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Bauernregeln im MĂ€rz

Der MĂ€rz markiert den FrĂŒhlingsanfang, der auf den 20. oder 21. MĂ€rz fĂ€llt. Gleich nach dem ersten Tauwetter, beginnt fĂŒr die Landwirte die Arbeit auf Acker und Feld. Mit GrĂŒnkohl, Rosenkohl und Feldsalat wird das letzte WintergemĂŒse geerntet wĂ€hrend gleichzeitig der Garten neu bestellt wird.

Ein interessantes Wetterdatum ist der 10. MÀrz, der sogenannte Tag der 40 Ritter bzw. MÀrtyer. Mit dem Wetter haben die Namensgeber nur insofern etwas zu tun, als die Legende besagt, dass sich 40 Christen an einem 9. MÀrz zwischen 320 und 323 nackt in einen zugefrorenen See begeben mussten, weil sie dem Christentum nicht abschwören wollten. Eine Reihe von Wetterregeln besagt, dass das Wetter, so wie es am 10 MÀrz ist, 40 Tage lang bleibt.


Allgemeine Regeln des Monats MĂ€rz

Soviel der MĂ€rz an Nebeln macht, sooft im Juni Donner kracht.

Am Anfang oder am End der MĂ€rz sein Gift versendt.

Wenn MĂ€rzennebel hundert Tage vorĂŒber sind, kommt Regen und Gewitterwind.

MĂ€rzenstaub bringt Gras und Laub.

Ein Lot MĂ€rzenstaub ist einen Dukaten wert.

Siehst du im MĂ€rz gelbe Blumen im Freien, magst du getrost deinen Samen streuen.

Trockener MĂ€rz und nasser April ist des Bauern Will.

Soviel Tau im MĂ€rz, soviel Frost im Mai.

SĂ€est du im MĂ€rz zu frĂŒh, ist es oft vergeb'ne MĂŒh'!

MĂ€rzenschnee und Jungfernpracht dauern oft kaum ĂŒber Nacht.

Was der MĂ€rz nicht will, holt sich der April. Was der April nicht mag, steckt der Mai in der Sack.

MĂ€rzenblĂŒte ist ohne GĂŒte.

MĂ€rzengrĂŒn soll man mit HolzschlĂ€geln wieder in den Boden schlagen.

Auf MĂ€rzenregen folgt kein Sommersegen.

Trockener MĂ€rz fĂŒllt den Keller.

Donnert's im MĂ€rz, so schneit's im Mai.

Ein grĂŒner MĂ€rz bringt selten etwas Gutes.

Auf MĂ€rzendonner folgt ein gutes Jahr - viel Frost und Regen bringt Gefahr.

Auf MĂ€rzenschnee die WĂ€sche bleichen, da mĂŒssen alle Flecken weichen.

Dem Golde gleich ist MĂ€rzenstaub, er bringt uns Kraut und Gras und Laub.

Der MÀrz kriegt den Pflug beim Sterz. Der April hÀlt ihn wieder still.

Der MĂ€rz sagt zum Februar: "Wenn ich so wĂ€r' wie du, ließ ich erfrieren das Kalb in der Kuh."

Der MĂ€rz soll kommen wie ein Wolf und gehen wie ein Lamm.

Ein feuchter fauler MĂ€rz ist des Bauern Schmerz.

FrĂŒhes MĂ€rzenlaub dient dem Frost als Raub.

FĂŒrchte nicht den Schnee im MĂ€rz darunter schlĂ€gt ein warmes Herz. Wenn der MĂ€rz viel Schnee verweht, gute Ernte in Aussicht steht.

Goldes wert ist MĂ€rzenstaub, denn er bringt uns Gras und Laub.

GrasmĂŒcken im MĂ€rz eh' die Weinstöcke sprießen, verkĂŒndet, ein gutes Jahr ist verhießen.

Grollt der Donner im MĂ€rz ĂŒber'n kahlen Wald, wird's noch einmal bitter kalt.

Ist's im MĂ€rz zu feucht, wird's Brot im Sommer leicht.

Langer Schnee im MĂ€rz bricht dem Korn das Herz.

LĂ€sst der MĂ€rz sich trocken an, bringt er Brot fĂŒr jedermann.

Maulwurfshaufen im MĂ€rz zerstreut, lohnt sich wohl die Erntezeit.

MĂ€rzenschnee tut den Saaten weh.

MĂ€rznebel bringt keine Not, aber Aprilnebel nimmt Wein und Brot.

Wenn der MĂ€rz nicht tut, was er soll, ist der April der Launen voll.

Wenn im MĂ€rz die Kraniche zieh'n, werden bald die BĂ€ume blĂŒh'n.


1. MĂ€rz

Regnet's stark an Albinus, macht's dem Bauern viel Verdruß.


3. MĂ€rz

Lachende Kunigunde, die bringt uns frohe Kunde.

Ist die Kunigunde trĂ€nenschwer, bleiben Scheuer und Faß oft leer.

Kunigund macht warm von unt'.

War Kunigunde trÀnenschwer, so bleibt oft die Scheuer leer.

Wenn es an Kunigunden friert, der Frost noch 40 NĂ€chte regiert.

Wenn es schon donnert um die Kunigund, dann treibt es der Winter noch lange bunt.


6. MĂ€rz

Um den Tag des Fridolin, da zieht der letzte Winter hin.

Mit ihren Schafen wieder hin, so zieh'n die SchÀfer an Fridolin.

Nach dem Tag des Fridolein, da muß der Pflug auf dem Felde sein.

Nach Fridolin, da zieht der Winter hin.


7. MĂ€rz

Perpetua und Felizitas, die bringen uns das erste Gras.


10. MĂ€rz

Wie es an 40 Ritter wittert, wittert es noch 40 Tage.

40 Ritter mit Eis und Schnee, tun dem Ofen noch 40 Tage weh.

Die 40 Ritter gar noch mit Eis und Schnee, die tun den Öfen noch lange weh.

Regen den die Vierzig senden, wird erst nach 40 Tagen enden.

Wie das Wetter auf 40 MÀrtyrer fÀllt, 40 Tage dasselbe anhÀlt.

Wie unser Wetter auf 40 Ritter fÀllt, es sich noch 7 Wochen hÀlt.


11. MĂ€rz

Bringt die Rosamunde viel Sturm und auch Wind, ist er viel spÀter uns gelind.

Bringt Rosamunde Sturm und Wind, so ist Sybilla (29.04.) uns gelind.


12. MĂ€rz

Der Gregor zeigt dem Bauern an, ob er die Saat jetzt sĂ€en kann, denn so, wie sich Gregori stellt, so muß er mit der Saat auf's Feld.

An Gregor kommt die Schwalbe ĂŒber des Meeres Port - und an BartholomĂ€us (24.08.) ist sie dann wieder fort.

Gregor zeigt dem Bauern an, daß im Feld er sĂ€en kann.

Nach dem Tag des Gregorei, legt auch die wilde Ent' ihr Ei.

Um den Tag des Sankt Gregor, da kommen auch die Schwalben vor.

Weht um Gregori stark der Wind, noch 40 Tage windig sind.


17. MĂ€rz

Ist Gertrud sonnig, wird's dem GĂ€rtner wonnig.

Die Gertrud mit dem frommen Sinn, sie ist die erste GĂ€rtnerin.

Sonniger Gertrudentag, Freud' dem Bauer bringen mag.


19. MĂ€rz

Ist es an Josephus klar, wird es ein gesegnet' Jahr.

Hat der Matthias (24.02.) endlich seine Hack' verloren, dann wird der Joseph schon das Eis durchbohren.

Ist es am Josephstage schön, dann kann es nur gut weitergeh'n.

Ist's am Josephstag klar, folgt ein fruchtbar Jahr.


20. MĂ€rz

Wie das Wetter um den FrĂŒhlingsanfang, so hĂ€lt es sich meist den Sommer lang.

Wie das Wetter am FrĂŒhlingsanfang, so ist es den ganzen Sommer lang.

Wie sich die Sonne zum FrĂŒhling wendet, so auch unser Sommer endet.


21. MĂ€rz

Soll das Korn gar ĂŒppig stehen, so soll man es an Sankt Benedikt sĂ€en.

Der Benedikt leitet deine Hand, sÀest du mit ihm die Frucht in's Land.

Nach Benedikt, da achte wohl, daß man den Hafer sĂ€en soll.

Nach Benedikt, da achte wohl, daß man jetzt alles sĂ€en soll.

Nach des Benedikten Tag, man Erbsen und Zwiebeln legen mag.

Sankt Benedikt, der macht die Möhren dick.

Wie das Wetter sich zeigt nach Benedikt eine Woche lang, so zeigt's sich auch den ganzen Sommer lang.

Willst du Gerste, Erbsen, Zwiebeln dick, so sÀe sie nach Sankt Benedikt.


25. MĂ€rz

An MariĂ€ VerkĂŒndung hell und klar, ist ein Segen fĂŒr das ganze Jahr.

An MariĂ€ VerkĂŒndigung kommen die Schwalben wiederum.

Die Maria bindet die Reben auf und nimmt auch noch leichten Frost in Kauf.

Hat's nach der Mariennacht gefroren, dann werden noch 40 Fröste geboren.

Ist MariÀ schön und hell, kommt viel Obst auf alle FÀll'.

Kommen noch Nebel nach diesem Tag - den Reben kein Frost mehr schaden mag.

Schöner VerkĂŒndungsmorgen befreit von vielen Sorgen.

Sternenmengen am VerkĂŒndungsmorgen befreit den Landmann von vielen Sorgen.

War vor MariĂ€ VerkĂŒndung der Nachthimmel hell und klar, bedeutet es ein gutes Wetterjahr.

Wenn Maria sich verkĂŒndet, dann Storch und Schwalbe heimwĂ€rts findet.


26. MĂ€rz

Ist es um Ludger draußen feucht, dann bleiben auch die Kornböden leicht.


27. MĂ€rz

Ist an Rupert der Himmel wieder rein, so wird er's auch im Juli sein.