Anzeige

Bauernregeln im August

Die Hundstage von 23. Juli bis 24. August bezeichnen eine Schönwetterperiode, die nach dem Hundsstern Sirius, der Anfang August mit der Sonne auf- und untergeht, benannt wurde. Während des Zeitraums der Hundstage liegt in der Regel ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa, das sehr heißes Wetter mit sich bringt und die Hundstage zu den heißesten Tagen des Jahres macht.

Im Lauf der Jahrhunderte haben sich die Hundstage etwas verschoben so dass sie sich heute meist schon in der Julimitte zeigen - aber nach wie vor in schöner Regelmäßigkeit.


Allgemeine Regeln des Monats August

Im August blüht der Schnee für den nächsten Winter, wenn weiße Wolken ziehen.

Wenn die Ameisen sich verkriechen, wird bald Regen vom Himmel gießen.

Wenn's im August nicht regnet, ist der Winter mit Schnee gesegnet.

Der Tau tut dem August so Not, wie jedermann das täglich Brot. Entzieht er sich gen Himmel, herab kommt ein Getümmel.

Was Juli und August nicht taten, läßt auch der September ungebraten.

Wenn's regnet im August, regnet's Honig und guten Most.

Ein trockener August hat die Leute noch nie arm gemacht - ein nasser schon.

Im August viel Höhenrauch, folgt ein strenger Winter auch.

Weht im August der Wind aus Nord, ziehen die Schwalben noch lange nicht fort.

Wenn im August viele Goldkäfer laufen, braucht der Wirt den Wein nicht taufen.

Je mehr Regen im August, je weniger Rebenlust

Wenn Sankt Rochus trübe schaut, kommt die Raupe in das Kraut.

Desto dicker die Regentropfen im August, desto dicker wird auch der Most.

Der August muss Hitze haben, sonst Obstbaumsegen wird begraben.

Im August, beim ersten Regen, pflegt die Hitze sich zu legen.

Ist's in der ersten Augustwoche heiß, so bleibt der Winter lange weiß.

Augustsonne, die schon sehr früh brennt, nimmt nachmittags kein gutes End'.

Im August am Morgen Regen, wird vor Mittag sich nicht legen.

Oswaldtag muß trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein.

Wenn der Kuckuck im August noch schreit, so gibt's im Winter eine teure Zeit.

Ein Regen im August ist für den Wald Erquickungslust.

Zu Petri Kettenfeier ziehen die Störche fort.

Dem August sind Donner nicht Schande, sie nutzen der Luft und dem Lande.

Der August reift - der September greift.

Der Bauer nicht gern schaut, wenn's im August mehltaut.

Im August soll man den Knoblauch aus der Erde nehmen.

Im August viel Regen ist dem Wein kein Segen.

Im August viel Regenschauer ist Verdruss für jeden Bauer.

Im August Wind aus Nord - jagt unbeständigs Wetter fort.

Ist's im August recht hell und heiß, lacht der Bauer in vollem Schweiß.


1. August

An Petri Kett, da sollt' scheinen die Sonne von A bis Zett.

An Petri Kettenfeier geh'n die Störche fort.

Ist es von Petri bis Laurentius (10.08.) heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.

Regnet's stark um Petri Kett, liegt auch das Korn um wie ein Brett.


4. August

Wenn es heiß ist an Dominikus, ein strenger Winter folgen muß.


5. August

Der Oswaldtag muß trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein.

Wenn's an Oswald regnet, wird teuer das Getreid', und wären alle Berge aus purem Mehl bereit't.


7. August

An Sankt Afra Regen ist für den Bauer ungelegen.


10. August

An Laurenzi ist es Brauch, da hört das Holz zu wachsen auf.

Auf Laurentius Sonnenschein - folgt gutes Jahr und guter Wein; doch mäßigen Wein gibt's heuer, wenn der Lorenz ohne Feuer.

Der Laurentius steht bei den Bauern in Gnaden, weil bald die Gewitter nicht mehr schaden.

Der Lorenz gibt das Feuer dem Wein, tut er es nicht, kommt nur Wasser hinein.

Der Lorenztag muß wie ein heißer Stein sein, soll im Herbste guter Wein sein.

Der Sternschnuppen helle Pracht zieht durch die Laurentiusnacht.

Ist es von Petri (01.08.) bis Laurentius heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.

Sankt Lorenz mit heißem Hauch, füllt dem Winzer Faß und Schlauch.

Sollen sich die Trauben mehren, müssen mit Lorenz die Gewitter aufhören.

Sonnenschöner Lorenz - du machst auch den Herbst zum Lenz.


13. August

Wie das Wetter an Kassian, hält es mehrere Tage an.


15. August

Scheint die Sonne hell und zart an Mariä Himmelfahrt, so soll's guten Wein bedeuten, was erwünscht bei allen Leuten.

Es bringt dem Winzen guten Wein, an Himmelfahrt der Sonnenschein.

Hat unsere Frau gut' Wetter, wenn sie 'gen Himmel fährt, sie gewiß auch guten Wein beschert.

Maria Himmelfahrt klar Sonnenschein, bringt gern viel guten Wein.

Scheint auch nach Mariä Himmelfahrt die Sonne heiß nach ihrer Art, so freuen sich des Winzers Reben, einen guten Wein zu geben.

Schönes Wetter um Mariä Himmelfahrt - verkündet Wein von bester Art.

Um Mariä Himmelfahrt, das wisse, gibt es die ersten Nüsse.


16. August

Am Rochustag viel Sonnenschein, der bringt Zucker in den Wein.

Wenn der Rochus trübe schaut, kommen Raupen in das Kraut.

Wenn's an Rochus regnet, ist der Winter mit Wärme gesegnet.


19. August

Regnet es an Sankt Sebald, dann nahet teure Zeit sehr bald.

Wenn im März die Veilchen blüh'n, an Ludwig schon die Schwalben zieh'n.


20. August

Wie der Sankt Bernhard ist, man auch den September mißt.


24. August

Regen an Bartholomä tut den Reben bitter weh.

Bleiben die Störche noch nach Bartholomä, dann kommt ein Winter, der tut nicht weh.

Der Barthel hat das Wetter parat, für den Herbst bis an die Wintersaat.

Der Barthel voller Sonnenglut, macht Wein und Reben stark und gut.

Der Barthelmann, der Barthelmann, der hängt dem Hopfen die Dolden an.

Der Klemens (23.11.) uns den Winter bringt, Sankt Petri Stuhl (22.02.) dem Frühling winkt; den Sommer bringt uns Sankt Urban (25.05.), der Herbst fängt nach dem Barthel an.

Gewitter um Bartholomä, die bringen oft Hagel und bald frühen Schnee.

Jakobis Sonne (25.07.) tut die Äpfel salzen, der Lenz hat sie vorher geschmalzen, der Barthel gibt ihnen den Geschmack, und Lambertus (17.09.) bricht sie ab.

Liegt Reif um den Bartheltag offen, so ist ein warmer Herbst zu hoffen.

Nach dem Tag des Bartholomä, da schreien die Vögel ach und weh.

Regen um Sankt Bartholomä, der tut den Trauben weh.

Um Bartholomäus kannst du sehen, wie es um den Herbst mag stehen.

Wenn die Schwalben jetzt schon ziehen, sie vor naher Kälte fliehen.

Wie sich der Barthelomäus hält, ist meistens auch der Herbst bestellt.

Wärme soll der Barthel bringen, dann wird uns auch der Wein gelingen.


28. August

Um die Zeit von Augustin geh'n die warmen Tage dahin.

Um den Tag des Augustin, da ziehen die warmen Tage dahin.


30. August

Bischof Felix zeiget an, was wir in 40 Tag für Wetter han.