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Talmud

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Der Name Talmud bedeutet Lehre, Belehrung. Er ist ein Sammelwerk, das die anfangs mündliche Auslegung der 5 Bücher Modes durch die Schriftgelehrten enthält. Der Talmud ist ein Zeugnis für das religiöse Denken des Judentums, das diesem Buch immer treu geblieben ist, auch wenn man die Juden im Laufe der Geschichte oft zwingen wollte, davon Abstand zu nehmen.

Im Mittelpunkt des jüdischen Lebens steht die Tora. Sie umfasst die 5 Bücher des Moses. Ein wichtiger Teil der Tora sind die 10 Gebote. Zu den 10 Geboten kamen mit der Zeit neue Bestimmungen hinzu, so dass die Tora nun 613 Gebote umfasst. Im Grunde erweitern diese Gesetze und Gebote aber nur das eine Hauptgebot: "Du solltest den Herren, deinen Gott, aus ganzem Herzen, aus ganzer Seele und mit all deinen Kräften lieben".

Für die Juden ist die Tora ein Geschenk Gottes, das es ermöglicht, ein glückliches und sinnvolles Leben zu führen. Sie bestimmt bis zum heutigen Tag Handeln und Glauben der Juden. Sie sagt den Juden, wie sie ihr Leben ausrichten sollen, um den Weg des Glücks und des Heils zu finden. Die Tora zu studieren, ist ein wichtiges Gebot. Jeder Jude soll soviel daraus lernen, wie er kann. Das Studium ist für den frommen Juden wie ein Gottesdienst, es bringt ihnen Gott nahe.

Der Glaube an einen einzigen Gott - Jahwe ist einzigartig - und das damit verbundene Bilderverbot bringt zum Ausdruck, dass die Herrlichkeit Gottes alle menschliche Vorstellungskraft übersteigt und nichts und niemand über Jahwe zu vergöttern ist!

Das Judentum hat jedoch keine systematische Lehre entwickelt. Wesentliche Elemente seines Glaubens sind:

  • Jahwe hat mit Israel einen Bund geschlossen und dieses Volk vor anderen auserwählt
  • Er hat ihm das Land Israel gegeben, woraus die Juden ihr Wohnrecht ableiten
  • Durch Mose hat Gott dem Volk die Tora geschenkt, diese Weisung Jahwes regelt das Zusammenleben der Menschen und hilft das Gefüge der Schöpfung zu erhalten

Durch die Einhaltung der Gesetze wie beispielsweise des Sabbats sowie der Heirats- und Speisegesetze grenzt sich das Judentum von anderen Religionen ab und wahrt seine Eigenart.

Auch missioniert das Judentum nicht, sondern sieht seine besondere Erwählung darin, für Gott Zeugnis zu geben, und dadurch den Menschen zu dienen. Dies geschieht in der Bereitschaft anders zu sein und als Knecht Gottes dafür auch Leid und Verfolgung zu ertragen. Dies ist auch der Grund dafür, dass das Judentum zwar eine der Weltreligionen ist, aber doch die wenigsten Mitglieder aller großen Konfessionen hat.