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Richard Wagner

deutscher Komponist (1813 - 1883)

Mit seinen Musikdramen gilt Richard Wagner als einer der bedeutendsten Erneuerer der europäischen Musik im 19. Jahrhundert. Er veränderte die Ausdrucksfähigkeit romantischer Musik und die theoretischen und praktischen Grundlagen der Oper, indem er dramatische Handlungen als Gesamtkunstwerk gestaltete; Wagner schrieb die Libretti, komponierte die Musik und gab selbst die Regieanweisungen.

Seine Neuerungen in der Harmonik beeinflussten die Entwicklung der Musik bis in die Moderne. Sein sogenannter und oft zitierter Tristan-Akkord gibt der Musikwelt bis heute Rätsel auf.

Richard Wagner am 22. Mai 1813 in Leipzig als neuntes Kind eines Polizeiaktuarius und einer Bäckerstochter geboren. Der Vater starb bereits sechs Monate später an Typhus und die Mutter heiratete erneut. Doch auch Richards Stiefvater starb bereits im September 1821.

Richard erhielt dennoch eine gute Ausbildung. Im Jahr 1817 wurde er eingeschult. Nach dem Tod des Stiefvaters lebte er ab Oktober 1821 für ein Jahr in Eisleben, bevor er ab Dezember 1822 die Kreuzschule in Dresden besuchte.

Im Jahr 1826 zog die Familie nach Prag, weil Richards Schwester Rosalie dort ein Engagement als Theaterschauspielerin erhielt. Richard blieb jedoch in Dresden. Erst ab Weihnachten 1827 war die Familie wieder komplett in Leipzig. Hier besuchte Wagener von 1828 bis 1830 die Nikolaischule sowie später die Thomasschule.

In jener Zeit wurde ihm seinem Onkel Adolph Wagner ein Vorbild. Richard las in der umfangreichen Bibliothek des Philologen Shakespeare und die Romantiker. Bereits als Schüler schrieb Wagner sein erstes dramatisches Werk: "Leubald", ein großes Trauerspiel in fünf Akten im Stile Shakespeares.

Ab 1831 studierte Wagner Musik an der Universität Leipzig und nahm er Kompositionsunterricht beim Thomaskantor Christian Theodor Weinlig. Seine erste Klaviersonate in B-Dur wurde bereits ein Jahr später gedruckt und, wie auch seine Konzertouvertüre in d-Moll, im Jahr 1832 in Leipzig aufgeführt. Weitere Konzertstücke brachten Wagner weitere Anerkennung und seine C-Dur-Symphonie wurde noch im selben Jahr im Prager Konservatorium uraufgeführt.

Ob es an seiner unsteten Kindheit lag oder einfach nur an den Umständen, ist schwer zu beurteilen. Doch Wagners Leben war eine einzige Reise. Er blieb selten lange an einem Ort und nahm viele Herausforderungen und war selten zufrieden. Typisch dafür seine Aktivität bei Corps Saxonia Leipzig, wo es ihn nicht lange hielt, da er politisch engagierter war, mehr erwartete.

So ist der Aufstieg des jungen Richard Wagner zum großen Opernkomponisten eine Reise durch unzählige Stationen. Wagner genügte sich nicht als Komponist. Er betätigte sich auch als Dramatiker, Dichter und Schriftsteller der auch zu politischen Themen Stellung nahm. Nicht immer zur Freude seiner näheren Umgebung. Letztendlich hatte Wagner eine Vision: die Bayreuther Festspiele. Er wollte einen Ort schaffen wo seine Musikwerke aufgeführt werden, so wie er sie inszenierte und letztlich auch dirigierte. Als erster Komponist gründete Wagner Festspiele in dem von ihm geplanten Bayreuther Festspielhaus und schuf so ein Mekka für Opernfreunde, die bis heute gerne nach Bayreuth pilgern.

Am 13. Februar 1883 starb Richard Wagner in Venedig.