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Bauernregeln für den Sommer

Sommer ist die wärmste der vier Jahreszeiten und gilt als die Jahreszeit der gesteigerten Lebensfreude. Dieses wird besonders auf durch die höheren Temperaturen veranlasste Aufenthalte im Freien zurückgeführt und durch die Sonnenstrahlen freigesetzte Hormone.

Mit dem Beginn des Sommers sind in vielen Kulturen Bräuche und Riten verbunden; in Deutschland sind dies beispielsweise das Sonnwend- oder Johannisfeuer.

Astronomisch, nach Lage der Erde zur Sonne, beginnt der Sommer mit der Sommersonnenwende: dem Zeitpunkt, zu dem die Sonne senkrecht über dem Wendekreis steht und die Tage am längsten sind. Dies geschieht in Europa am 20., 21. oder 22. Juni. Danach werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger.

Der phänologische Sommerbeginn, nach dem Entwicklungsstadium der Pflanzen, kann vom astronomischen erheblich abweichen; er wird neben der Land-Meer-Verteilung auch durch anfängliche Großwetterlagen und viele regionale Faktoren beeinflusst.

Meteorologisch sind dem Sommer die die Monate Juni, Juli und August zugeordnet.


Bauernregeln und Wetterregeln

Auf einen nassen Sommer fürwahr folgt Teuerung im nächsten Jahr.

Augustregen wirkt wie Gift, wenn er die reifenden Trauben trifft.

Augustsonne, die in der Frühe brennt, nimmt kein gutes End'.

Bleibt der Juni kühl, wird dem Bauern schwül.

Blühen im August Frühlingsblumen, deutet das auf einen milden Winter.

Bläst der Wind im Februar ins Horn, bläst er im Sommer auch ins Korn.

Dem August sind Donner nicht Schande, sie nutzen der Luft und dem Lande.

Den Sommertag schändet kein Donnerwetter.

Der August muss Hitze haben, sonst wird der Obstbaumsegen begraben.

Der August reift - der September greift.

Der Juliregen nimmt den Erntesegen.

Der Sommer ernährt, der Winter verzehrt.

Der Sommer ist ein derber Bauer, er macht den Weibern die Milch gern sauer.

Ein Regen im August ist für den Wald Erquickungslust.

Ein tüchtiges Juligewitter ist gut für Winzer und Schnitter

Früher Sommer, schlechte Ernte.

Fällt Juniregen in den Roggen, so bleibt der Weizen auch nicht trocken.

Fängt der August mit Donnern an, er's bis zum End' nicht lassen kann.

Fängt der August mit Hitze an, bleibt sehr lang die Schlittenbahn.

Gibt's im August keine Garben, wird man im Winter darben.

Hagelt's im Juli und August, ist' s aus mit des Bauern Freud und Lust.

Heisser Sommer, guter Wein.

Im August, beim ersten Regen, pflegt die Hitze sich zu legen

Im Juli Finkenschlag früh vor Tag, fleißig Regen bringen mag.

Im Juli muss vor Hitze braten, was im September soll geraten.

Im Juli warmer Sonnenschein, macht alle Früchte reif und fein.

Im Juli will der Bauer lieber schwitzen als untätig hinterm Ofen sitzen.

Im Juni bleibt man gerne stehen, um nach dem Regen auszusehen.

Im Juni kühl und trocken, gibt`s was in die Milch zu brocken.

Im Juni viel Donner, bringt einen trüben Sommer.

Ist der August sehr heiß, bringt der Winter viel Schnee und Eis.

Je dicker die Regentropfen im August, desto dicker der Most.

Juli recht heiß, lohnt sich Mühe und Schweiß.

Juniflut bringt den Müller um Hab und Gut.

Juniregen - reicher Segen.

Kommen die ersten Fliegen rein, wird es wohl bald Sommer sein.

Macht der Juli uns heiß, bringt der Winter viel Eis.

Macht im Juli die Ameis' groß den Hauf', folgt ein strenger Winter drauf.

Nassen Sommer kann auch der Herbst nicht trocknen.

Nordwind im Juni wie bekannt, bringt Korn ins ganze Land.

Regnet's im Sommer kaum, bleiben die Äpfel nicht am Baum.

Reif in der Juninacht, dem Bauern viel Sorgen macht.

Reifen Äpfel im Gezweige, geht der Sommer schon zur Neige.

Singen die Buchfinken im August früh vor Sonnenaufgang, künden sie viel Regen an.

So golden wie die Sonne im Juli strahlt, so golden sich der Weizen mahlt.

Soll gedeihen Korn und Wein, muss im Juni Regen sein.

Sommerregen und Ziegenmist, lassen den Bauern wie er ist.

Stellt sich mild der Juni ein, wird mild auch der Dezember sein.

Stürmt es im August, gibt es weder Wein noch Most.

Treibt die Eiche vor der Esche, ist der Sommer eine Wäsche.

Treibt die Esche vor der Eiche ist der Sommer eine Bleiche.

Viermal Juniregen, bringt zwölffachen Segen.

Was der Juli verbricht, rettet der September nicht.

Was der Sommer nicht kocht, wird der Herbst nicht braten.

Was du an einem Tag versäumest im Juli, das schaffen im August zehn Tage nicht herbei.

Weht im August der Wind aus Nord, ziehen die Störche noch lange nicht fort.

Wenn der Kuckuck im August noch schreit, gibt es im Winter eine teure Zeit.

Wenn die Ameisen sich verkriechen, wird es bald vom Himmel gießen.

Wenn die Schwalben schon Ende Juli schon ziehen, sie vor baldiger Kälte fliehen.

Wenn im August viele Goldkäfer laufen, braucht der Wirt den Wein nicht zu taufen.

Wenn im Juni Nordwind weht, das Korn zur Ernte trefflich steht.

Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr.

Wenn's im August nicht regnet , ist der Winter mit Schnee gesegnet.

Wenn´s im Juni viel regnet, ist der Graswuchs gesegnet.

Wer im Juli sich regen tut, sorget für den Winter gut.

Wer im Sommer nicht erntet, muss im Winter darben.

Wettert der Juli mit großem Zorn, bringt er dafür reifes Korn.

Wie die Junihitze sich stellt, stellt sich auch die Dezemberkält.