Es gibt kein Land, wo das Gesetz alles voraussehen kann und die ständigen Einrichtungen der Vernunft und Sitte zu ersetzen in der Lage sind.
Das allein / ist's, was die Städte Sterblicher zusammenhält, / wenn treulich man bewahret ihre Satzungen.
Je mehr Gesetze, desto mehr Diebe.
Das Gesetz ist ein Vertrag, worin man sich gegenseitig das Recht verbürgt. Aber es ist nicht imstande, die Bürger zu Sittlichkeit und Gerechtigkeit zu erziehen.
Die Gesetze, glaube ich, sind von den schwachen Menschen und von der großen Masse gemacht. Zu ihren Gunsten und zu ihrem eigenen Nutzen stellen diese die Gesetze auf, sprechen sie Lob und Tadel aus! Die Stärkeren unter den Menschen und diejenigen, die imstande sind, ein Übergewicht zu erlangen, wollen sie einschüchtern.
Es soll dabei ganz ähnlich hergehen wie beim Elementarlehrer, der mit dem Griffel den noch nicht schreibfähigen Kindern Linien zieht und sie zwingt, sich mit ihren Schreibversuchen nach diesen Linien zu richten: So hat auch der Staat als Richtschnur die Gesetze aufgestellt.
Wenn das Innen verkümmert und das Außen glänzende Formen annimmt, was nützen das Gesetze?
Das Gesetz gleicht der Deichsel eines Wagens: Du kannst sie drehen, wohin du willst.
Die Vernunft ist für den Weisen, das Gesetz für den Unweisen.
Gesetze sind wie Spinnweben: Die großen Hummeln brechen durch, die Fliegen aber bleiben hängen.
Sobald Gesetz ersonnen, / wird Betrug gesponnen.
Neu Gesetz machen ist leicht, aber die Handhaben daran fehlen immer.
Gesetz ohne Strafe, Glocke ohne Klöppel.
Neuem Gesetz folgt neuer Betrug.
Es ist kein Gesetz, es hat ein Loch, wer's finden kann.
Wer ein Gesetz gibt, muß darüber wachen.
Je mehr Gesetze, je mehr Sünde.
Je mehr Gesetze, je weniger Recht.
Mit wenigen Gesetzen regiert man wohl.
Gesetze macht man nicht wie Karnickel.
Viel Gesetz, viel Übertretung.
Wer das Gesetz gibt, ist nicht daran gebunden.
Gesetz muß Gesetz brechen.
Gesetz weicht der Gnade.
Not, Person und Zeit / Machen die Gesetze eng und weit.
Das Gesetz ist etwas, in dem alle übereinstimmen, dessen Befolgung sich Weise und Toren gleich angelegen sein müssen.
Die Welt ändert sich, die Zeit wechselt, darum ist es gehörig, dass auch die gesetzlichen Ordnungen verändert werden.