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Bauernregeln im Februar

Eigentlich ist Kathedra Petri, der 22. Februar, der volkstümlich auch als "Petri Stuhlfeier"bezeichnet wird, ein Gedenktag im Kirchenjahr der römisch-katholischen Kirche und hat den Rang eines Festes im Generalkalender.

Dieser Tag ist aber auch ein wichtiges Datum für landwirtschaftliche Wetterbeobachtungen, die folgerten, dass das Wetter von Petri Stuhlfeier 14 oder gar 40 Tage bleibt wie es ist. Zwei Tage später folgt mit dem St. Matthias ein weiterer Indikator: Ist es an St. Matthias kalt, so bleibt es noch lange kalt, und ist es warm, so wird es nicht mehr kalt.


Allgemeine Regeln des Monats Februar

Februartau bringt Nachtfrost im Mai.

Hüpfen Eichhörnlein und Finken, siehst Du schon den Frühling winken.

Kalter Februar bringt ein gutes Jahr.

Ist der Februar trocken und kalt, kommt im Frühjahr Hitze bald.

Februar mit Schnee und Regen deutet an den Gottessegen.

Hätte der Februar Januars Gewalt, ließ er verfrieren jung und alt.

Im Februar müssen die Stürme fackeln, dass dem Ochsen die Hörner wackeln.

Heftige Nordwind im Februar vermelden fruchtbares Jahr. Wenn der Nordwind im Februar aber nicht will, so kommt er sicher im April.

Wenn's im Februar nicht schneit, schneit es in der Osterzeit.

Februar mit Frost und Wind macht die Ostertage lind.

Läßt der Februar Wasser fallen, so läßt's der März gefrieren.

Februar hat seine Mucken, baut von Eis oft feste Brucken.

Spielen die Mücken im Februar, friern Schafe und Bienen das ganze Jahr.

Ist der Februar kalt und klar, dann kommt ein gutes Roggenjahr.

Im Februar zuviel Sonne am Baum läßt dem Obst keinen Raum.

Wenn im Februar die Mücken geigen, müssen sie im Märzen schweigen.

Der Februar muss stürmen und blasen, soll das Vieh im Lenze grasen.

Alle Monate im Jahr, verwünschen den schönen Februar.

Bläst der Wind im Februar ins Horn, bläst er im Sommer auch ins Korn.

Der Februar baut manche Brück' - der März bricht ihnen das Gemick.

Der Februar ist ein eigener Kauz - wenn's nicht gefriert, dann taut's.

Der Hornung macht Dreck, und der März holt ihn weg.

Der schlimmste Monat im ganzen Jahr, doch meist der kleine Hornung war.

Gibt's im Februar weiße Wälder, freuen sich drob Wies' und Felder.

Hörst Du die Drossel im Hornung schrein und rufen, nahen des Lenzes Rosses auf schnellen Hufen.

Im Februar muss die Lerche auf die Haid', mags ihr lieb sein oder leid.

Im Februar recht lau und warm, im Lenz viel Frost, dass Gott erbarm!

Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer heiß.

Im Gilbhart räum den Garten, denn willst du warten, so kommt die Kälte und nimmt die Hälfte.

Im Herbst muss man nicht mehr von Rosen und Tulpen träumen.

Im Hornung Schnee und Eis, macht den Sommer heiß.

Wenn's im Februar regnerisch ist, hilft's soviel wie guter Mist.


2. Februar

An Lichtmeß fängt der Bauersmann neu mit des Jahres Arbeit an.

An Lichtmeß Sonnenschein, der bringt noch viel Schnee herein; gibt es aber Regen und keinen Sonnenblick, dann ist der Winter fort und kehrt nicht mehr zurück.

Auf Lichtmeß laßt es Winter sein, dann kommt der Frühling bald herein.

Es wird gewöhnlich sehr lang kalt, wenn der Nebel zu Lichtmeß fallt.

Fällt Regen um Lichtmeß nieder, dann kommt auch der Winter kaum wieder.

Gibt's an Lichtmeß Sonnenschein, wird's ein später Frühling sein.

Je stürmischer es um Lichtmeß ist, desto sicherer ein gutes Frühjahr iSankt

Lichtmeß im Klee, Ostern im Schnee.

Nach Lichtmeß kann's gern Winter sein, dann kommt der Frühling früh herein.

Scheint an Lichtmeß die Sonne klar, gibt's noch späten Frost und kein fruchtbar' Jahr; doch wenn es an Lichtmeß stürmt und schneit, dann ist der Frühling nicht mehr weit.

Scheint an Lichtmeß die Sonne, geraten die Bienen gut.

Singt die Lerche jetzt schon hell, geht's unserm Bauern an das Fell.

Sonnt sich der Dachs in der Lichtmeß-Woche, geht er auf 4 Wochen wieder zu Loche.

Um Lichtmeß hell und schön - da wird der Winter niemals geh'n.

Um Lichtmeß Lerchengesang, macht um den Lenz nicht bang.

Um Lichtmeß sehr kalt, wird der Winter nicht alt.

Wenn's zu Lichtmeß stürmt und tobt, der Bauer sich das Wetter lobt; scheint jedoch die Sonne froh - dann Bauer, verwahr' dein Stroh.


3. Februar

Sankt Blasius stößt dem Winter die Hörner ab.


5. Februar

Agathe, unsere Gottesbraut, die macht, daß Schnee und Eis wegtaut.

Am Fünften, am Agathentag, da rieselt das Wasser den Berg hinab.

An Sankt Agathe Sonnenschein, bringt recht viel Korn und Wein.

Den Tag der heiligen Agathe, der war oftmals reich an Schnee.


6. Februar

Manchmal bringt die Dorothee uns den allermeisten Schnee.

Die Heilige Dorothee watet gerne durch den Schnee.

Nach dem Dorotheentag, kein Schnee mehr gerne kommen mag.

Sankt Dorothee gibt den meisten Schnee.


9. Februar

Ist's an Apollonia feucht, der Winter oft sehr spät entfleucht.

Kommt die Jungfrau Apollonia, sind auch bald die Lerchen wieder da.


12. Februar

Sankt Eulalia Sonnenschein, bringt viel Obst und guten Wein.


14. Februar

Hat der Valentin viel Regenwasser, dann wird der Frühling noch viel nasser.

Am Tage des Sankt Valentein, da friert das Rad samt Mühle ein.


18. Februar

Der Simon zeigt mit seinem Tage, der Frost ist nicht mehr lange Plage.

Friert es um den Simon plötzlich, dann bleibt der Frost nicht lang

Nach dem Simonstage soll uns der Frost nicht lange plage'.


22. Februar

Weht es sehr kalt um Petri Stuhl, denn bleibt's noch 14 Tag kuhl.

Der Klemens (23.11.) uns den Winter bringt, Sankt Petri Stuhl dem Frühling winkt; den Sommer bringt uns Sankt Urban (25.05.), der Herbst fängt nach dem Barthel (24.08.) an.

Die Nacht zu

Gefriert es in der Petersnacht, dann auch noch lang das Eise kracht.

Hat Petri Stuhlfeier noch viel Eis und viel Ost (= Wind), dann bringt der Februar noch starken FroSankt

Ist an Petrus das Wetter gar schön, dann kann man bald Kohl und Erbsen säen.

Ist es mild und nach Petri offen der Bach, dann kommt auch kein großes Eis mehr nach.

Ist Petri Stuhlfeier kalt, dann hat der Winter noch 40 Tage Gewalt.

Ist Sankt Petrus kalt, hat die Kält' noch lang Gewalt.

Ist's noch so kalt um Petri Stuhl, dann bleibt's nicht mehr lange so kuhl.

Nach der Kälte der Petersnacht, verliert bald der Winter seine Kraft.

Petri Stuhlfeier kalt, da wird der Winter sehr alt.

Schließt Petrus die Wärme auf und der Matthias (24.02.) dann wieder zu, so friert das Kalb noch in der Kuh.

War's in der Petersnacht sehr kalt, dann hat der Winter noch lange Gewalt.

Wenn zu Sankt Petri die Bäche sind offen, wird später kein Eis mehr auf ihnen getroffen.

Wenn's friert auf Petri Stuhlfeier, friert's noch vierzehnmal heuer.


24. Februar

Der Matthias bricht's Eis, doch sacht', sonst kommt die Kälte im Frühjahr zu Macht.

Bald nach dem Matthiastag, da springen die Frösche in den Bach.

Der Matthias hat uns lieb, er gibt dem Baum den ersten Trieb.

Der Matthias, ja der bricht das Eis, und hat er kein's, so macht er ein's.

Die Sonne an Matthias, die wirft 'nen heißen Stein in's Eis.

Hat der Matthias endlich seine Hack' verloren, dann wird der Joseph (19.03.) schon das Eis durchbohren.

Imker, am Matthiastag, deine Biene fliegen mag.

Ist es an Sankt Matthias kalt, dann hat die Kälte noch lang Gewalt.

Nach dem Matthais, da geht kein Fuchs mehr über's Eis.

Nach dem Matthais, da trinkt die Lerche aus dem Gleis.

Schließt Petrus (22.02.) die Wärme auf und der Matthias dann wieder zu, so friert das Kalb noch in der Kuh.

Trat Matthias stürmisch ein, dann kann's bis Ostern Winter sein.

War es an Matthias kalt, dann auch der Frost noch lang anhalt'.

Wenn der Matthias kommt herbei, dann legt das Huhn das erste Ei.

Wenn neues Eis Matthias bringt, so friert es noch 14 Tage; wenn noch so schön die Lerche singt - die Nacht bringt neue Plage.


28. Februar

War der Romanus hell und klar, bedeutet es ein gutes Jahr.

An Romanus und Lupizinius - unsere Sonne scheinen muß.

Februar warm - Frühling kalt. Sankt Roman hell und klar, bedeutet ein gutes Jahr.