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Oper Zitate

12 Zitate, Sprüche & Aphorismen über Oper

  • Die deutschen Orchester sind egoistisch und wollen als Orchester sich hervortun und etwas sein. Ein italienisches Orchester dagegen ist diskret. Es weiß recht gut, daß in der Oper der Gesang der menschlichen Stimme die Hauptsache ist.

  • Die Oper ist ein Zirkus. Und wir Tenöre sind für den Drahtseilakt zuständig. Da kriegste zwar den meisten Applaus. Aber wehe, du fällst runter.

  • Bei der Oper muß schlechterdings die Poesie der Musik gehorsame Tochter sein.

  • Die Oper ist ein Irrtum; denn in diesem Kunstgenre ist ein Mittel des Ausdrucks - die Musik - zum Zweck, der Zweck des Ausdrucks - das Drama - aber zum Mittel gemacht.

  • In der Oper ist alles falsch: Das Licht, die Dekorationen, die Frisuren der Balletteusen, ihre Büsten und ihr Lächeln. Wahr sind nur die Wirkungen, die davon ausgehen.

  • In dieser Oper werde ich auch für die Rührung sorgen, welche die Darstellung der Zärtlichkeit so leicht erregt und wonach das gemeine Publikum so sehr sich sehnt. Es ist auch natürlich. Jeder Laffe und jede Läffin sind einmal zärtlich gewesen, und an diesen Saiten ist leicht klimpern. Um höhere Leidenschaften und Geist, Laune und Geschmack mitzuempfinden, muß man ihrer auch fähig sein, sie auch besitzen.

  • Ich glaube, die Musik müsse für die Poesie dasjenige sein, was die Lebhaftigkeit der Farben und eine glückliche Mischung von Schatten und Licht für eine fehlerfreie und wohlgeordnete Zeichnung sind, indem sie nur dazu dienen, die Figuren zu beleben, ohne die Umrisse zu zerstören.

  • Immer, wenn es in der Oper erotisch wird, muß das Cello her. Deshalb ist "Tristan" die Cello-Oper par excellence.

  • Was Sie von dem Gange der Oper sagen, finde ich sehr gut. Die Momente sollen nicht so rasch wie im anderen Schauspiele folgen. Der Schritt muß schleichender, ja, an vielen Orten zurückgehalten sein. Die Italiener haben die größten Effekte mit einzelnen Situationen gemacht, die nur so zur Not am allgemeinen Faden des Planes hängen. Man verlangt nicht vom Flecke, weil das Ganze nicht interessiert, weil einem an jedem besondern Platze wohl wird.

  • Ihr sagt, das Sujet tauge nicht, aber ihr hättet es ignoriert und euch an der trefflichen Musik erfreuet. Ich bewundere wirklich die Einrichtung eurer Natur und wie eure Ohren imstande sind, anmutigen Tönen zu lauschen, während der gewaltigste Sinn, das Auge, von den absurdesten Gegenständen geplagt wird.

  • Keine Oper soll vom Gesichtspunkt der Poesie betrachtet werden - von diesem aus ist jede dramatisch-musikalische Komposition Unsinn -, sondern vom Gesichtspunkt der Musik: Als ein musikalisches Bild mit darunter geschriebenem, erklärendem Text.

  • Der Dichter eines musikalischen Stückes, wie er es dem Komponisten hingibt, muß es ansehen wie einen Sohn oder Zögling, den er eines neuen Herren Diensten widmet.

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