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Briefe Zitate

25 Zitate, Sprüche & Aphorismen über Briefe

  • Um einen guten Liebesbrief zu schreiben, mußt du anfangen, ohne zu wissen, was du sagen willst, und enden, ohne zu wissen, was du gesagt hast.

  • Der Brief ist ein unangemeldeter Besuch, der Briefbote der Vermittler unhöflicher Überfälle. Man sollte alle acht Tage eine Stunde zum Briefempfangen haben und danach ein Bad nehmen.

  • Briefe leben, atmen warm und saugen / mutig, was das bange Herz gebeut. / Was die Lippen kaum zu stammeln wagen, / das gestehn sie ohne Schüchternheit.

  • Beantworte keinen Brief im Ärger!

  • Wer seine eigene aufrichtige Gesinnung gegen eine Person belauschen will, gebe acht auf den Eindruck, den ein unerwarteter Brief durch die Post von ihr bei seinem ersten Anblick macht.

  • Ein Brief errötet nicht.

  • Wenn wir einen Brief, den wir unter gewissen Umständen geschrieben und gesiegelt haben, der aber den Freund, an den er gerichtet war, nicht antrifft, sondern wieder zu uns zurückgebracht wird, nach einiger Zeit eröffnen, überfällt uns eine sonderbare Empfindung, indem wir unser eignes Siegel erbrechen und uns mit unserem veränderten Selbst wie mit einer dritten Person unterhalten.

  • Menschen, die keine Briefe gewechselt haben, kennen einander nicht.

  • Wir denken, daß das Briefeschreiben für die nicht erfunden ist, die sich mündlich miteinander unterhalten können, sobald sie wollen.

  • Nähmen wir uns die Mühe, aus den Briefen unserer Freunde eigentümliche Bemerkungen, originelle Ansichten, flüchtige geistreiche Worte auszuzeichnen, so würden wir sehr reich werden. Briefe hebt man auf, um sie nie wieder zu lesen. Man zerstört sie zuletzt einmal aus Diskretion, und so verschwindet der schönste unmittelbare Lebenshauch.

  • Unsere Briefe aber sind infolge der Schnelligkeit des Verkehrs und des billigen Portos so furchtbar inhaltslos geworden, daß man geistreiche Briefe wie in früheren Kulturperioden gar nicht mehr findet.

  • Wir haben eine Korrespondenz miteinander über gemischte Materien beschlossen, die eine Quelle von Aufsätzen für die Horen werden soll. Auf diese Art, meint Goethe, bekäme der Fleiß eine bestimmte Richtung, und ohne zu merken, daß man arbeite, bekäme man Materialien zusammen.

  • Wenn ich im Zimmer auf- und abgehe, mich mit entfernten Freunden laut unterhalten kann und eine vertraute Feder meine Worte auffängt, so kann etwas in die Ferne gelangen. Mich hinzusetzen und selbst zu schreiben, hat etwas Peinliches und Ängstliches, das mir den guten Humor, ja ich möchte beinah sagen die Vertraulichkeit lähmt.

  • Ich weiß von alters her, daß man entfernten Freunden gar nicht schreibt, wenn man darauf warten will, bis man ihnen etwas zu schreiben hat.

  • Wenn die Alten ihre Briefe mit den Worten "si vales bene est, ego valeo" anzufangen pflegten, so täte ich wohl, auch eine solenne Formel über den Eingang meiner Briefe zu setzen, die eine Entschuldigung meines Stillschweigens ausdrückte, zum Beispiel: ignoscas tarde scribenti.

  • In der Sphäre, in der ich mich gegenwärtig befinde, bringt man beinahe soviel Zeit zu, seinen Verwandten und Freunden dasjenige mitzuteilen, womit man sich beschäftigt, als man Zeit sich zu beschäftigen hatte.

  • Ein Brief errötet nicht. Aber er vergilbt.

  • Vielleicht gibt es auf dem Jahrmarkt des Lebens keine besseren Satiren als Briefe. Nehmt einen Pack von denen, die euch euer teurer Freund vor zehn Jahren schrieb: Euer teurer Freund, den ihr jetzt haßt! Seht einen Haufen von Briefen an, die eure Schwester an euch geschrieben: Wie sehr hinget ihr aneinander, bis ihr wegen eines Legats von zwanzig Pfund miteinander Streit bekamt! Gelübde, Liebesschwüre, Versprechungen, vertrauliche Mitteilungen, Dankbezeugungen - wie seltsam liest sich das...

  • Ich will Dir nächstens, wenn dieser Brief eben so glücklich sein wird als sein Vorgänger, selbst eine Antwort an mich aufsetzen. Du darfst alsdann nur Deinen Namen unterschreiben und ihn so wieder zurückgehen lassen.

  • Es erleichtert die Korrespondenz, wenn man weiß, daß der Korrespondent eine schöne Frau hat.

  • Die Briefe eines klugen Mannes enthalten immer den Charakter der Leute, an die er schreibt.

  • Briefe soll man, wie jedes andere Vergnügen, nach getaner Arbeit sich gestatten.

  • Unter viel Verhaßtem ist mir das Schreiben das Verhaßteste.

  • Briefe liebe ich, für Briefe lebe ich.

  • Oft lernen wir, selbst nach jahrelanger persönlicher Bekanntschaft, die Menschen wahrhaft nur erst durch einen Briefwechsel kennen, den wir mit ihnen führen.

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