Anzeige

Friedrich Schiller über Vergänglichkeit

Dem Schicksal leihe sie die Zunge;
Selbst herzlos, ohne Mitgefühl,
Begleite sie mit ihrem Schwunge
Des Lebens wechselvolles Spiel.
Und wie der Klang im Ohr vergehet,
Der mächtig tönend ihr entschallt,
So lehre sie, daß nichts bestehet,
Daß alles Irdische verhallt.
Das Lied von der Glocke. Friedrich Schiller: Gedichte von Friedrich Schiller; J. G. Cotta’scher Verlag; 1854; S. 364–378.
Zitat von Friedrich Schiller
Friedrich Schiller
deutscher Schriftsteller
* 10.11.1759, † 09.05.1805
Anzeige