ZITAT DES TAGES

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Gedankensplitter
Wer bin ich?
Es ist eine uralte philosophische und auch psychologische Frage, sich selbst in seinem Sosein einordnen zu wollen. Eine Reihe von Büchern mit solcherart oder ähnlichem Titel sind deshalb auch Renner, weil sie die Lust auf eine Fragestellung bedienen, die immer noch geheimnisvoll ist: Wer bin ich? Dazu gehört natürlich die Erweiterung der Frage auf: Was bin ich, wie bin ich es, warum bin ich geworden, wie ich bin und wie werde ich, wenn ich all das durchschaue und die Erkenntnisse daraus... weiterlesen
Christa Schyboll
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Kürzlich hinzugefügte Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Ich will von der Philosophie nichts weiter sagen, als dass ich sah, sie sei von den vorzüglichsten Geistern einer Reihe von Jahrhunderten gepflegt worden, und dennoch gebe es in ihr nicht eine Sache, die nicht strittig und mithin zweifelhaft ist; und dass ich demnach nicht eingebildet genug war, um zu hoffen, es werde mir damit besser gehen als den anderen.
  • Oh, diese Pharisäer! Ihr Mitleid glich einer seelischen Messerattacke.
  • Wer mit Güte nichts erreicht, erreicht auch nichts mit Strenge.
  • Alles Wichtige wird einsam getan, alles Nichtige gesellig.
  • Wenn es Gott nicht gäbe, so müsste man ihn erfinden.
  • Es gibt mehr alte Trinker, als alte Doktoren.
  • Und ein Fachmann ist ein Mensch, der seiner Phantasie nur Vorstellungen erlaubt, die sein Verstand in Wirklichkeit verwandeln kann. Also wird nur noch das Allermöglichste gedacht. Das Nicht-sofort-mögliche ist das Unmögliche. Und das Unmögliche zu Denken ist dem Fachmann lächerlich.

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Ausgewählte Zitate, Sprüche & Aphorismen

Adele Schopenhauer
VG Wort

Adele Schopenhauer, mit vollem Namen Luise Adelaide Lavinia Schopenhauer, wurde am 12. Juli 1797 im Hamburg als Tochter der Schriftstellerin Johanna Schopenhauer und Schwester des Philosophen Arthur Schopenhauer in eine hoch gebildete und kulturell interessierte Familie hineingeboren.

Auch Adele war hoch begabt und beschäftigte sich schon sehr früh mit Literatur und Dichtung und schrieb Gedichte sowie Märchen und Romane. Darüber hinaus war sie auch eine Meisterin des Scherenschnitts.

Nach dem Tod des Vaters 1805, als Adele 8 Jahre alt war, zog die Mutter Johanna von Hamburg nach Weimar. Dort pflegte Adele Schopenhauer Umgang mit dem Künstler- und Gelehrtenzirkel, der sich regelmäßig im Salon ihrer Mutter versammelte.

Aufgrund der engen Freundschaft mit Goethes späterer Schwiegertochter Ottilie war Adele Schopenhauer gut bekannt mit Goethe und verkehrte häufig in seinem Haus und nahm dort an allen wichtigen kulturellen Ereignissen teil.

1828 zog Adele Schopenhauer mit ihrer Mutter Johanna nach Bonn wo sie die Wintermonate verbrachte. In den Sommern lebten sie in Unkel am Rhein. In der neuen Heimat lernte Adele Schopenhauer Annette von Droste-Hülshoff und Sibylle Mertens-Schaaffhausen kennen. Zu beiden entstand eine enge Freundschaft. Zu der Zeit gab Adele Schopenhauer auch ihre ersten schriftstellerischen Arbeiten unter Pseudonym heraus. Erst nach dem Tod der Mutter in 1838, deren Lebenserinnerungen sie unter dem Titel "Jugendleben und Wanderbilder" herausgab, publizierte sie unter eigenem Namen.

Nach dem Tod der Mutter reiste Adele Schopenhauer viel, vorwiegend nach Italien. Aus den Erfahrungen dieser Reisen entstand unter anderem 1847/48 das Werk "Florenz. Ein Reiseführer mit Anekdoten und Erzählungen".

Große Anerkennung fand Adele Schopenhauer sowohl für ihre Scherenschnitte als auch ihre Literatur primär im englischen Sprachraum, während sie in Deutschland weniger Beachtung fand.

Am 25. August 1849 starb Adele Schopenhauer nach schwerer Krankheit in Bonn. Begraben wurde Adele Schopenhauers auf dem Alten Friedhof in Bonn - am 100. Geburtstag Goethes.