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Tom Borg
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Ephraim Kishon
VG Wort

Ephraim Kishon wurde am 23. August 1924 in Budapest als Sohn eines Bankdirektors in eine ungarisch-jüdische Familie geboren.

Seine ersten Lebensjahre verbrachte Kishon ebenfalls in Budapest wo er bereits 1940 den 1. Preis des ungarischen Novellenwettbewerbs für Mittelschüler gewann. Ein Hochschulstudium war ihm jedoch aufgrund der antisemitischen Gesetze verwehrt, so dass er 1942 eine Ausbildung zum Goldschmied begann.

Doch der Krieg änderte sein ganzes Leben. 1944 wurde Kishon in das damals zu Ungarn gehörende Arbeitslager Jelšava deportiert. 1945 gelang ihm bei einem Gefangenentransport nach Polen die Flucht. Bald darauf geriet er jedoch in einen sowjetischen Gefangenentransport in den Gulag. Doch ihm gelang erneut die Flucht. Außer ihm überlebten nur seine Eltern und die Schwester die Judenverfolgung, während der Großteil seiner Familie in den Gaskammern von Auschwitz ermordet wurde.

1948 erhielt Kishon ein Diplom als Metallbildhauer und Kunsthistoriker.

Wegen der kommunistischen Unterdrückung flüchtete Kishon Anfang 1949 gemeinsam mit seiner Frau nach Wien und wanderte über Italien im Mai 1949 nach Israel aus.

In Israel begann Kishon bereits 1952 in hebräischer Sprache für die Zeitung Ma’ariv eine tägliche Kolumne zu schreiben, die er 30 Jahre lang weiterführte.

Ein Jahr später, 1953, wurde Kishon Stück "Der Schützling" im Nationaltheater Habimah aufgeführt.

Doch erst 1959 gelang Kishon der internatinale Durchbruch, als die New York Times seine Satirensammlung "Look Back Mrs. Lot (dt.: Drehn Sie sich um, Frau Lot!) zum Buch des Monats wählte.

Weltweit verkaufte Ephraim Kishon über 43 Millionen Bücher, davon alleine 33 Millionen in deutscher Sprache. Sein Werk zählt rund 700 Bücher in 37 Sprachen, wobei jedoch viele Bücher Sammlungen von bereits früher erschienen Geschichten sind. Auch Kishons meistverkauftes Buch ist eine Sammlung von Satiren: "Kishons beste Familiengeschichten" (1979) .

Im Jahr 1964 wirkte Kishon erstmals als Regisseur bei einer Verfilmung seiner Werke für "Sallah – oder: Tausche Tochter gegen Wohnung" und erreichte prompt seine erste von zwei Oscar-Nominierungen. Bis 1986 folgten acht weitere Produktionen mit Kishon als Regisseur, für die es dreimal den Golden Globe gab.

Am 29. Januar 2005 starb Ephraim Kishon in Meistersrüte (Schweiz) an einem Herzanfall. Sein Werk wird jedoch unvergessen bleiben. Die Art und Weise wie Kishons Satiren die kleinen Ärgernissen des Alltags vor allem die Bürokratie und Politik aufs Korn nahm, ist - vor allem im deutschen Sprachraum - einzigartig.