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Charles Baudelaire

französischer Dichter (1821 - 1867)

40 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Allein der Rahmen, den ein Bild erhält, / Auch wenn es ein berühmter Pinsel malt, / Macht, daß es seltsam und bezaubernd strahlt, / Aus endloser Natur herausgestellt.

  • Bei den Frauen gibt es zwei Möglichkeiten, entweder sie sind Engel, oder sie leben noch.

  • Den Eintagsfliegen gleichen meine Küsse, / Die abends kosend klare Seen umziehn, / Die deines Freundes graben tiefe Risse, / Ziehn über dich wie Pflüg und Wagen hin.

  • Die Schönheit kann ebensogut aus der Hölle stammen wie aus dem Himmel.

  • Die Welt funktioniert nur durch das Mißverständnis. Eben durch dieses universale Mißverständnis bringt sich jeder mit dem anderen in Übereinstimmung.

  • Die schönste List des Teufels ist es, uns zu überzeugen, daß es ihn nicht gibt.

  • Das Leben ist ein Krankenhaus, in dem jeder Patient den Wunsch hat, sein Bett zu wechseln. Der eine möchte lieber vor dem Kaminfeuer leiden, der andere ist überzeugt, daß er nahe dem Fenster gesund werden würde.

  • Eine Frau ohne Rivalin altert schnell.

  • Wenn ein schönes Gedicht Tränen in die Augen drängt, so sind diese Tränen nicht ein Beweis eines freudigen Überschwanges, sondern sie zeugen von einer Natur, die, in diese Unvollkommenheit verbannt, sich gleich auf der Erde schon eines geoffenbarten Paradieses bemächtigen möchte.

  • Es schlägt die Uhr zur Mitternacht, / Und spöttisch stellt sie uns die Frage, / Ob wir bedacht, was wir am Tage, / Der nun entflohen ist, gemacht

  • Da die Kirche die Liebe nicht unterdrücken konnte, hat sie sie zumindest desinfizieren wollen, und darum die Ehe eingesetzt.

  • Komm an mein Herz, mein schönes Katzentier; / Zieh ein der Tatze Krallen, / Gönn einen Blick in deine Augen mir, / Achatgesprenkelt und metallen.

  • Gott ist das einzige Wesen, das, um zu herrschen, nicht selbst zu existieren braucht.

  • Am besten mit Frauen kommen diejenigen Männer aus, die ebenso gut ohne die Frauen auskommen.

  • In jedem Menschen sind zu jeder Stunde gleichzeitig zwei Begehren mächtig, das eine nach Gott, das andere nach Satan. Der Ruf nach Gott, die Geistigkeit, ist ein Wunsch, emporzusteigen, der nach Satan, der tierische Trieb, die Lust zu sinken.

  • Die Männer, die mit den Frauen am besten auskommen, sind dieselben, die wissen, wie man ohne sie auskommt.

  • Eine Schablone schaffen, das ist Genie.

  • So sittsam ist ihr Ton und weich; / Ob milde oder voller Groll, / Stets sind die Laute tief und reich, / Verlockend und geheimnisvoll.

  • In der Pantomime haben wir die höchste Läuterung der Komödie, sie ist ihre Quintessenz: das reine Element des komischen, abgezogen und als Konzentrat.

  • Vollkommene Aufrichtigkeit ist der Weg zur Originalität.

  • Nur Schurken sind vom Erfolg überzeugt. Deswegen haben sie Erfolg.

  • Die Völker beten die Autorität an.

  • Eine Folge von kleinen Willensakten liefert ein bedeutendes Ergebnis.

  • Man sagt, ich sei dreißig Jahre alt. Wenn ich aber drei Minuten in einer gelebt habe - bin ich dann nicht neunzig Jahre alt?

  • Masse, Alleinsein: gleichwertige und austauschbare Begriffe für den schaffenden und schöpferischen Dichter. Wer nicht versteht, sein Alleinsein zu bevölkern, der versteht auch nicht, in einer geschäftigen Menge allein zu sein.

  • Es gibt nur eine vernünftige und gesicherte Regierungsform: die Aristokratie. Monarchie oder Republik, die sich auf Demokratie gründen, sind beide gleichermaßen absurd und schwach.

  • Bei genauem Hinsehen zeigt sich, dass Arbeit weniger geisttötend ist als Amüsement.

  • Der Mensch ist ein anbetendes Tier.

  • Das Vergnügen verbraucht uns. Die Arbeit kräftigt uns. Wähle.

  • Je mehr man arbeitet, desto besser arbeitet man, und desto mehr will man arbeiten. Je mehr man hervorbringt, desto fruchtbarer wird man.

  • Man muss arbeiten, wenn nicht aus Lust an der Arbeit, dann aus Verzweiflung, denn, wenn man es recht bedenkt, ist die Arbeit doch schließlich weniger langweilig als das Vergnügen.

  • Indem man die notwendige Arbeit verschiebt, läuft man Gefahr, sie niemals erledigen zu können.

  • Die Arbeit: eine fortschreitende und anhäufende Kraft, die Zinsen trägt wie das Kapital, sowohl hinsichtlich der Fähigkeiten als auch der Ergebnisse.

  • Die einzige Möglichkeit, zu Geld zu kommen, liegt in einer Arbeit, die um ihrer selbst willen getan wird.

  • Durch das Opfer bestätigt die Revolution den Aberglauben.

  • Nach einer Ausschweifung fühlt man sich stets noch einsamer, noch verlassener.

  • Der Aberglaube ist Born und Sammelbecken aller Wahrheiten.

  • Wenn du alle Tage arbeitetest, wäre dir dein Leben erträglicher.

  • Gott ist ein Ärgernis - ein Ärgernis, das etwas einbringt.

  • Bete, bete ohne Unterlass. Das Gebet ist ein Vorrat an Kraft.

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