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Talmud

Das Heilige Buch der Juden

69 Weisheiten aus Talmud und Babylonischer Talmud

  • Eine Tochter ist für einen Vater ein beunruhigender Schatz. Aus Besorgnis für sie findet er nachts keinen Schlaf: Solange sie klein ist, daß sie nicht verführt werde; wenn sie erwachsen ist, daß sie nicht verhure; wenn sie mannbar ist, daß sie nicht sitzenbleibe; wenn sie alt ist, daß sie nicht Zauberei treibe.

  • Gott hat das Weib nicht aus des Mannes Kopf geschaffen, daß sie ihm befehle, noch aus seinen Füßen, daß sie seine Sklavin sei, sondern aus seiner Seite, daß sie seinem Herzen nahe sei.

  • Am besten erkennt man den Charakter eines Menschen bei Geldangelegenheiten, beim Trinken und im Zorn.

  • Der Erzieher verdient den Namen "Vater" mehr als der Erzeuger.

  • Gold und Lachen können das Alter zur Jugend machen.

  • Wer ist weise? / Wer von jedermann lernt. / Wer ist stark? / Wer sich selbst überwindet. / Wer ist reich? / Wer sich mit dem Seinigen begnügt. / Wer ist achtbar? / Wer die Menschen achtet.

  • Verurteile niemand, bevor du in seiner Lage warst!

  • Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel.

  • Studium ist Balsam gegen die Leidenschaft.

  • Beweinet den, der leidet, nicht den, der scheidet!

  • Nicht das Amt ehrt den Mann, sondern der Mann ehrt das Amt.

  • Ein Mensch bleibt weise, solange er die Weisheit sucht. Sobald er sie gefunden zu haben wähnt, wird er ein Narr.

  • Der Lohn guter Werke ist wie Datteln: Spät reifend und süß.

  • Undankbarkeit ist schlimmer als Diebstahl.

  • Dem Armen läuft die Armut nach, dem Reichen der Reichtum.

  • Der beste Prediger ist das Herz, der beste Lehrer die Zeit, das beste Buch die Welt, der beste Freund Gott.

  • In seinem Hause ist selbst der Arme ein Fürst.

  • Lieber sterben als beschämen.

  • Den Edeln erhebt der Wein, den Niedrigen entwürdigt er.

  • Im Anfang ist der böse Trieb / ein bloßer Wandersmann, / doch zeigst du ihm, daß er dir lieb, / dein Gast wird er alsdann. / Wirfst du ihn dann nicht schnell hinaus, / wird er zuletzt der Herr im Haus.

  • Wenn du ein Weib wählst, steig eine Stufe hinab, wenn du einen Freund wählst, eine Stufe hinauf.

  • In den Brunnen, aus dem man getrunken hat, soll man keinen Stein werfen.

  • Wer eine Sünde zweimal begangen hat, der hält sie für keine Sünde mehr.

  • Hat man dem Kinde etwas versprochen, so soll man es halten. Sonst lernt es lügen.

  • Der böse Trieb ist zuerst dünn wie Spinnfäden; bald aber wird er stark wie Wagenseile.

  • Siehst du einen Schüler, der sein Thema so schwer bewältigt, wie Stahl, so kommt dies wahrscheinlich daher, daß ihn sein Lehrer nicht freundlich, klar und richtig unterweist.

  • Wer sich leicht schämt, sündigt schwer.

  • Sechs Dinge sind für einen Schriftgelehrten unschicklich: Er gehe nicht parfümiert auf die Straße; er gehe nicht nachts allein; er gehe nicht in geflickten Schuhen; er unterhalte sich nicht mit einem Weibe auf offener Straße; er weile nicht in einer Gesellschaft von Unwissenden, und er komme nicht als letzter ins Lehrhaus.

  • Wer seine Mitmenschen achtet, wird selbst geachtet.

  • Vier Menschen sind tot bei lebendigem Leibe: Der Arme, der Blinde, der Aussätzige und der Kinderlose.

  • Tröste den Trauernden nicht, solange noch sein Toter vor ihm liegt!

  • Sobald der Mensch in Zorn gerät, gerät er in Irrtum.

  • Wer auch immer ein einziges Leben rettet, der ist, als ob er die ganze Welt gerettet hätte

  • Es sind drei Kronen: Des Richters, des Priesters, des Königs. Aber die Krone eines guten Namens ist höher als alle.

  • Der Richter soll sich fühlen, als ob ein scharfes Schwert zwischen seinen Knien liege und die Hölle unter ihm geöffnet sei!

  • Fehlt es dem Diebe an Gelegenheit, / glaubt er an seine Ehrlichkeit.

  • Warte nicht mit Essen und Trinken; denn die Welt, die wir verlassen müssen, gleicht einem Festmahle.

  • Wer seine Tochter an einen ungebildeten Menschen verheiratet, der wirft sie gleichsam gebunden einem Löwen vor.

  • Hast du Wissen erworben, was fehlt dir? Fehlt dir Wissen, was hast du erworben?

  • Wer unverehelicht bleibt, verdient nicht den Namen Mensch; denn es heißt: Mann und Weib schuf er sie, und er nannte ihren Namen Mensch.

  • Solange der Mensch lebt, hat er Hoffnung.

  • Lernt man als Kind, so ist dies, als würde man mit Tinte auf ein neues Papier schreiben. Lernt man im Alter, so ist dies, als würde man mit Tinte auf ein radiertes Papier schreiben.

  • Auf drei Dingen beruht die Welt, auf Recht, auf Wahrheit und auf Frieden.

  • Es ist uns nicht gegeben zu wissen, warum Frevler in Wohlergehen und Gerechte in Leiden leben.

  • Jeder einzelne soll sich sagen: Für mich ist die Welt erschaffen worden, daher bin ich mit verantwortlich.

  • Betrachte nicht den Krug, sondern dessen Inhalt.

  • Jede Liebe, die von einer Sache abhängig ist, hört auf, wenn die Sache aufhört; die aber, die von keiner Sache abhängig ist, hört niemals auf.

  • Sprich wenig und tue viel!

  • Die Taten der Väter sind den Söhnen ein Wegweiser.

  • Wenn ich nicht für mich bin, wer ist für mich, und bin ich nur für mich, was bin ich, und wenn nicht jetzt wann dann?

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