Anzeige
Carmen Sylva: Geflüsterte Worte

Dunkel

Woher kommt wohl unsere große Sehnsucht nach dem Lichte und unsere kindische Furcht vor der Dunkelheit? Denn die Dunkelheit ist dir furchtbar, liebe Seele, du hast Angst, wenn es dunkel ist und meinst, daß alles Böse wacht, die Sorge, die Angst, die Krankheit. das Verbrechen, das schlechte Gewissen, ja die Tiere der Nacht erfüllen uns mit Grausen. Der traurige Ruf des Käuzchens hat von jeher für unglückbringend gegolten, da, wo man nicht im Walde wohnte, und daran nur die wechselnde Jahreszeit erkannte.

Das ist doch nur, weil es dunkel in dir ist, liebe Seele, denn wärest du hell, so würden deine Nächte lauter Licht sein, durch die Helle im eignen Hirn. So aber läßt du die Nacht eindringen, und ihr Heer von Gespenstern, die Gespenster der Angst, der Reue, des Zweifels, der Sorge, und wie sie sonst heißen. Schrecklich sind sie alle und haben scheußliche Gesichter, und machen deine Nächte zu einer Höllenpein. Das ist nur Kraftlosigkeit, liebe Seele, du könnest stärker sein als deine Nachtgedanken, du weißt doch, daß der Tag sie verscheucht, daß die Dinge, welche bei Nacht unerträglich sind, im Lichte des Tages leichter werden, und nicht mehr die Kraft haben, dich zu ängstigen.

Es gibt Kranke, denen der Schlaf völlig geraubt ist, und die sich so daran gewöhnen, nicht zu schlafen, daß sie später ihre schlaflosen Nächte mit zu ihren besten und tiefsten, und oft sogar freudigsten Stunden rechnen. Dazu gehört aber mehr Mut als du es glaubst, liebe Seele, dazu gehört eine große Kraft des Geistes, der wiederum den Körper auf seiner Marterstatt liegen läßt, und währenddem die höchsten Höhen erreicht mit unnachahmlichem Fluge. Das ist der Vorteil schwerer Krankheit, daß sie uns oft von uns selbst frei macht, ja, daß wir den augenblicklichen Sorgen entrückt werden durch eine Art von ferner Gleichgültigkeit, durch das Nichtmehrkönnen, nachdem wir uns zu sehr gequält haben. Oft kommt die Krankheit wie eine Erlösung und macht die Nächte hell. Warum liegst du still, wenn du es nicht mußt, wenn du die Glieder bewegen, dein Stübchen hell machen und arbeiten kannst?

Das ist die beste Art, die Dunkelheit zu überwinden: durch Geistesschätze, die man sich aneignet, oder die man andern schenken will. Eine Stunde Arbeit ist oft genug, um guten Schlaf hervorzubringen. Wer sich nicht gewöhnt hat, Abends zu arbeiten, der ist seines Schlafes viel sicherer. Man gehe um neun Uhr schlafen, und stehe um drei Uhr auf, und gewiß wird der Schlaf ein viel gesünderer werden. Die meisten Menschen aber lassen sich durch die Erregung des Tages verleiten, zu glauben, sie seien Abends frischer und setzen sich zur Arbeit, wenn das Gehirn müde ist und die Nerven abgespannt sind, anstatt erst zu ruhen und dann zu arbeiten. Die Stille der Morgenstunden ist oft viel größer als die des Abends, zumal in einer Stadt, wo das Leben bis tief in die Nacht weiter hastet, und die Morgenstunden vor Sonnenaufgang die verhältnismäßig stilleren sind, jedenfalls ist man da vor Störungen am sichersten. Kein Mensch denkt daran, den andern vor Sonnenaufgang und noch recht lange nachher aufzusuchen.

Das Dunkel ist unser Freund, wenn du hell bist, Seele. Darauf kommt es allein an! Du bist aber in Nacht gehüllt und klagst die Nacht auf der Hemisphäre an, auf der du wohnst, vergessend, daß es immer noch auf der Erde sehr hell ist.

Es ist sonderbar, daß wir das Licht so anbeten, als wüßten wir, daß es Leben ist.

Wir sprechen von der Todesnacht, weil es vor unsern leiblichen Augen dunkel wird im Sterben, und wissen nicht, ob uns das wahre Licht aufgeht. Laß einmal des Gedankens ganze Leuchtkraft herein, liebe Seele, dann wirst du erfahren, was in dir ist. Du weißt es nicht, so lange du dir gestattest, in Dunkelheiten zu tasten. Alles ist Nacht in dir, dein Wollen, deine Erkenntnis, deine Hoffnung, deine Liebe, alles, denn an allem hast du gelitten oder leidest noch. Da willst du gar keine Helle mehr, weil du meinst, die Helle sei noch grausamer. Kommt die Nacht, so stirbst du vor Angst, und kommt der Morgen wieder, so willst du verzweifeln, daß ein neuer Tag anbricht: Du liegst hilflos vor dir selbst da, liebe Seele, und kannst nicht den Blick erheben, daß du über deinen Bettrand hinaussiehst und begreifst, wohin du geführt werden sollst. Es ist so dunkel in dir, daß du nicht mehr erkennen kannst, wo der einzige Lichtstrahl herkommen könnte, der dich erleuchten würde, ließest du ihn nur herein. Siehst du, liebe Seele, deine Einsamkeit in dieser Stunde ist sehr groß, aber doch nicht so groß, als du denkst, denn viele wachen mit dir und wissen nur nicht von deiner Nacht. Es würde dich auch kaum trösten, zu denken, wer sonst noch leidet und nicht schlafen kann. Es tröstet dich aber vielleicht, zu denken, daß mancher über der Dunkelheit steht, daß er die Nächte kennt, die dich entsetzten, und daß er sie in Helle verwandelt hat. Wenn man einen kühnen Schwimmer das andere Ufer erreichen sieht, so faßt man frischen Mut und hofft, ebenso große Kraft zu haben. Und man hat sie auch, wenn man ihr nur vertraut. Es hat sich schon manch einer verlassen und elend gefühlt in der dunklen Nacht, es hat schon manch einer gedacht, den Morgen nicht mehr erleben zu können oder zu wollen, und ist heute ganz fröhlich, und blickt auf die Dunkelheiten seines Lebens mitleidig zurück, und sagt sich, daß es gut ist, daß er kein Ende gemacht, sondern von Nacht zu Nacht versucht hat, das noch zu tragen, was so unerträglich schien.

Dem andern ist es nicht leichter geworden als dir, liebe Seele, er kennt deine Todesangst genau, er kann die wilden Schläge deines geängsteten Herzens zählen, denn er hat nächtelang seine Herzschläge zählen können, gegen sein Lager, in den Schläfen, in den Halsadern, in den Lippen, überall, wo es Pulse gibt, und weiß, was man da empfindet. Er hat gemeint, die umgebende Dunkelheit sei mit der Hand zu greifen, und mit den Augen zu fühlen, wie eine Hand, wie eine Macht, die unüberwindlich schrecklich war, und nun steht er im Lichte der Sonne, mit weißen Haaren aber lächelndem Munde, und hat das hinter sich gelassen, was über seine Kraft zu gehen schien, als es da war. Die Dinge verschieben sich. Ein Staatsmann sagte, jede Situation dauere nur drei Monate, dann verändere sie sich genug, um eine andere Handlungsweise einschlagen zu können und manchmal sich herausschlagen zu können und manchmal sich herauszuwinden, da, wo man gegen Mauern rannte.

Der Fluß geht auch zuweilen auf türmende Felsen zu, und du glaubst, er kann nicht weiter, er wird sich stauen, aufbäumen, austreten, alles überfluten, aber weiter könne er nicht, und siehe, da hat er sich rings um den Felsen her einen Weg gebahnt, ihn ganz und gar umgangen, und fließt jenseits so ruhig weiter, als hätte nie ein Hindernis seinen Weg gekreuzt. Gerade so geht es dir, liebe Seele, du siehst nichts als unüberwindliche Felsen vor dir, und weißt garnicht, daß schon ein Weg vorgesehen ist, daß du die türmenden Schrecken umgehen magst und weiterziehen in das Licht hinaus.

Der Ausweg ist auch nicht immer freudevoll, sondern oft so, wie du ihn nicht gewünscht hättest, aber du weißt nicht, wie sicher du entrinnst, du weißt nicht, daß der Weg, der dir eben nicht gefällt, der einzig gangbare für dich ist, und eingeschlagen werden muß, zu deinem und der andern Frommen.

Deine düsterste Nacht kommt daher, weil du denkst, daß du andre in dein Unglück verwickelt hast, daß sie deinethalben leiden, daß ihre Angst hätte erspart werden können, hätten sie dir nicht vertraut und deiner Führung. Aber, liebe Seele, du bist so unwissend, warum ließen sie sich führen, die ebensogut allein gehen konnten! Laß dich nicht so erdrücken!

Sie mußten vielleicht auch ihre dunklen Stunden erleben, und du bist das unwillkürliche Werkzeug gewesen, das sie hat hinein- und vielleicht hindurchführen sollen. Du wolltest ihnen Glück bereiten und gerade das Gegenteil ist eingetreten, und nun ringst du die Hände in deiner Machtlosigkeit, gut zu machen, was du verfehlst. Es scheint dir das fast so wie schwere Sünde in deiner Not und Angst, in deiner dunklen Nacht, Seele, du hast den klaren Überblick nicht mehr, und wenn das Herz so schlägt, beschuldigst du dich selber jeder bösen Tat. Wenn man dich in solchen Nächten eines Verbrechens beschuldigen würde, so wüßtest du nicht sicher, ob du es nicht vielleicht begangen hättest. So groß ist deine Angst. Darum ist es so grausam, zu vollkommener Einzelhaft Menschen zu verurteilen, die oft nicht mit ihren Gespenstern fertig werden können, da sie keine Bildung, keinen Trost haben; denn das Dunkel der begangenen Tat, das ihnen unablässig droht, gewährt ihnen nicht die Möglichkeit, auch nur von fern eine Rettung aus ihrer eignen Qual zu sehen. Wenn dann völlige Umnachtung des Geistes eintritt, so ist es nicht das, was wir an unsern Nebenmenschen tun sollten, denen wir helfen müßten. Wissen wir denn, warum wir uns für besser zu halten berechtigt sind? Wer sagt uns, daß wir in irgend einer früheren Existenz nicht auch einmal Verbrecher gewesen sind? Das Verbrechen ist doch nichts weiter als ein geringerer Grad von Entwicklung, wo allen Leidenschaften noch freie Bahn gelassen wird, das Mein und Dein nicht deutlich erkennbar ist, und die Rache ein alles überwältigendes, unbezähmtes, und unzähmbares Gefühl ist. Statt diese Menschen als Wilde zu behandeln, die bildungsfähig wären, halten wir sie für gefährlich, und retten uns vor ihnen, indem wir sie zur ewigen Nacht verurteilen.

Aber wenn du, der du nicht eingesperrt bist wegen deiner Tat, der du nicht einmal von andern für so sündhaft gehalten wirst, als du dich selber hältst in deiner Angst, schon solche Qual leidest, was muß der Arme leiden, der sich selbst nicht entrinnen kann, dessen Nächte so lang sind, wie die Jahreszeit sie macht, ohne Erbarmen, ohne Hilfe! Eine solche Hölle haben wir doch wohl kaum das Recht, unsern Nebenmenschen aufzuladen. Man spreche dann wenigstens nicht so heilig von Besserung und nützlicher Strafe. Keine Strafe ist nützlich, die nicht zur Helle und Einsicht führen kann. Gottes Strafen führen zur Erleuchtung. Wir wissen es zu gut, wir, die oftmals gestraft werden da, wo es kein Mensch weiß und sieht, und die sehen müssen, wie gerecht es war. Denn was du vor den Leuten sagst, liebe Seele, daß du garnicht weißt, warum Du leidest, das ist wohl nicht wahr. Du weißt es meistens recht gut, aber du willst es dir selbst nicht eingestehen. Du weißt, daß du jede Schuld bezahlen mußt. Du weißt, daß die ewige Gerechtigkeit so groß ist, wie es nur derjenige ahnt, der deine Nächte kennt, und wovor mancher bewahrt bleibt, der vielleicht schon eine höhere Vollkommenheit erreicht hat, oder noch auf so niedriger Stufe der Entwicklung steht, daß sein Gewissen schläft, oder sehr derb ist und nicht bei jedem Anlaß zittert und schmerzt.

Du meinst immer, die andern leiden weniger als du, d. h. das meinst du in den Nächten, aus denen du noch keinen Ausweg gefunden hast. Die andern erzählen dir aber auch nicht, was sie erduldet haben. Denn die Dinge, über die sie weinen und klagen, sind noch lange nicht diejenigen, welche ihr Lager in Feuer verwandelt haben, wie das brennende Grab des Farinata, in der göttlichen Komödie.

Dunkel! Wenige Leben sind es nicht! Wenige Menschen haben nicht wenigstens einmal daran gedacht, sich das Leben zu nehmen, und manche haben einen jahrelangen Kampf gegen diese Versuchung bestanden. Sie sehen ein, daß sie damit nicht zu Ende sind. Viele hätten lieber, daß es zu Ende wäre, aber sie fühlen wohl, daß noch etwas hinter dem Grabe steht, und dann fragen sie sich, ob es nicht töricht wäre, dieses unbekannte Etwas heranzulocken, indem sie dieses Leben nicht tragen wollen. Du glaubst nicht an Dantes Hölle? Sie ist dir zu materiell? Ja, aber deine irdische Hölle hast du vielleicht ebenso empfunden, wie jene im Eise, oder im Sumpf, oder du bist jahrelang unter der Bleikutte gegangen, den andern unsichtbar, aber dir selbst fühlbar, und deine Augen sind auch zugenäht, denn du bist blind, du bist im Dunklen, und weißt nicht, was vor dir umhergeht. Dante sprach im Symbol wie die Bibel, wie alle die großen Dichter und Propheten, er meinte die Dinge nicht wörtlich. Und da findest du dich ganz, liebe Seele, in allen Stimmungen, in allen Erscheinungen. Deine Lässigkeit ist auch manchmal überwältigend groß, und du willst dich nicht aufraffen, sonst hättest du den Ring deiner finsteren Nacht schon längst hinter dir zurück gelassen, und wärest dem Lichte nähergekommen. Dunkel! O wie dunkel ist es in dir, daß du nicht einmal mehr nach Licht begehrst und es für vollkommen unerreichbar hältst. Und wenn ein Wort dich auf Augenblicke getröstet hat, so ist es bald vorüber, und du läßt dich wieder sinken. Liebe Seele! Du brauchst nur den Kopf emporzustrecken und du wirst sehen, daß das Licht näher ist, als du es wähnst.

Du kannst auch deine Bleikutte lüften und allmählich abwerfen, nur wollen mußt du es, und es ist gerade dein Wille, der darnieder liegt. Das Leiden ist nicht größer als deine Kraft, nicht ärger als was du verdient hast, sage dir das immer, dann wirst du an seine Vergänglichkeit glauben. Du weißt sehr wohl, daß du alles sühnen mußt. Du hast es schon oftmals erfahren. Warum denn jetzt verzagen, wo vielleicht alles zu gewinnen ist, jedenfalls eine Erfahrung, an der du Tausende reich machen kannst, die bis in die Ewigkeit dein Teil ist, und dir vielleicht viele Wege erspart, die sonst noch vor dir lägen und nun bereits überwunden sind.

Die Sonne ist immer da, immer, nur du gewahrst sie nicht. Das ist aber nicht die Schuld der Sonne, sondern die Schuld deiner Schuld, oder deiner Blindheit, oder deiner Begehrlichkeit, die mehr hat haben wollen, als das ihr zugeteilte Maß von Glück, und darum in Nächte hat zurücksinken müssen, um Dankbarkeit zu lernen. Du weißt ja kaum, was du lernen sollst. Du erfährst es manchmal hernach, wenn die schwerste Leidenszeit überstanden ist, und du aus dem dunklen Eise herausgekommen bist, in das du verbannt warst, liebe Seele. Die Dunkelheit muß sich zerteilen, sie kann nicht ewig währen. Sie ist nur für eine Zeit um dich, bis du reif bist, das Licht zu genießen. Zerteile du sie selbst, deine Finsternisse, mit des Wortes Kraft, mit der Liebe Übermacht, mit dem Gedanken, der weit über die Dunkelheiten der Erde hinausragt, und einer ganz anderen Sphäre angehört. Du weißt es ja, warum verzagst du denn? Du weinst? Warum solltest du nicht weinen? Es weinen viele, und oft noch bitterer als du! Hast du schon ganz genau gesehen, wie oft dir geholfen wird, und wie mancher Trost bei dir einkehrt? Manchmal weisest du dem lieblichsten Troste selbst die Türe, und willst den Lichtstrahl garnicht haben, der durch deinen geschlossenen Laden eindringt.

Trotze nicht dem Schicksal und nicht dem Himmel, denn beide sind stärker als du, und werden dir den Nacken beugen bis in den Staub. Du bist zu stolz, um im Staube zu liegen?

Meinst du? Jedermann ist stolz, und keiner liegt gern im Staube. Es haben es aber schon viele tun müssen, und haben das Antlitz lange nicht erheben können, dann waren sie ganz demütig dankbar für den ersten Sonnenstrahl. Du bist von einem furchtbaren Geschick getroffen, liebe Seele, von einer dauernden Prüfung heimgesucht? aber du hast ja Flügel, du brauchst dich nicht zu Boden drücken zu lassen und zu verzagen! Dein Schicksal kann sich in deiner Hand in Segen verkehren für dich und die andern, sobald du nur hell machst bei dir, und nicht dich in die Dunkelheit der Verzweiflung und des Murrens vergräbst.

Du hast ein Gefühl, als könntest du aus dem Sumpfe nicht heraus, in den du dich verurteilt wähnst. Aber Gott ist nicht so erbarmungslos wie die Menschen, er hat keine ewigen Verurteilungen, sondern es kommt die Erleichterung der Pein, und die Hilfe in der Not, wenn du es am wenigsten erwartest, schließe nur nicht alle Tore zu, das ist dein Fehler. Denn der Jammer hat seine besonderen Fehler und Versuchungen, und es gibt eine Selbstsucht des Elends und der Verzweiflung, die schlimmer ist, als das Elend selbst. Trotzen und Verzagen reizen das Schicksal, seinen Mut an uns zu kühlen. Es kommt eine Hand, die führt, wie der Engel an der Martinswand, glaube es nur! Wer Gott vertraut, dem schickt er immer einen Engel, bevor er zu Grunde geht und hilft ihm heraus. Darum ist es ein so großer Fehler, zu denken, daß wir nur Erdenwürmer sind, und daß unser Schicksal Zufall ist.

Es gibt in der Welt keinen Zufall für den. der tief in das Geräder hineinzublicken die Gelegenheit gehabt hat. Da greift alles in einander in der wunderbarsten Ordnung. Das muß erlitten werden, was du erleidest. Sei doch nicht so kleinmütig, liebe Seele! Dein Hunger wird gestillt werden, dein Bangen in Kraft sich verwandeln, deine Finsternis wird lauter Licht, glaube es fest, wie der Seemann an seine Sterne, und du wirst siegen!