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Erich Fromm

deutsch-amerikanischer Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe (1900 - 1980)

15 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Ein Zynismus, der nicht mit einem großen Glauben einhergeht, ist pure Entmutigung, ist geradezu selbstdestruktiv.

  • Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen: einsam, von Ängsten gequält, deprimiert, destruktiv, abhängig - jene Menschen, die froh sind, wenn es ihnen gelingt, jene Zeit 'totzuschlagen', die sie ständig einzusparen versuchen.

  • Die Inhaber der Autorität und jene, die Nutzen daraus ziehen, müssen die Menschen von dieser Fiktion überzeugen und ihr realistisches, das heißt kritisches Denkvermögen einschläfern. Jeder denkende Mensch kennt die Methoden der Propaganda, Methoden, durch die die kritische Urteilskraft zerstört und der Verstand eingelullt wird, bis er sich Klischees unterwirft, die die Menschen verdummen, weil sie sie abhängig machen, und sie der Fähigkeit berauben, ihren Augen und ihrer Urteilskraft...

  • Wenn es - wie ich aufzuzeigen versuchte - wahr ist, daß die Liebe die einzig befriedigende Antwort auf das Problem der menschlichen Existenz ist, dann muß jede Gesellschaft, die die Entwicklung der Liebe ausschließt, letzten Endes an ihrem Widerspruch zu den grundlegenden Notwendigkeiten der menschlichen Natur zugrunde gehen.

  • Es stimmt zwar, dass selbstsüchtige Menschen unfähig sind, andere zu lieben, / aber sie sind auch nicht fähig, sich selbst zu lieben.

  • Liebe ist das Kind der Freiheit, niemals das der Beherrschung.

  • (...) kann Lust dennoch kein Wertkriterium sein. Denn es gibt Menschen, die an der Unterwerfung und nicht an der Freiheit Lust empfinden, für die nicht Liebe, sondern Haß, nicht produktive Arbeit, sondern Ausbeutung Lust bedeutet.

  • In der Liebe kommt es zu dem Paradoxon, daß zwei Wesen eins werden und trotzdem zwei bleiben.

  • Wahrheit wird niemals durch Gewalt widerlegt.

  • Nichts fördert das Kreative mehr als die Liebe, vorausgesetzt, sie ist echt.

  • Die Gier ist immer das Ergebnis einer inneren Leere.

  • Durch die Maschine ist die Zeit zur Beherrscherin des Menschen geworden.

  • Der Mensch ist abhängig; er bleibt dem Tode, dem Alter, der Krankheit unterworfen (...). Aber es ist eine Sache, die eigene Abhängigkeit und seine Grenzen anzuerkennen, und es ist etwas völlig anderes, sich dieser Abhängigkeit hinzugeben und jene Mächte anzubeten, von denen man abhängt (...). Das eine bedeutet Demut, das andere Selbstdemütigung.

  • Der Mensch von heute muss Mut zu sich selbst haben.

  • In der Regel beschränkt sich unser Bewusstsein auf das, was die Gesellschaft, der wir angehören, uns wahrzunehmen erlaubt (...), während unser Unterbewusstes den universalen Menschen in jedem von uns repräsentiert.

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