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Bauernregeln im April

Der April mit seinem sprichwörtlich launischen Aprilwetter aus Sonnenschein, Bewölkung und Regen und manchmal gar Schnee ist der unberechenbarste Wettermonat des Jahres. Dabei ist der April eigentlich schuldlos an diesem Wetterchaos.

Zustande kommen die vielen Wetterwechsel durch unterschiedliche Lufttemperaturen. Die Luft über Südeuropa und Afrika erwärmt sich schneller als die über Nordeuropa und dem Atlantik. Das dadurch entstehende Temperaturgefälle zwischen Nord und Süd ist bestrebt, sich auszugleichen. Infolge dessen kommt es an der Grenze der beiden Zonen zu einem ständigen Wetterwechsel. Und jene Temperaturkonfrontation findet über Mitteleuropa statt - im April. Das war schon immer so und entsprechend blumenreich ist die Sprache, wenn es um Bauernregeln und Wetterregeln im April geht.


Allgemeine Regeln des Monats April

Blüht im April der Maulbeerbaum, gibt es Kälte und Frost noch kaum.

Heller Mondschein in der Aprilnacht schadet leicht der Blütenpracht.

April windig und trocken, macht alles Wachstum stocken.

Wohl hundermal schlägt's Wetter um - das ist dem April sein Privilegium.

Aprilenschnee düngt, Märzenschnee frisst

Bläst der April mit beiden Backen, gibt's viel zu jäten und zu hacken.

Ist der April auch noch so gut, er schneit dem Bauern auf den Hut.

April nass und kalt gibt Roggen wie ein Wald.

Aprilwetter und Kartenglück wechseln jeden Augenblick.

Nasser April - blumiger Mai.

Gehst du im April bei Sonne aus, laß nie den Regenschirm zu Haus.

April, dein Segen, heißt Sonne und Regen. Bloß den Hagel - den häng an den Nagel.

Ist der April zu schön, kann im Mai der Schnee noch wehn.

Je mehr im April die Regen strömen, desto mehr wirst du vom Felde nehmen.

Donner im April viel Gutes künden will.

Ist St. Vinzenz Sonnenschein, gibt es vielen guten Wein.

Mal trüb und rauh, mal licht und mild, ist der April des Menschen Ebenbild.

April - mehr Regen als Sonnenschein, dann wird's im Juni trocken sein.

April kalt und nass füllt Scheuer und Fass.

April macht die Knospen rund, Mai öffnet ihnen den Mund.

April trocken, macht die Keime stocken.

April warm - Mai kühl - Juni nass - füllt dem Bauer Scheuer und Fas.

April windig und trocken, lässt das Wachstum stocken.

April, April der macht was er will.

Aprilenglut tut selten gut.

Aprilensturm und Regenwucht kündet Wein und gold'ne Frucht.

Aprilflocken bringen Maiglöckchen.

Aprilregen ist dem Bauer gelegen.

Aprilschnee ist besser als Schafmist.

Aprilsturm und Regenwucht kündet Wein und goldene Frucht.

Aprilwetter und Weibertreu, das ist immer einerlei!

Bauen im April die Schwalben, gibt's viel Futter, Küh' und Kalben.

Bleibt der April recht sonnig und warm, macht er den Bauern auch nicht arm.

Bläst der April mit beiden Backen, gibt´s genug zu jäten und hacken.

Bringt der April viel Regen so deutet es auf Segen.

Der April ist ein Freiherr - er gibt Regen und Schnee her.

Der April kann rasen. Nur der Mai hält Maßen

Der April macht die Blum' und der Mai hat den Ruhm.

Der April macht, was er will.

Die Menschen sind wie die Aprilen, die haben ihre Grillen.

Gras, das im April wächst, steht im Mai feSankt

Hat der April mehr Regen als Sonnenschein, so wird's im Juni trocken sein.

Im April ein tiefer Schnee - keinem Dinge tut er weh.

Im April wächst das Gras ganz still.

Ist der April schön und rein, wird der Mai dann wilder sein.

Ist der April schön und rein, wird der Mai um so wilder sein.

Ist der April sehr trocken, geht der Sommer nicht auf Socken.

Ist der April still und fein, wird der Mai dann wilder sein.

Ist der April zu trocken und licht, so gerät das Futter nicht.

Je früher im April der Schlehdorn blüht, desto eher der Bauer zur Ernte zieht.

Je zeitiger im April die Schlehe blüht, umso früher vor Jacobi die Ernte glüht.

Märznebel bringt keine Not, aber Aprilnebel nimmt Wein und Brot.

Wenn der April stößt rau ins Horn, so steht es gut um Heu und Korn.

Wenn's donnert im April, dann hat der Reif sein Ziel.


1. April

Den 1. April mußt du gut übersteh'n, dann kann dir nichts Böses mehr gescheh'n.

Scherz verscheut Unheil.

Säen am 1. April verdirbt den Bauern mit Stumpf und Stiel.


3. April

Wer an Christian säet Lein', bringt schönen Flachs in seinen Schrein.


4. April

War's an Ambrosius schön und rein, wird's an Florian (04.05.) um so wilder sein.

Der heilige Ambrosius schneit oft dem Bauern auf den Fuß.


8. April

Wenn es viel regnet um den Amantiustag, ein dürrer Sommer folgen mag.

Ist's um Amandus schön, wird der Sommer keine Dürre seh'n.


9. April

Wenn der Kuckuck am 9. April nicht gesungen hat, ist er erfroren.


10. April

An Ezechiel, dem 100. Tag nach Neujahr, da säe Leinsamen, dann gedeiht er wunderbar.

Ezechiel, mach schnell, mach's fein, tu deinen Lein' in's Geld hinein.


14. April

Wenn der Tiburtius schellt, dann grünt der Garten und das Feld.

Grüne Felder am Tiburtiustag, die ziehen viel Getreide nach.

Nach dem Tiburtiustag alles, alles grünen mag.

Tiburtius kommt mit Sang und Schall, er bringt den Kuckuck und die Nachtigall.

Tiburtius kommt uns sehr gelegen, mit seinem grünen Blättersegen.


15. April

Am 15. April der Kuckuck rufen soll, und müßte er rufen aus einem Baum, der hohl.

Der 15. April der Kuckuckstag heißen will.


23. April

Kommt der Georg auf einem Schimmel, dann kommt ein gutes Frühjahr vom Himmel.

Am Georgstag soll sich das neue Korn schon so recken, daß sich die Krähe drin kann verstecken.

Am Georgstag zeigt sich schon die Schwalbe einen Augenblick, und zieht sich dann nochmal zurück.

Auf Sankt Georg's Güte stehen alle Bäum' in Blüte.

Der Georgstag, der ist der Pferde Ehrentag.

Des Sankt Georg's Pferd, das tritt den Hafer in die Erd.

Es deutet eine gute Ernte an, wenn sich zu Georg schon die Krähe im Korn verstecken kann.

Gab es Gewitter am Georgitag, so folgt gewiß noch Kälte nach.

Georg kommt nach alten Sitten auf einem Schimmel angeritten.

Georg und Markus (25.04.) ganz ohne Trost, erschrecken uns sehr oft mit Frost

Georgi bringt grüne Schuh.

Ist's an Georgi hell und warm, gibt's noch ein Wetter, daß Gott erbarm.

Ist's an Georgi warm und schön, wird man noch rauhe Wetter seh'n.

Kann der Georg im Korn die Krähe verstecken, wird sich das Mehl häufen zu prallen Säcken.

Sind die Reben an Georg noch

Was bis Georgi die Reben treiben, wird ihnen nicht bis zum Gallus (16.10.) bleiben.

Zu Georgi


25. April

Wie jetzt an Markus sich das Wetter hält, so ist es auch oft im Herbst zur Ernte bestellt.

An Markus, da versteckt die Socken, unsere Krähe im Roggen.

Bauen um Markus schon die Schwalben, so gibt's viel Futter, Korn und Kalben.

Georg (23.04.) und Markus ganz ohne Trost, erschrecken uns sehr oft mit FroSankt

Georgus (23.04.) und Marks, die bringen oftmals was Arg's; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul.

Gibt's an Markus Sonnenschein, dann hat der Winzer guten Wein.

Ist's jetzt um den Markus warm, dann friert man danach bis in den Darm.

Vor dem Markustag, sich der Bauer hüten mag.

Wer erst zu Markus legt die Bohnen, dem wird er's reichlich lohnen; doch Gerste, die sei längst gesät, denn nach dem Markus ist's zu spät.


28. April

Ist es noch kalt auf Sankt Vital, dann friert es uns noch fünfzehnmal.


29. April

Bringt Rosamunde (11.03.) Sturm und Wind, so ist Sybilla uns gelind.


30. April

Regen in der Walpurgisnacht, hat stets ein gutes Jahr gebracht.

Auf ihren Besen mit bösem Sinn, reiten die Hexen zum Blocksberg hin.

In der Walpurgisnacht Regen, bringt uns reichen Erntesegen.

Sturm und Wind in der Walpurgisnacht, hat Scheune und Keller vollgemacht.

Walpurgisfrost ist schlechte Kost.