Beschäftigt ist nicht gleich produktiv
Viele von uns verwechseln gerne Aktivität mit Produktivität, obwohl es einen signifikanten Unterschied gibt. Man kann aktiv oder beschäftigt sein und sogar mit mehreren Aufgaben gleichzeitig jonglieren, ohne dem eigentlichen Ziel ein Stück näher zu kommen.
Viele Menschen vergeuden ihre Zeit damit, darüber nachzudenken, was als Nächstes zu tun ist, anstatt die eigentliche Aufgabe anzugehen. Doch ein produktiver Tag ist gar nicht mal so schwierig zu gestalten, wie viele es zunächst annehmen. Die folgenden Tipps sind ein großartiger Anfang.
Prioritäten setzen
Beim Setzen von Prioritäten geht es nicht nur darum, mehr Aufgaben in einem bestimmten Zeitrahmen zu erledigen, sondern vor allem darum, unnötige Aufgaben zu eliminieren. Das Planen und Setzen von Prioritäten schafft Klarheit. Mit einer soliden Argumentation kann sich jeder auf das Wichtigste konzentrieren und unwichtige Aufgaben auf später verschieben. Das erhöht im Alltag die Produktivität, ohne mehr Zeit auf einmal investieren zu müssen.
Nicht mit anderen vergleichen
Jeder muss für sich selbst herausfinden, zu welcher Tageszeit die persönliche Produktivität am höchsten ist. Für den einen bringt der frühe Morgen einen Energieschub, für den anderen sind die späten Abendstunden für Aufgaben geeignet, die Konzentration und mentale Kapazitäten erfordern. Wer sich selbst besser kennt, kann konzentrierter und effektiver arbeiten – die persönlichen Vorlieben sind dabei essenziell.
Arbeiten sollte wie ein eigenes Rennen betrachtet werden. Gedanken und Anstrengungen konzentrieren sich darauf, die anstehende Aufgabe zu erledigen – und nicht darauf, von den Erwartungen anderer aufgehalten zu werden oder darüber nachzudenken, wie diese ihre eigenen Termine einhalten werden. Bestätigung zu suchen oder sich mit anderen zu vergleichen ist nicht zielführend. Die gewonnene Zeit und Energie können stattdessen in die eigene Arbeit investiert werden. Die Ergebnisse der Arbeit werden dadurch besser und viel unnötiger Stress auf dem Weg dorthin vermieden.
Zeit für die eigenen Hobbys nehmen
Ein klarer Zeitplan, der ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit schafft, ist für eine gute Work-Life-Balance unerlässlich. Unabhängig von der Arbeit sollte jeder gelegentlich Hobbys oder Sport treiben, um Abwechslung, Spannung und Verjüngung ins Leben zu bringen. Gute Hobbys sind wirksame Stressblocker und sollten deshalb in den Tages- oder Wochenplan eingebaut werden. Ob beim Wandern in den Bergen oder beim Ausprobieren neuer Online Spielautomaten – mit welchen Hobbys man sich entspannt, ist fast schon Nebensache.
Einfach mal „nein“ sagen
Kaum ein anderer Aspekt ist im Privat- oder Berufsalltag so wichtig, wie die Fähigkeit einfach mal „nein“ zu sagen. Auch wenn man sich eigentlich behaupten möchte, ist es ebenso wichtig, realistische Grenzen für sich selbst zu setzen. Niemand kann alle Aufgaben übernehmen, ein Tag hat nur 24 Stunden. Auf die Arbeit bezogen lässt die Konzentrationsfähigkeit spätestens nach 8 Stunden ohnehin deutlich nach. Anstatt sich also in einer Vielzahl von Projekten zu verzetteln, ist es besser, einige (weniger wichtige) Aufgaben dankend abzulehnen.
Nicht dem Multitasking verfallen
Wer produktiv sein möchte, sollte sich im Idealfall auf eine Sache konzentrieren. Im Wettlauf mit der Zeit sind wir alle versucht, Multitasking zu betreiben, in der Hoffnung, mehrere Aufgaben in einer bestimmten Zeit erledigen zu können. Aber niemand leistet auf diese Weise die beste Arbeit. Der Mangel an Fokus und Konzentration beeinträchtigt die Qualität unserer Kreativität, unsere Entscheidungsfindung und unsere Ergebnisse. Fehler können sogar dazu führen, dass wir die Arbeit wiederholen müssen, was den Sinn der Zeitersparnis zunichte macht.
Viel besser ist es, die Arbeitszeit in kurze, konzentrierte Abschnitte aufzuteilen. Eine beliebte Strategie ist die Pomodoro-Methode, bei der man 25 Minuten arbeitet und 5 Minuten ruht. Auf diese Weise lässt es sich auch an einer einzigen Aufgabe konzentriert arbeiten, ohne dass es zu monoton wird. Die kurzen Pausen helfen dabei, den Kopf wieder freizubekommen. Multitasking ist da weder notwendig noch hilfreich.