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1924 - 1933 war Graff Mitarbeiter von Franz Seldte im Stahlhelm, gleichzeitig war er Redakteur der gleichnamigen Parteizeitung. 1926 publizierte er unter dem Pseudonym C.E. Hintze das Buch „Die endlose Straße“, in dem seine Erlebnisse im Ersten Weltkrieg verklärend dargestellt wurden. 1930 - 1936 stellten sich erste große Erfolge im In- und Ausland ein, darunter in Österreich und Italien.
1933 erfolgte Graffs Ernennung zum Referenten ins Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, in dem er Mitarbeiter des Reichsdramaturgen Rainer Schlösser wurde. 1938 wurde Graff zum Regierungsrat befördert. Graffs Arbeit in Goebbels Ministerium war 1937 zusätzlich mit seinem Eintritt in die NSDAP verbunden.
Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde Graff in die Presse- und Propagandaabteilung des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) versetzt und verbreitete in seinen Publikationen die üblichen Durchhalteparolen. Bei Kriegsende war er Hauptmann im NS-Führungsstab des OKW, der bald darauf in alliierte Kriegsgefangenschaft geriet.
Nach 1945 wehrte sich Graff vehement dagegen, mit dem NS-Regime in Zusammenhang gebracht zu werden. Im Spruchkammerverfahren 1948 ging Graff als „Entlasteter“ hervor, der noch im selben Jahr seine Arbeit als freier Schriftsteller wieder aufnehmen konnte. Wegen angeblich einseitiger Darstellung seiner NS-Vergangenheit ging Graff später mehrfach vor Gericht.
Sigmund Graff verstarb 1979 im Alter von 81 Jahren in Erlangen.
Bühnenstücke: * Die endlose Straße. Ein Frontstück in 4 Bildern, 1930 * Die einsame Tat. Ein Stück um den Studenten Sand in 10 Bildern, 1930 * Wir fahren zum Weihnachtsmann. Ein lustiges Märchenspiel in 5 Bildern, 1930 * Was wird aus Adalbert? Ein Stück aus dieser Zeit in 4 Aufzügen, 1931 * Die vier Musketiere. Volksstück in 3 Aufzügen, 1932 * Die Heimkehr des Matthias Bruck. Schauspiel in 3 Aufzügen, 1933 * Hirschgraben und Kornmarkt. Komödie in 5 Aufzügen, 1933 * Hier sind Gemsen zu sehen! Komödie in 5 Bildern, 1934 * Begegnung mit Ulrike. Komödie in 7 Bildern, 1937 * Die Primanerin. Nach einer Novelle von Alexander Turmayer zu einem Lustspiel in 5 Bildern gestaltet, 1937 * Das Wespennest. Komödie in 4 Aufzügen, 1938 * Die Prüfung des Meister Tilmann. Schauspiel in 14 Bildern, 1939 * Geraldine verreist. Lustspiel in 3 Akten, 1940
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