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Bauernregeln im Mai

Die "Eisheiligen" (11.-15. Mai) bezeichnen eine letzte mögliche Kälteperiode mit Nachtfrostgefahr um Mitte Mai, die dazu führte, dass viele Gärtner vorsichtshalber mit dem Auspflanzen von Sommerblumen und der Aussaat von empfindlichen Sämereien bis Mitte Mai warten.

Wetterbeobachtungen zeigen jedoch, dass ein Temperatursturz häufig erst um den 20. Mai auftritt. Der Grund für die Abweichung ist in der Kalenderreform aus 1582 zu sehen. Vor der Reform lag die "Kalten Sophie" (15. Mai) auf dem Tag, der heute dem 22. Mai entspricht. Somit sollte man die Eisheiligen zwischen dem 19. und 22. Mai erwarten.


Allgemeine Regeln des Monats Mai

Das Jahr fruchtbar sei, wenn's viel donnert im Mai.

Blumenkohl im Mai gibt Köpfe wie ein Ei.

Ein kalter Mai tötet das Ungeziefer und verspricht eine gute Ernte.

Kühler Mai viel Stroh und Heu.

Ein Bienenschwarm im Mai ist wert ein Fuder Heu.

Steht der Wind im Mai aus Süden, wird bald Regen uns beschieden.

Mailuft bringt die Toten aus der Gruft.

Je mehr die Maikäfer verzehren, je mehr wird die Ernte bescheren.

Nasser Mai bringt trockenen Juni herbei.

Ist's im Mai recht kalt und nass, haben die Maikäfer wenig Spaß.

Ein heißer Mai ist des Todes Kanzlei.

Der Mai bringt Blumen dem Gesichte, aber dem Magen keine Früchte.

Der Mai in der Mitte hat für den Winter immer noch eine Hütte.

Donnert es im Mai recht viel, hat der Bauer ein gutes Spiel.

Abendtau und Kühl im Mai bringet Wein und vieles Heu.

Wenn's im Mai viel regnet, ist das Jahr gesegnet.

Maientau macht grün die Au.

Maienfröste - unnütze Gäste.

Regen im Mai bringt für's ganze Jahr Brot und Heu.

Aus nassem Mai kommt trockener Juni herbei.

Blüht im Mai die Eiche vor der Esche, gibt's noch eine große Wäsche. Blüht die Esche vor der Eiche, gibt es eine schöne Bleiche.

Der Mai, zum Wonnemonat erkoren, hat den Reif noch hinter den Ohren.

Der Maikäfer Menge bringt den Schnitter in die Enge.

Des Maien Mitte hat für den Winter noch eine Hütte.

Die Witterung an Sankt Urban zeigt des Herbstes Wetter an.

Frost im Mai schadet Wein, Hopfen, Bäumen, Korn und Lein.

Gehn die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien die Bauern und Winzer juchhei.

Genug Regen im Mai gibt dem ganzen Jahr Brot und Heu.

Gewitter, die der Mai gebracht, hat stets ein gutes Jahr gemacht.

Grün schmückt sich Flur und Au, fällt vom Himmel Maientau.

Grünen die Eichen vor dem Mai zeigt's, dass der Sommer fruchtbar sei.

Im Mai ein warmer Regen bedeutet Früchtesegen.

Ist der Mai heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken; ist er aber feucht und kühl, dann gibt's Frucht und Futter viel.

Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun' und Fass.

Kühler, nicht nasskalter Mai bringt guten Wein und viel Heu.

Maifröste im Mai schädlich sind, gut hingegen sind die Wind'.

Mitte Mai ist der Winter vorbei!

Nordwind im Mai bringt Trockenheit herbei.

Pankrazi, Bonifazi, Servazi sind drei frostige Bazi. Und zum Schluß fehlt nie die kalte Sofie.

Trockener Mai - Wehgeschrei, feuchter Mai - bringt Glück herbei!

Trockener Mai - Wehgeschrei, feuchter Mai bringt Glück herbei.

Weht im Mai der Wind aus Süden, ist uns Regen bald beschieden.


1. Mai

Regnet's am ersten Maientag, viele Früchte man erwarten mag.

Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg's; Philippi und Jakobi, sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul.

Kommt der 1. Mai mit Schall, bringt er Kuckuck und Nachtigall.

Philippi und Jakobi - viel freß' i, wenig hab' i.

Sind Philippus und Jakobus naß, dann hat der Bauer großen Spaß.

So viele Fröste vor Wenzeslaus (28.09.) fallen, so viele nach Philippi folgen.

Wenn der 1. Mai schellt, grünt das ganze Feld.

Wenn es regnet am 1. Mai dann regnet es auch weiter glei'.


3. Mai

Wie's Wetter am Kreuzauffindungstag, bis Himmelfahrt es bleiben mag.

Wenn es am Kreuztag heftig regnet, dann werden alle Nüsse leer und sind nicht gesegnet.


4. Mai

Der Florian, der Florian, noch einen Schneehut setzen kann.

War's an Ambrosius (04.04.) schön und rein, wird's an Florian um so wilder sein.


7. Mai

Wenn Tränen weint der Stanislaus, das tut uns gar nicht leid, es werden blanke Heller d'raus, in ganz kurzer Zeit.

Wenn sich naht Sankt Stanislaus, rollen die Kartoffeln aus.


10. Mai

Der Gordian, der Gordian, der richtet oft noch Schaden an.

Dem Gordian, dem Gordian, man besser niemals trauen kann.

Dem kleinen Gordian man nicht trauen kann.


11. Mai

Gehen die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien die Bauern und Winzer juchhei.

Der heilige Mamerz, der hat von Eis ein Herz; Pankratius hält den Nacken steif, sein Harnisch klirrt von Frost und Reif; Servatius' Hund der Ostwind ist - hat schon manch' Blümlein totgeküßt; und zum Schluß, da fehlet nie, die eisigkalte Sophie.

Eisheiligen = Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie!

Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg's; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul.

Mamertus, Pankratius und hinterher Servatius, sind gar gestrenge Herrn, die ärgern die Bauern und auch die Winzer gern.

Mamertus, Pankratius, Servatius, die bringen oft Kälte und Verdruß, doch auch der Bonifazi, das ist erst ein Lumpazi.

Pankratius, Servatius, Bonifatius, der Winzer sie beachten muß: Geh'n sie vorüber ohne Regen, dann bringt's dem Weine großen Segen.

Pankrazi, Bonifazi, Servazi sind drei frostige Lumpazi. Und zum Schluß fehlt nie die kalte Sophie.


12. Mai

Wenn's an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert.

Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg's; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul.


13. Mai

Servaz muß vorüber sein, will man vor Nachfrost sicher sein.

Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg's; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul.

Nach Servaz kommt kein Frost mehr her, der dem Rebstock gefährlich wär'.


14. Mai

Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg's; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul.


15. Mai

Die kalt' Sophie, die bringt zum Schluß, ganz gern noch einen Regenguß.


16. Mai

Der Nepomuk uns das Wasser macht, daß uns ein gutes Frühjahr lacht.

Der heilige Nepomuk trieb uns die Wassergüß' zuruck.

Heiliger Nepomuk bring' uns die Wassergüß' zuruck.


25. Mai

Wenn der Urban kein gut' Wetter hält, das Weinfaß in die Pfütze fällt.

Das Wetter um den Sankt Urban zeigt auch des Herbstes Wetter an.

Der Klemens (23.11.) uns den Winter bringt, Sankt Petri Stuhl (22.02.) dem Frühling winkt; den Sommer bringt uns Sankt Urban, der Herbst fängt nach dem Barthel (24.08.) an.

Der Urban mit viel Sonnenschein, der segnet unsere Fässer ein.

Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg's; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar, ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul.

Scheint die Sonne hell am Urbanitag, wächst guter Wein nach alter Sag'; wenn es aber regnet, ist nichts gesegnet.

Urban, laß' die Sonne scheinen, damit wir nicht beim Weine weinen.

Viel Sonne bringen muß Sankt Orben, sonst die Trauben leicht verdorben.

Wie der Urban sein Wetter hat, so findet's auch in der Lese statt.

Wie sich das Wetter an Urban verhält, so ist's noch 20 Tage bestellt.


31. Mai

Nach schönem Wetter bei Petronell, da meßt den Flachs ihr mit der Ell'.

Gibt es an Petronella Regen, wird sich auch das Getreide legen.

Ist es klar an Petronell, meßt den Flachs ihr mit der Ell'.

Wer erst Hafer sät an Petronell, dem wächst er gerne, gut und schnell.