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Bauernregeln im Dezember

Die Rauhnächte bezeichnen zwölf aufeinanderfolgende Nächte vom 24. Dezember bis 5. Januar. Sie repräsentieren aber keine Wetterregel. Vielmehr galten die Rauhnächte in den vergangenen Jahrhunderten als Heilige Nächte. In ihnen wurde möglichst nicht gearbeitet. Statt dessen verbrachte man die Nächte im Familienkreis und nutze sie zum Feiern und zur Besinnung.

Gezählt werden die Rauhnächte von Heilig Abend 24 Uhr an bis zur letzten Rauhnacht, die am 05. Januar beginnt. Jede Nacht dauert dabei 24 Stunden, so dass der ganze Tag zur "Nacht" wird. Nach der letzten Rauhnacht folgt der christliche Fest der Heilige Drei Könige.


Allgemeine Regeln des Monats Dezember

Nebel vor Weihnachten ist Brot, Nebel nach Weihnachten ist Tod.

Je dunkel es über Dezemberschnee war, je mehr leuchtet Segen im künftigen Jahr.

Dezember dunkel, nicht sonnig und klar, verheißt ein gutes fruchtbares Jahr, ein nasser macht es unfruchtbar.

Im Dezember sollen Eisblumen blüh'n. Weihnachten sei nur auf dem Tische grün.

Wenn man den Winter soll loben, so muß er frieren und toben.

Ist der Winter warm, wird der Bauer arm.

Eine gute Decke von Schnee bringt Winterkorn in die Höh.

Wenn's jetzt nicht wintert, sommert's auch nicht.

Dezember veränderlich und lind, bleibt der ganze Winter ein Kind.

Dezember mild, mit vielem Regen, ist für die Saat kein großer Segen!

Bringt Dezember Kält' und Schnee ins Land, dann wächst das Korn gut, selbst auf Sand.

Ist's im Dezember kalt, wird der Winter zwar hart, aber der Frühling kommt bald.

Bleibt im Dezember der Winter fern - so nachwintert es gern!

Auf kalten Dezember mit tüchtigem Schnee, folgt fruchtbar Jahr mit reichlich Klee.

Dezemberwärme hat Eis dahinter.

Christmonat veränderlich und lind, ist der ganze Winter ein Kind.

Dezember kalt mit Schnee, gibt Frucht auf jeder Höh'.

Dezember ohne Schnee, tut erst im Märzen weh.

Dezember warm, dass Gott erbarm!

Dezemberwind aus Ost, bringt Kranken schlechten TroSankt

Im Dezember sei der Winter kühn, Weihnacht sei nur immer grün.

Ist der Dezember wild mit Regen, hat das nächste Jahr wenig Segen.

Ist Dezember mit viel Regen, bringt's nächste Jahr kein Segen.

Kalt' Dezember und fruchtbar Jahr, sind vereinigt immerdar.


1. Dezember

Fällt auf Eligius ein kalter Wintertag, die Kälte wohl 4 Monate dauern mag.


2. Dezember

Wenn's regnet am Bibianstag, regnet's 40 Tage und 1 Woche danach.


4. Dezember

Die Barbara im weißen Kleid, verkündet heiße Sommerzeit.

Geht Barbara im Grünen, kommt's Christkind im Schnee.

Jetzt Zweige schneiden an Sankt Barbara, die Blüten sind bis zu Weihnacht da.

Nach Barbara die Sonne weicht, auf Luzia (13.12.) sie wieder herschleicht.

Wie der Barbaratag, so wird auch der Christtag.


6. Dezember

Regnet's an Sankt Nikolaus, wird der Winter streng und graus.

Fließt zu Nikolaus noch Birkensaft, kriegt der Winter keine Kraft.

Sankt Nikolaus, der spült die Ufer aus.

Wenn's schneit, daß es Fetzen geit, dann ist der Winter nicht mehr weit.


13. Dezember

Frau Luzia, die Lichterbraut, ist mit der Dunkelheit vertraut, sie bringt der langen Nacht das Licht und zum Christfest Zuversicht.

Die Luzia, die kürzt den Tag, soweit sie ihn nur kürzen mag.

Frau Luzia findet zu kurz den Tag, d'rum verlängert sie ihn 8 Tage danach.

Kommt die heilige Luzia, dann ist die Kälte auch schon da.

Nach Barbara (04.12.) die Sonne weicht, auf Luzia sie wieder herschleicht.

Nach Barnabas (11.06.) die Sonne weicht, auf Luzia sie wieder zu uns schleicht.

Unsere Sankt Luzen, die macht den Tag stutzen; doch dann hebt er wieder an zu langen - und die Kälte, die kommt angegangen.


16. Dezember

Um Adelheid, da kommt der Schnee, der tut der Wintersaat nicht weh.

Die Adelheid liebt weiße Flocken, da bleibt die Erde selten trocken.

Um die Zeit von Adelheid, da macht sich gern der Winter breit.


17. Dezember

War der Lazarus ganz ohne Schnee, dann ruft der Frühling früh juchhe.

War der Lazarus nacht und bar (= ohne Schnee), wird's ein gelinder Februar.


18. Dezember

Um den Tag des Wunibald, da wird es meistens richtig kalt.


20. Dezember

Friert's am kürzesten Tage, ist's immer eine Plage.


21. Dezember

Wenn Sankt Thomas dunkel war, gibt's ein schönes neues Jahr.

Nach dem Thomastag, du glaubst es nit, wächst der Tag mit einem Hahnenschritt.


24. Dezember

Ist es gelind bis zum heiligen Christ, der Winter darüber wütend ist

Bis zur Weihnacht juchhe - nach Weihnacht o weh!

Fallen die Christtage in den wachsenden Mond, gibt's ein neues Jahr, das sich wohl lohnt.

Fallen in der Christnacht die Flocken, wird sich der Hopfen gut bestocken.

Gibt es um Weihnachten Sturm und Wind, viel Obst man dann auf den Bäumen find't.

Grünen am Christtag die Felder und Wiesen, wird sie zu Ostern der Frost verschließen.

Ist es grün zur Weihnachtsfeier, fällt oft der Schnee auf die Ostereier.

Ist's in der heiligen Nacht hell und klar, so gibt's ein segenreiches Jahr.

Viel Wind auch nach den Weihnachtstagen - dann reichlich Obst die Bäume tragen.

Von Weihnachten bis zum Dreikönigstag, auf's Wetter man wohl achten mag, wie das Wetter sich da verhält, so ist es die neuen Monate bestellt.

Weihnachten im grünen Kleid, hält bis Ostern Schnee bereit.

Weihnachten im Klee - Ostern im Schnee.

Weihnachten klar - gutes Weinjahr.

Weihnachtsabend nicht betrübt - alle Fruchtbarkeiten gibt.

Welches Wetter Adam und Eva (24.12.) spend't, so bleibt es gern bis zum Jahresend'.

Wenn Christkindlein Regen weint, 4 Wochen keine Sonne scheint.

Wenn es zur Christnacht flockt und stürmt auf allen Wegen, das bringt der Wintersaat den Segen.

Zu Weihnachten der Mondenschein, meint's für Faß und Keller fein.


25. Dezember

Der Christtag feucht und naß, gibt leere Speicher und leeres Faß.

Die Tage werden länger, Weihnachten um einen Mückenschritt, Neujahr um einen Hahnenschritt, Dreikönig um einen Hirschensprung, Lichtmeß (02.02.) um eine ganze Stund'.

Ist es an Weihnachten uns zu kalt, wird kurz der Winter und der Lenz kommt bald.

Nebel vor Weihnachten ist Brot, Nebel nach Weihnachten ist Tod.

War er zu gelinde der heilige Christ, der Winter darüber sehr zornig ist


26. Dezember

Bracht der Stephanus uns viel Wind, die Winzer gar nicht glücklich sind.

Am Stephanstag soll es windstill sein, sonst sinkt die Hoffnung auf den Wein.

Blies der Wind am Stephanstag, zeigt's an, daß der Wein nicht wohl sein mag.

Bläst der Wind an Stephani recht, dann wird der Wein auf's Jahr nicht schlecht.


27. Dezember

Hat der Evangelist Johannes Eis, dann macht es auch der Täufer heiß.


28. Dezember

Haben es die unschuldigen Kindlein kalt, so weicht der Frost noch nicht so bald.


31. Dezember

Silvesterwind und warme Sonn', wirft jede Hoffnung in den Bronn'.

In der Silvesternacht viel Wind und dann morgens Sonnenschein - das bringt uns keinen guten Wein.

Nachtwind an Silvester und dann Morgensonn', das verdirbt die Hoffnung auf Wein und Korn.

Viel Wind in der Silvesternacht, hat nie Wein und Korn gebracht.

Windstill muss Silvester sein, soll der nächste Wein gedeih'n.