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Sebastian Vettel

deutscher Autorennfahrer (1987 - )

Der am 3. Juli 1987 in Heppenheim geborene deutsche Autorennfahrer Sebastian Vettel kam schon sehr früh durch seinen Vater zum Motorsport. Norbert Vettel war 13 Jahre hobbymäßig im Bergrennsport aktiv. Papa Vettel unterstützte Sebastian von Anfang an bei einer eigenen Karriere im Rennsport. Dafür verkaufte er unter anderem sein eigenes Rennfahrzeug, um dem Sohn den Einstieg in den Motorsport zu ermöglichen. Denn eine Karriere im Rennsport kostet Geld, sehr viel Geld.

Bei Sebastian Vettel hatte der Großvater seine Brieftauben verkauft und die Eltern steckten den Gewinn der familieneigenen Zimmerei in Sebastians Karriere. Einziges Hobby der Familie waren der kleine Basti und sein Kart. Bereits mit drei Jahren raste Vettel im selbstgebauten Vehikel über den elterlichen Hof in Heppenheim. Zu Weihnachten bekam er ein 60-cm³-Bambini-Kart geschenkt, mit dem er auch seine ersten Kartrennen bestritt. Mit sieben Jahren gewinnt Sebastian Vettel erstmals ein Kartrennen. Aber das Geld blieb knapp, denn Motorsport ist ein teures Hobby. Erst im Alter von zehn Jahren übernahm Gerhard Noack, der unter anderem auch Michael Schumachers Karriere in die richtigen Bahnen lenkte, die Förderung des jungen Sebastian Vettel. Bis zu seinem dreizehnten Lebensjahr war Vettel im Kartsport aktiv und gewann unter anderem 2001 die deutsche und europäische Juniorenkartmeisterschaft.

Dank Gerhard Noack schaffte es Sebastian Vettel 2003 in die Formel BMW. Er gewann fünf Rennen und wurde Vizemeister hinter Maximilian Götz. Ein Jahr später holte er mit Mücke Motorsport den Meistertitel der deutschen Formel BMW und stellte dabei mit 18 Siegen in 20 Saisonläufen einen Rekord auf. Im gleichen Jahr begann der österreichische Getränkehersteller Red Bull, Vettel finanziell zu unterstützen, der jedoch weiterhin bei Mücke Motorsport blieb und in die Formel-3-Euroserie wechselte.

Im Jahr 2006 erhielt Vettel in der Formel 1 einen Testfahrervertrag bei BMW Sauber, wo er ab August 2006 als Freitagstestfahrer aktiv war und bei seinem Debüt vor dem Großen Preis der Türkei als jüngster Fahrer in der Geschichte der Formel 1 den ersten Platz des Freitagstrainings erreichte.

Das war der Auftakt für eine ganze Serie von Rekorden. Am 17. Juni 2007 gab Sebastian Vettel sein Formel-1-Renndebüt als Einsatzfahrer beim Großen Preis der USA in Indianapolis. Er schaffte den achten Platz und wurde mit 19 Jahren und 350 Tagen der bisher jüngste Fahrer, der je in einem Formel-1-Rennen in die Punkteränge fuhr. Im Verlauf der Saison wechselte Vettel zur Scuderia Toro Rosso. Am 13. September 2008 schaffte Vettel beim verregneten Qualifying für den Großen Preis von Italien in Monza seine erste Pole-Position - im Alter von 21 Jahren und 73 Tagen wiederum als jüngster Fahrer in der Formel-1-Geschichte. Im Rennen holte sich Vettel den ersten Sieg seiner Formel-1-Karriere und wurde zum bisher jüngsten Formel-1 Sieger.

Im Jahr 2009 wechselte Sebastian Vettel zu Red Bull. Nach einem Anlaufschwierigkeiten und Leichtsinnsfehlern, man könnte auch sagen jugendlichem Übermut, wurde Sebastian Vettel in der Saison 2010 zum überlegenen Fahrer. Er startete zehn Mal von der Pole-Position und holte sich am Ende im Alter von 23 Jahren und 134 Tagen als bisher jüngsten Formel-1-Fahrer den Weltmeister-Titel der Formel-1, den er in der Saison 2011 erfolgreich verteidigte.

2012 gelang Sebastian Vettel der Champion Hattrick. Nach einem furiosen Rennen in Sao Paulo gewann Vettel am 25. November 2012 den dritten Weltmeistertitel in Folge und ist damit nicht nur jüngster dreifacher Weltmeister in der Formal-1 Geschichte sondern neben Michael Schumacher und Juan Manuel Fangio der einzige Fahrer in der Geschichte des Formel-1 Rennsports, der dreimal hintereinander Weltmeister werden konnte - und natürlich ist er wieder der jüngste im Trio dieser Legenden.

Am 27. Oktober 2013 gelang Sebastian Vettel mit einem überlegenen Sieg beim Großen Preis von Indien der vierte Weltmeistertitel in Folge. Nur noch Juan Manuel Fangio und Rekordweltmeister Michael Schumacher schafften mehr Titel.