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Publikum Zitate

74 Zitate, Sprüche & Aphorismen über Publikum

  • Die Masse könnt Ihr nur durch Masse zwingen, / ein jeder sucht sich endlich selbst was aus. / Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen, / und jeder geht zufrieden aus dem Haus.

  • Denn wer den Besten seiner Zeit genug getan, der hat gelebt für alle Zeiten.

  • Wenn ein schönes Gedicht Tränen in die Augen drängt, so sind diese Tränen nicht ein Beweis eines freudigen Überschwanges, sondern sie zeugen von einer Natur, die, in diese Unvollkommenheit verbannt, sich gleich auf der Erde schon eines geoffenbarten Paradieses bemächtigen möchte.

  • Wenn eines Menschen Verse nicht verstanden werden und eines Menschen Witz von dem geschickten Kinde Verstand nicht unterstützt wird, das schlägt einen Menschen härter nieder als eine große Rechnung in einem kleinen Zimmer.

  • Jeder geht zum Theater hinaus, / diesmal war es ein volles Haus; / er lobt und schilt, was er gefühlt, / er denkt, man habe für ihn gespielt.

  • Wir leben in einer Zeit, in der nur die Dummen ernst genommen werden, und ich habe die entsetzliche Angst, daß ich nicht mißverstanden werden könnte.

  • Narr, du prahlst, ich befried'ge dich nicht! Am Mindervollkommnen / sich erfreuen zeigt Geist, nicht am Vortrefflichen, an!

  • Was wär ich / ohne dich, / Freund Publikum? / All mein Empfinden Selbstgespräch, / all meine Freude stumm.

  • Die wahre Kunst hat es nicht bloß auf ein vorübergehendes Spiel abgesehen. Es ist ihr ernst damit, den Menschen nicht bloß in einen augenblicklichen Traum von Freiheit zu versetzen, sondern ihn wirklich und in der Tat frei zu machen und dieses dadurch, daß sie eine Kraft in ihm erweckt, übt und ausbildet, die sinnliche Welt, die sonst nur als ein roher Stoff auf uns lastet, als eine blinde Macht auf uns drückt, in eine objektive Ferne zu rücken, in ein freies Werk unseres Geistes zu...

  • Ja, dich preisen sie hoch, mich aber lesen sie gern.

  • Wer einen Dom zehnmal gesehen hat, der hat etwas gesehen. Wer zehn Dome einmal gesehen hat, der hat nur wenig gesehen. Und wer je eine halbe Stunde in hundert Domen verbracht hat, der hat gar nichts gesehen.

  • Den lauten Markt mag Momus unterhalten. / Ein edler Sinn liebt edlere Gestalten.

  • Kunst üben kann nur der Erkorene, / Kunst lieben jeder Erdgeborene.

  • Jeder einzelne im Publikum ist ein Esel, aber alle zusammen sind sie die Stimme Gottes.

  • Das Publikum beklagt sich lieber unaufhörlich, übel bedient worden zu sein, als daß es sich bemühte, besser bedient zu werden.

  • Künstler und Kunstschreiber klagen unaufhörlich über die Hilflosigkeit, Heuchelei und Brutalität der gebildeten Menge in künstlerischen Dingen. Es ereignet sich hier wie allerwärts, wo allzuviel beschuldigt wird: Frage und Anspruch sind falsch gestellt. Wer würde es wagen, einen Offizier über Volkswirtschaft, einen Maler über Kirchenrecht oder einen Geistlichen über Chemie zu verhören und ihm Unbildung und Urteilsschwäche vorzuwerfen?

  • Dem Glücklichen kann es an nichts gebrechen, / der dies Geschenk mit stiller Seele nimmt: / Aus Morgenduft gewebt und Sonnenklarheit, / der Dichtung Schleier aus der Hand der Wahrheit.

  • Mit einem Kunstwerk muß man sich verhalten wie mit einem großen Herrn: Sich davor hinstellen und warten, daß es einem etwas sage.

  • Man muß das Publikum zu sich heraufholen; man darf nicht zu ihm hinuntersteigen.

  • Der Beginnende, solange er auf bekannten Wegen fortschreitet, so lange er das Gewohnte nur eigentümlich zu gestalten such, hat einen augenblicklichen Erfolg für sich. Gelangt er dahin, sich selbst in ganzer Kraft zu erfassen, so erscheint er den meisten plötzlich ein anderer. Er verliert die Sympathien, bis die Bedeutung des neuen Weges, vielleicht nach langen Jahren erst, zum Bewußtsein gekommen ist. Der Beifall, den man spendet, gilt in der Regel nicht dem Höheren. Er gilt dem Gewohnten.

  • Sucht nur die Menschen zu verwirren, / sie zu befriedigen ist schwer!

  • Es ist nicht wahr, was man gewöhnlich behaupten hört, daß das Publikum die Kunst herabzieht. Der Künstler zieht das Publikum herab, und zu allen Zeiten, wo die Kunst verfiel, ist sie durch die Künstler gefallen. Das Publikum braucht nichts als Empfänglichkeit, und diese besitzt es.

  • Der echte Künstler nimmt vom Publikum keine Notiz. Das Publikum existiert für ihn nicht.

  • Künstler haben gewöhnlich die Meinung von uns, die wir von ihren Werken haben.

  • Dem Publikum muß manchmal imponiert werden. Es stellt sich im Augenblick gleich, sobald man es ihm zu bequem macht. Wirft ihm aber der Komponist zu Zeiten einen Stein hin oder gar an den Kopf, dann ducken sie alle gleichzeitig nieder und fürchten sich und loben bedeutend nach dem Schluß.

  • Wenn diesen Langeweile treibt, / kommt jener satt vom übertischten Mahle, / und, was das Allerschlimmste bleibt, / gar mancher kommt vom Lesen der Journale. / Man eilt zerstreut zu uns wie zu den Maskenfesten, / und Neugier nur beflügelt jeden Schritt; / die Damen geben sich und ihren Putz zum besten / und spielen ohne Gage mit. / Was träumet Ihr auf Eurer Dichterhöhe? / Was macht ein volles Haus Euch froh? / Beseht die Gönner in der Nähe! / Halb sind sie kalt, halb sind sie roh.

  • Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen, / ein Werdender wird immer dankbar sein.

  • Es ist die Zeit / von einem guten Werke nicht das Maß; / und wenn die Nachwelt mitgenießen soll, / so muß des Künstlers Mitwelt sich vergessen.

  • Was hilfts, wenn ihr ein Ganzes dargebracht? / Das Publikum wird es Euch doch zerpflücken.

  • Die Frage, ob man bei Betrachtungen von Kunstleistungen vergleichen solle oder nicht, möchten wir folgendermaßen beantworten: Der ausgebildete Kenner soll vergleichen; denn ihm schwebt die Idee vor, er hat den Begriff gefaßt, was geleistet werden könne und solle. Der Liebhaber, auf dem Wege der Bildung begriffen, fördert sich am besten, wenn er nicht vergleicht, sondern jedes Verdienst einzeln betrachtet. Dadurch bildet sich Gefühl und Sinn für das Allgemeinere nach und nach aus.

  • Selbst erfinden ist schön; doch glücklich von andern Gefundnes / fröhlich erkannt und geschätzt, nennst du das weniger dein?

  • Außerordentliche Geister legen großen Wert auf Allgemeines und Alltägliches. Gewöhnliche Geister schätzen und suchen nur das Außerordentliche.

  • Empfangt das Schöne, fühlt zugleich das Gute, / eins mit dem andern wird euch einverleibt; / das Schöne flieht vielleicht, das Gute bleibt. / So nach und nach erblühet, leise, leise, Gefühl und Urteil wirkend wechselweise; / in euerm Innern schlichtet sich der Streit, / und der Geschmack erzeugt Gerechtigkeit.

  • Von einem Kunstwerk zu sagen, daß es gut, aber für die meisten Menschen unverständlich ist, das ist so, als ob man von einer Speise sagt, sie sei sehr gut, die meisten Menschen könnten sie aber nicht essen.

  • Wollt ihr zugleich den Kindern der Welt und den Frommen gefallen? / Malet die Wollust - nur malet den Teufel dazu!

  • Das echte Kunstwerk bildet uns, indem wir es genießen.

  • Auf alle Fälle, versetzte Ottilie, wäre es nicht übel, wenn man künftig in das Büchlein von guten Sitten, nach den Kapiteln, wie man sich in Gesellschaft beim Essen und Trinken benehmen soll, ein recht umständliches einschöbe, wie man sich in Kunstsammlungen und Museen zu betragen habe.

  • Werke von großen Geistern sind Spiegel: Wenn ein Affe hineinguckt, kann kein Apostel heraussehen.

  • Ein Kunstwerk schön finden heißt, den Menschen lieben, der es hervorbrachte.

  • Und wie der Mensch nur sagen kann: Hier bin ich! / daß Freunde seiner schonend sich erfreuen, / so kann ich auch nur sagen: Nimm es hin!

  • Wie schwer ist es, was so natürlich scheint, eine gute Statue, ein treffliches Gemälde an und für sich zu beschauen, den Gesang um des Gesangs willen zu vernehmen, den Schauspieler im Schauspiel zu bewundern, sich eines Gebäudes um seiner eigenen Harmonie und seiner Dauer willen zu erfreuen.

  • Man darf aber auch nur eine Zeitlang ruhig in einer Galerie verweilen und beobachten, nach welchen Kunstwerken sich die Menge zieht, welche gepriesen und welche vernachlässigt werden, so hat man wenig Lust an der Gegenwart und für die Zukunft wenig Hoffnung.

  • Wenn auch das Publikum nicht der oberste Richter in Kunstsachen ist, so ist es die Jury, die, ohne die Gesetze zu kennen, mit schlichtem Sinn den Fall betrachtet und im allgemeinen sein "Schuldig" oder "Nichtschuldig.. ausspricht.

  • Weit darf man nicht ins deutsche Publikum hineinhorchen, wenn man Mut zu arbeiten haben will.

  • Nehmen Sie einen recht aufrichtigen Dank für die schönen Zeichnungen, die Sie mir geschickt haben! Mir scheint unmöglich, die Virtuosität höher zu treiben. Ich habe mich sogleich hingesetzt und eine nachgekritzelt. Man sieht die Höhe, die der Künstler erreicht hat, nicht lebhafter, als wenn man versucht, ihm einige Stufen nachzuklettern.

  • Ich wäre ein Kitzlein lieber und schrie Miau, / als einer von den Vers-Balladen-Krämern. / Ich hör' 'nen ehernen Leuchter lieber drehn / oder ein trocknes Rad die Achse kratzen.

  • Man kann die Menschen sehr leicht durch tolle und unschickliche Darstellungen irre machen; aber man lege ihnen das Vernünftige und Schickliche auf eine interessante Weise vor, so werden sie gewiß darnach greifen.

  • Zum Schauen kommen sie hin. Sie kommen, damit man sie sehe.

  • Was belohnet den Meister? Der zart antwortende Nachklang / und der reine Reflex aus der begegnenden Brust.

  • Kunst ist Kräutlein / nicht für alle Leutlein.

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