröffentlichungen kamen in Alfred Kerrs Zeitschrift PAN zustande sowie in der "Jugend" und im "Simplicissimus". Ab 1914 war er Mitarbeiter der Zeitschrift "Die Schaubühne", die später in "Die Weltbühne" umbenannt wurde.

Bereits im Alter von 16 Jahren erkrankte Klabund an Tuberkulose, die anfangs als Lungenentzündung diagnostiziert wurde. Die Krankheit sollte Klabund sein Leben lang begleiten und führte zu häufigen Reisen nach Italien und in das schweizerische Lungensanatorien Davos.

Aufgrund der Krankheit musste Klabund nicht als Soldat in den Ersten Weltkrieg ziehen, sondern hielt sich die meiste Zeit im Lungensanatorium Davos auf. In dieser Zeit erflammte sein Interesse an fernöstlicher Literatur, die er in der Folgezeit häufig übersetzte und bearbeitete.

Auch seine erste Frau Brunhilde Heberle hatte er im Lungensanatorium kennengelernt. 1918 heiratete das Paar, aber noch im gleichen Jahr starb Brunhilde nach einer Frühgeburt. Das Kind starb Anfang 1919.

1923 heiratete Klabund die Schauspielerin Carola Neher. Das Paar trennte sich aber häufig aufgrund von Affären Nehrers, die aber letztendlich bis zur letzten Stunde bei ihm blieb.

Am 14. August 1928 starb Klabund in Davos mit Ehefrau Carola an seiner Seite.

Obwohl Klabund nur knapp 38 Jahre alt wurde, hinterließ er ein umfangreiches Werk mit 14 Romanen und 25 Dramen sowie viele Erzählungen, Gedichte und Nachdichtungen sowie auch literaturgeschichtliche Werke. Vieles aus seinem Werk wurde aber erst nach seinem Tod veröffentlicht.