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Bauernregeln im Januar

Die Heilige Drei Könige bilden einen festen Bestandteil der christlichen Tradition wie sie in der Weihnachtsgeschichte des Matthäus-Evangeliums, wo die Weisen aus dem Morgenland durch den Stern von Betlehem zu Jesus geführt wurden, beschrieben ist.

Im Kalender ist den 3 Weisen der 6. Januar gewidmet, dem die Bauernregeln analog zum Stern eine Leitfunktion geben. Gibt es am 6. Januar oder bis dahin keinen Winter, dann kommt auch keiner mehr bis Ostern. Ist es hingegen hell und klar, dann bleibt der Winter bis Ostern.

Richtungsweisend gilt auch der 20. Januar, der den Heiligen St. Fabian und St. Sebastian gewidmet ist. An diesem Tag fängt entweder der Winter erst richtig an oder in der Natur erwacht das Leben.


Allgemeine Regeln des Monats Januar

Ist der Januar sehr naß, bleibt leer des Winzers Faß.

Januar ganz ohne Schnee tut Bäumen, Bergen, Tälern weh.

Auf trockenen, kalten Januar folgt viel Schnee im Februar.

Braut der Januar Nebel gar, wird der Frühling naß fürwahr.

Die Erde muß ihr Bett-Tuch haben, soll sie der Winterschlummer laben.

So viele Tropfen im Januar, so viel Schnee im Mai.

Ist der Januar warm, Gott erbarm.

Je frostiger der Januar, je freudiger das ganze Jahr.

Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer gerne heiß.

Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen.

Kommt der Frost im Januar nicht, zeigt im März er sein Gesicht.

Auf harten Winters Zucht folgt gute Sommerfrucht.

Fehlen dem Januar Schnee und Frost, gibt der März sehr wenig Trost.

Gelinder Januar bringt spätes Frühjahr.

Gibt's im Januar Wind von Osten, tut die Erde langsam frosten.

Ist der Januar hell und weiß, kommt der Frühling ohne Eis, wird der Sommer sicher heiß.

Januar kalt und rauh nutzt dem Getreidebau.

Knarrt im Januar Eis und Schnee, gibt's zur Ernt' viel Korn und Klee.

Wenn im Januar viel Nebel steigen, wird sich ein schönes Frühjahr zeigen.

Wirft der Maulwurf im Januar, dauert der Winter bis Mai sogar.

Wächst das Gras im Januar, ist's im Sommer in Gefahr.


1. Januar

Wenn's um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch stiebt.

Die Neujahrsnacht still und klar, deutet auf ein gutes Jahr.

Am Neujahrstag kalt und weiß, wird der Sommer später heiß.

Am Neujahrstage Sonnenschein, läßt das Jahr uns fruchtbar sein.

Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.

Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt und große Plag'.

Wie Sankt Kathrein (25.11.) wird's Neujahr sein.


2. Januar

Wie der Basillus, so der September.


4. Januar

Wie das Wetter am Markarius war, so wird der September trüb oder klar.

Makarius das Wetter prophezeit für die ganze Erntezeit.


6. Januar

Heilige Dreikönig sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.

Die Heiligen Drei Könige bauen eine Brücke oder brechen ein.

Die Heiligen Drei Könige kommen oder gehen im Wasser.

Dreikönigsabend hell und klar, verspricht ein gutes Erntejahr.

Ist Dreikönig hell und klar, gibt's viel Wein in diesem Jahr.

Ist's bis Dreikönig kein rechter Winter geworden, holt er sich danach auch keinen Orden.

Kam bis Dreikönig der Winter nicht, dann kommt er auch bis Ostern nicht.

Von Weihnachten bis zum Dreikönigstag, auf's Wetter man wohl achten mag, denn wie das Wetter sich da verhält, so ist es die neuen Monate bestellt.

War bis Dreikönigstag kein Winter, so kommt auch kein strenger mehr dahinter.

Wie sich das Wetter vom Christfest bis Dreikönig hält, ist es meist auch danach bestellt.

Zeigt der Winter bis Dreikönig selten sein grimmiges Gesicht, dann zeigt er es auch bis Ostern nicht.


7. Januar

Sankt Valentin nimmt die Feiertag hin.


8. Januar

Sankt Erhard mit der Hack', steckt die Feiertag' in den Sack.

Sankt Erhard mit der Hack', steckt die Wintertage in den Sack.

Wenn es dem Severin gefällt, dann bringt er mit die große Kält'.


9. Januar

Sankt Julian bricht das Eis, oder er bringt's mit von seiner Reis'.


10. Januar

An Amalie Sonnenschein, bringt viel Korn und Weizen ein.


14. Januar

Ist der Paulustag gelinde, folgen im Frühjahr rauhe Winde.

Sankt Paulus klar, gutes Jahr, bringt er Wind, regnet's geschwind.


15. Januar

Die Schnake, die hat leichtes Spiel, bringt der Januar der Wärme viel. Jedoch sticht uns're Mücke nicht - schwillt auch nicht Habakuk's Gesicht.

Spielt auch die Muck' um Habakuk, der Bauer nach dem Futter guck.


16. Januar

Der Theobald, der Theobald, der macht unsere Häuser kalt.

Die Kälte, die kommt angegangen, wenn bei Theobald die Tage langen.

Wie das Wetter an Marzellus war, wird's im September: trüb oder klar.


17. Januar

Der Antonius mit dem weißen Bart, wenn's da nicht regnet, er mit dem Schnee nicht spart.

Um Antonius nehmen die Tage zu um eine kleine Mönchesruh'.

Wenn an Sankt Anton die Luft ist klar, gibt es ein recht trock'nes Jahr.


20. Januar

Sturm und Frost an Sebastian, ist den Saaten wohlgetan.

An Fabian und Sebastian fängt Baum und Tag zu wachsen an.

Fabian im Nebelhut, der tut den Pflanzen gar nicht gut.

Fabian im Nebelhut, tut den Bäumen gar nicht gut.

Fabian, Sebastian, da steigt der Saft den Baum hinan.

Sebastian je kälter und heller - dann werden Scheuer und Fässer um so völler.

Sonnenschein um Fabian und Sebastian, läßt den Tieren das Futter ausgah'n.

Tanzen um Fabian schon die Mücken, muß man später den Kühen das Futter bezwicken.

Um Fabian und Sebastian, da fängt der Baum zu saften an.

Um Fabian und Sebastian, da nimmt auch der Tauber die Taube an.


21. Januar

Ziehen Wolken am Agnestag über den Grund, bleibt die Ernte stets gesund.

Die Agnessonne hat weder Kraft noch Wonne.

Sonnenschein am Agnestag, die Frucht wurmstichig werden mag.

Wenn Agnes und der Vinzenz (22.01.) kommen, wird neuer Saft im Baum vernommen.

Wenn Sankt Agnes gekommen, wird neuer Saft im Baum vernommen.


22. Januar

Zu Vinzenzi Sonnenschein, bringt viel Korn und Wein.

An dem Tag Vinzenzius, jede Rebe treiben muss.

An Sankt Vinzent, da hat der Winter noch kein End'.

An Sankt Vinzent, da hat der Winter noch kein End'.

An Vinzenzi voller Sonnenschein, der läßt uns hoffen auf Korn und Wein.

Geht der Vinzenz im Schnee, so gibt es viel Heu und Klee.

Hat der Vinzenz Wasserflut, ist es für den Wein nicht gut.

Kommt Sankt Vinzenz tief im Schnee, bringt das Jahr viel Heu und Klee.

Scheint die Sonne an Vinzenzi blaß, mit gutem Wein füllt sie das Faß.

Vinzenzi Schein - bringt viel Wein.

Wie das Wetter zu Vinzenz war, wird es sein das ganze Jahr.


23. Januar

Dem Heiligen Klemens traue nicht, denn selten zeigt er ein mild`Gesicht.


25. Januar

Je kälter unser Pauli und auch heller - desto voller werden Scheuer und Keller.

Am Tage Pauli Bekehr - der halbe Winter hin, der halbe Winter her.

Ist an Pauli Bekehr das Wetter schön, werden wir ein warmes Frühjahr seh'n.

Ist an Pauli Bekehr das Wetter schön, werden wir ein warmes Frühjahr seh'n; ist es aber feucht und schlecht, dann kommt das Frühjahr spät als fauler Knecht.

Ist es an Paulus klar, kommt ein gutes Jahr. Hat er Wind, regnet's geschwind.

Ist Sankt Paulus kalt mit Sonnenschein, da wird das Jahr wohl fruchtbar sein.

Scheint die Sonne schön an Pauli Bekehrung, dann bringt es den Früchten gute Bescherung.

Wenn die Sonne am Paulustag lacht, wird auch ein gutes Jahr gebracht. Wird es aber schneien oder regnen, kann uns ein mäßiges Jahr begegnen.

Wenn's an Pauli regnet oder schneit, dann folget eine teure Zeit.


26. Januar

Timotheus bricht`s Eis, hat er keins, dann macht er eins.


27. Januar

Sankt Julian zerbricht das Eis, bricht er es nicht, umarmt er es.


30. Januar

An Martina Sonnenschein, verheißt viel Frucht und guten Wein.

Scheint an Martina die Sonne mild, ist sie der guten Ernte Bild.

Wenn der Jänner viel Regen bringt, werden die Gottesäcker gedüngt. Bringt Martina Sonnenschein, hofft man auf viel Korn und Wein.


31. Januar

Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.

Friert es hart auf Virgilius, im März noch viel Kälte kommen muss