Zitate mit "Kind"

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Die Kindheit ist auch eine solche heilige große, gotische Kirche, in welche die Sonne freundlich durch bunte Fensterscheiben scheint, wo ein jeder dunkle Winkel ein mächtiges Gefühl erweckt und wo das einfachste Bild durch seine Beleuchtung und durch die Sage eine weit tiefere Bedeutung bekommt.

Kinder müssen die Dummheiten der Erwachsenen ertragen, bis sie groß genug sind, sie selbst zu machen.

Die Frauen sind unserer Kindheit Stütze, unserer Jugend Freude, unseres Alters Trost.

Sie akzeptierte ihn als Mann und liebte ihn als zukünftigen Vater ihrer Kinder.

Für einen Vater, dessen Kind stirbt, stirbt die Zukunft. Für ein Kind, dessen Eltern sterben, stirbt die Vergangenheit.

Wenn der Tod die Lippen geschlossen, die dich Kind nennen mußten, ist dir ein Lebensatem verschwunden, der nimmer wiederkehrt.

Wer Weib und Kinder besitzt, hat dem Schicksal Geiseln gegeben.

Eltern, Lehrer und Diener haben die törichte Gewohnheit, zwischen Brüdern während der Kinderzeit einen Wetteifer zu erzeugen und zu nähren, der oft in Zwietracht ausartet, wenn sie herangewachsen sind.

Ohne Zweifel sind die besten und für das Gemeinwohl verdienstvollsten Werke von ledigen oder kinderlosen Männern vollbracht worden.

Die Menschen fürchten den Tod, wie Kinder sich fürchten, im Dunkeln zu gehen.

Der erste Ehemann, dem die Erfindung der Doppelbetten zuzuschreiben ist, war ohne Zweifel ein Geburtshelfer, der aus Angst, er könne während seines Schlafes unwillkürlich unruhige Bewegungen machen, das von seiner Frau unter dem Herzen getragene Kind vor den Fußtritten schützen wollte, die er ihm hätte geben können.

Es muss übrigens darauf hingewiesen werden, dass die Gesellschaft, die so heftig bestrebt ist, die Rechte des Embryos zu verteidigen, sich um die Kinder nicht kümmert, sowie sie auf der Welt sind.

Eine Frau, die den Verlust eines Kindes durchgemacht hat, erschrickt nicht mehr. Eine Mutter, die ihr Kind schlägt, schlägt nicht nur das Kind, und in gewissem Sinne schlägt sie es überhaupt nicht: Sie rächt sich an einem Mann, an der Welt oder an sich selbst.

Jede Mutter hat die Vorstellung, dass ihr Kind ein Held sein wird.

Für manches unterentwickelte Land ist das Geschenk der völligen Unabhängigkeit so sinnvoll wie ein Rasiermesser in der Hand eines Kindes.

Das Herz einer Mutter ist das Schulzimmer eines Kindes.

Filme machen heißt, zu seinen Wurzeln zurückzukehren, in die Kindheit.

Wenn eine Frau mit den Kindern nicht fertig wird, fängt sie an, den Mann zu erziehen - ein Erfolgserlebnis braucht ja schließlich jeder.

Über die Kinder wie über die kleinen Bäume im Walde geht der Sturm hinweg, der in den Kronen der alten braust und sie beugt und bricht. Wenn sie größer werden, wachsen sie in die Sturmschicht hinein, und ihre Wurzeln müssen kräftiger werden.

Die verdrossenen Grübler rechten: / Jeder Tag liegt zwischen zwei Nächten. / Doch die heiteren Weltkinder sagen: / Jede Nacht liegt zwischen zwei Tagen.

Nichts ist so entsetzlich wie der Zusammenstoß zwischen roher Gewalt und kindlicher Hilflosigkeit.

Nach Hause kommen, das ist es, was das Kind von Bethlehem allen schenken will, die weinen, wachen und wandern auf dieser Erde.

Die Regierungen, welche die Freiheit der Rede unterdrücken, weil die Wahrheiten, die sie verbreitet, ihnen lästig sind, machen es wie die Kinder, welche die Augen zuschließen, um nicht gesehen zu werden.

Man versteht die Kinder nicht, ist man nicht selbst kindlichen Herzens. Man weiß sie nicht zu behandeln, wenn man sie nicht liebt, und man liebt sie nicht, wenn man nicht liebenswürdig ist.

Eine brave Mutter gibt ihrem Stiefkinde ein gleich großes Stück Kuchen wie ihrem eigenen Kinde. Aber sie gibt es auf eine andere Art.

Das Volk kann, einem Kinde gleich, nur weinen oder lachen. Daß es Schmerz hat oder Freude, erkennt man wohl; aber woran es leidet, und wessen es froh sei, ist oft schwer zu erforschen.

Ein spieler ist nit gottes fründ. / Die spieler sind des tüfels kind.

Kinderschmerz ist so gut echter Schmerz wie der der Erwachsenen, - nur daß wir ihn so leicht vergessen.

In der Natur gibt es keinen Stillstand: der Fluss strebt dem Meere zu, der Baum wächst empor, zum Menschen wird das Kind.

Die Wahrheit ist das Kind der Zeit, nicht der Autorität.

Was reif in diesen Zeilen steht, / was lächelnd winkt und sinnend fleht, / das soll kein Kind betrüben; / die Einfalt hat es ausgesät, / die Schwermut hat hindurchgeweht, / die Sehnsucht hat's getrieben.

O wie dankbar ist ein Kind! / Pflege ich die zarte Pflanze, / schütz ich sie vor Sturm und Wind, / wird's ein Schmuck im Himmelsglanze. / Wie gelehrig ist ein Kind! / So wie du es lehrest lesen / in dem Buch, in dem wir sind, / so wird einst sein ganzes Wesen. / Werden muß ich wie ein Kind, / wenn ich will zum Vater kommen; / Kinder, Kinder, kommt geschwind, / ich wär' gerne mitgenommen.

O Mutter, halte dein Kindlein warm, / die Welt ist kalt und helle, / und trag es fromm in deinem Arm / an deines Herzens Schwelle.

Die Ehe ist die exemplarische Bindung. Sie trägt uns wie keine andere in die große Gebundenheit. Und nur als Gebundene können wir in die Freiheit der Kinder Gottes gelangen.

Kinder, die man nicht liebt, werden Erwachsene, die nicht lieben.

Sie hat nichts und du desgleichen, / dennoch wollt ihr, wie ich sehe, / zu dem Bund der heil'gen Ehe / Euch bereits die Hände reichen. / Kinder, seid ihr denn bei Sinnen? / Überlegt euch das Kapitel! / Ohne die gehör'gen Mittel / soll man keinen Krieg beginnen.

Was hilft es dir, damit zu prahlen, / daß du ein freies Menschenkind? / Mußt du nicht pünktlich Steuern zahlen, / obwohl sie dir zuwider sind?

Wer andern gar zu wenig traut, / hat Angst an allen Ecken; / wer gar zu viel auf andre baut, / erwacht mit Schrecken. / Es trennt sie nur ein leichter Zaun, / die beiden Sorgengründer: / Zuwenig und zuviel Vertraun / sind Nachbarskinder.

Zuviel und zuwenig Vertrauen sind Nachbarskinder.

Die Frauen bekämpfen in ihren Kindern mit besonderem Eifer die Fehler ihres Mannes und dessen Familie.

Die Kinder der Liebe sind meistens schön und begabt, welche Kritik für sogenannte Musterehen!

Ein Haus ohne Kinder ist wie eine Glocke ohne Zunge. Der schlummernde Ton wäre gewiß schön, wenn etwas da wäre, ihn zu wecken.

Es gibt Eltern, die sich an ihren Kindern für die schlechte Erziehung rächen, die sie ihnen selbst gegeben.

Du hörst auf, ein Kind zu sein, an dem Tage, da du das Wort: Pflicht verstanden hast.

Die Leute, die sich für einen Fürsten begeistern, weil sie einmal gut behandelt worden sind, kommen mir vor wie Kinder, die nach einer Prozession Pfarrer und nach einer Truppenparade Soldat werden wollen.

Bei der Lektüre der Heiligen Schrift habe ich bemerkt, dass immer, wenn der Menschheit Verbrechen oder Gewalttaten vorgeworfen werden sollen, es heißt: die Menschenkinder; wenn es sich um Dummheiten oder Schwächen handelt: die Kinder der Weiber.

Frauen sind nur Kinder von etwas größerem Wuchs.

Wie die Väter meist sind, ist es selten ein Unglück, keinen Vater zu haben, und betrachtet man die allgemeine Beschaffenheit der Söhne, so ist es ebenso selten ein Unglück, ohne Kinder zu sein.

Es ist einfacher, eine Nation zu regieren, als vier Kinder zu erziehen.

Unserem Charakter ist der Samen der Tugenden eingeboren. Könnten diese heranreifen und gedeihen, so würde uns die Natur selbst zum seligen Leben hinführen. Aber wir befinden uns von dem Augenblicke an, wo wir ans Licht der Welt gebracht sind und als Kinder begrüßt werden, fortwährend mitten in aller Verderbnis und in höchster Verkehrtheit der Vorstellungen.

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