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Friedrich Schiller über Geradheit

Der Weg der Ordnung, ging er auch durch Krümmen,
er ist kein Umweg. Gradaus geht des Blitzes,
geht des Kanonballs fürchertlicher Pfad.
Schnell, auf dem nächsten Wege langt er an,
macht sich zermalmend Platz, um zu zermalmen.
Mein Sohn! Die Straße, die der Mensch befährt,
worauf der Segen wandelt, diese folgt
der Flüsse Lauf, der Täler freien Krümmen,
umgeht das Weizenfeld, den Rebenhügel,
des Eigentums gemeßne Grenzen ehrend.
So führt sie später, sicher doch zum Ziel.
Die Piccolomini I, 4. (Octavio)
Zitat von Friedrich Schiller
Friedrich Schiller
deutscher Schriftsteller
* 10.11.1759, † 09.05.1805

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