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16. März 2021

Wie Smartphones unseren Alltag prägen

Smartphones - ein Alltagshelfer oder doch eine Belastung? NN

Smartphones begleiten uns auf Schritt und Tritt. Sie sind ständig griffbereit und werden sogar in Schutzhüllen eingepackt, um die empfindliche Oberfläche zu schonen. Regieren die technischen Wunder also mittlerweile unseren Alltag oder sind sie lediglich eine hilfreiche Stütze. Wir gehen dem Sachverhalt auf den Grund.

Handys haben viele Vorteile

Handys haben einen langen Weg hinter sich. Wurden sie noch vor einigen Jahren ausschließlich fürs Telefonieren und für Textnachrichten verwendet, sind ihre Funktionen heutzutage sehr viel weitreichender. Sie sind mittlerweile in der Lage, Musik abzuspielen, fungieren als Navigationsgerät und Fotoapparat, liefern uns in Sekundenschnelle Antworten und mithilfe der unterschiedlichen Applikationen können wir unsere Finanzen regeln, eine neue Sprache lernen oder uns die Zeit vertreiben. Die Funktionen der Handys haben sich sogar so stark erweitert, dass ein neuer Name nötig war: Sie werden nun als Smartphones bezeichnet.

Handys haben bei starker Nutzung aber auch Nachteile

Vor allem für Kinder und Jugendliche birgt das Handy auch große Gefahren. Mithilfe des Smartphones haben die Minderjährigen Zugang zu verschiedenen Plattformen und sozialen Netzwerken und können Opfer von Missbrauch und Mobbing werden. Darüber hinaus können sich durch die Internet- und Appnutzung auch Hacker Zugriff zu vertraulichen Informationen beschaffen.

Unterbewusste Ablenkung

Neben den durch das Internet bedingten Gefahren birgt das Smartphone allerdings noch weitere Risiken. So fanden Studien heraus, dass sich das Handy bei sämtlichen Aufgaben und Erledigungen in unsere Gedanken schleicht. Wir können mittlerweile überhaupt nicht mehr anders, als das Display bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu entsperren. Dadurch bedingt lässt unsere Konzentrationsfähigkeit nach und auch die Leistungen sinken ab.

Außerdem hat das Handy einen so großen Einfluss auf unseren Alltag, dass bereits Wörter wie “Smombie” in den Duden aufgenommen wurden, um die Handyuser zu beschreiben. Die Bezeichnung ist ein Kofferwort, welches sich aus den Wörtern Smartphone und Zombie zusammensetzt. Es beschreibt das Phänomen, das Smartphoneuser so stark auf das Handy fokussiert sind, dass sie die Umgebung nicht mehr wirklich wahrnehmen.

Kann ich vom Smartphone krank werden?

Zudem haben sich durch die vermehrte Nutzung des technischen Helfers sogar neue Krankheitsbilder ergeben: Menschen klagen nun über vermehrte Nackenschmerzen und auch die Handgelenke und Finger werden in Mitleidenschaft gezogen. Darüber hinaus werden unsere Augen durch diese neuen Technologien stark in Anspruch genommen. Viele Menschen haben einen Beruf, der die Arbeit mit dem Computer voraussetzt. Wer sich dann in seiner Freizeit noch gerne mit dem Handy beschäftigt, hat eine größere Wahrscheinlichkeit, in Zukunft eine Brille zu benötigen.

Weiterhin sind die Smartphones auch für psychische Probleme verantwortlich. Während früher vor allem Markenklamotten als Statussymbol gelten, übernehmen heutzutage die Handys diese Rolle. Kinder und Jugendliche, die nicht über das neuste Samsung oder IPhone verfügen, fühlen sich oft minderwertig und können von Kameraden ausgegrenzt werden.

Nomophobie - Was ist das?

Ferner reagieren Menschen nun sogar panisch, wenn sie das Haus ohne Smartphone verlassen müssen. Dieses Verhalten trägt den Namen Nomophobie. Es setzt sich aus den Wörtern No-Mobile-Phone-Phobie zusammen. Diese umfassende Abhängigkeit zeigt sich ebenfalls in anderen Bereichen. So fühlen sich Menschen beispielsweise nicht mehr in der Lage, grammatisch korrekte Sätze ohne Rechtschreibfehler zu bilden. Durch die Autokkorrektur wird uns nämlich selbst der Schreibprozess erleichtert. Die Korrektur von Grammatikfehlern, mangelnde Deklination und Groß- und Kleinschreibung wird automatisch vom Smartphone übernommen.

Fazit - der Mittelweg

Heathcliff und Cathy aus Emily Brontës »Sturmhöhe« können nicht mit und ohne einander. Und uns geht es in der modernen Zeit genauso mit den Smartphones: Sie sind zugleich Segen und Fluch. Ihre unzähligen Funktionen leisten uns im Alltag gute Hilfe, doch sie stellen auch eine permanente Gefahrenquelle dar. Es gilt, einen guten Mittelweg zu finden, um die Handynutzung nicht ausarten zu lassen. Schließlich ist laut Kant »Die Aufklärung [...] der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit«. Nehmen Sie also das Zepter wieder in die eigene Hand und lassen Sie Ihre Gedanken und Handlungen nicht von einer technischen Erfindung bestimmen.