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Ludwig Tieck

deutscher Schriftsteller (1773 - 1853)

12 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Sei immer redlich, wenn du auch betrogen wirst; denn das ist der Probestein des Wackeren, dass er selten auf redliche Menschen trifft und doch sich selber gleich bleibt.

  • Welch ein Leben führen wir im Haß? Wir haben keine Sonne, die uns leuchtet, kein Feuer, der uns erwärmt; wir verlieren in einer todten Einsamkeit unsern eigenen Werth.

  • Die Tragödie ist das Gebiet aller hohen Affekte, der Extreme der Leidenschaften.

  • Eigennutz ist die Klippe, an der jede Freundschaft zerschellt.

  • Man lebt, wenn man das Glück hat, mehre Freunde zu besitzen, mit jedem Freunde ein eignes, abgesondertes Leben.

  • Süße Liebe denkt in Tönen; / denn Gedanken stehn zu fern.

  • Sind wir ganz von einem Gefühl durchdrungen, so handeln wir am stärksten und konsequentesten, wenn wir ohne Reflexion diesem folgen.

  • Unser Vergnügen liegt nur in der Einbildung.

  • Alles Unbegreifliche, alles, wo wir eine Wirkung ohne eine Ursache wahrnehmen, ist es vorzüglich, was uns mit Schrecken und Grauen erfüllt.

  • Wenn die Seele erst einmal zum Argwohn gespannt ist, so trifft sie auch in allen Kleinigkeiten Bestätigungen an.

  • Die Liebe selbst ist niemals ein Missverständnis, nur stößt oder verwundet sie sich leicht an den Missverständnissen des Lebens und der Wirklichkeit.

  • Liebe denkt in süßen Tönen, / denn Gedanken stehen zu fern. / Nur in Tönen mag sie gern / alles, was sie will, verschönen.

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